Berliner Bärenfreunde e.V.

Dienstag, 11. Dezember 2018

Berliner Bär (Bronze) in Aachen / Nordrhein-Westfalen

Der Zahn der Zeit nagte deutlich an den ersten Berliner Bären des Berliner Bildhauers Professor Karl Bobeck, der 1964 aufgestellt wurde. Die Natursteinskulptur ist verwittert, Konturen kaum zu erkennen. Ein Arm fehlt. Eine traurige Gestalt und nicht mehr würdig die Stadt Berlin zu repräsentieren.

Die Nachrichten hatten vor einiger Zeit auf den Zustand des Berliner Wahrzeichens aufmerksam gemacht. Auch der Vorsitzende des Bundes der Berliner und Freunde Berlins Heinz-Constantin Last fühlte sich angesprochen und zusammen mit dem Ingenieur Thomas Kempen schritt er zur Tat. Sie wollten das Wahrzeichen der Hauptstadt wieder ansehnlich gestalten. In Aachen mussten Sie nicht lange suchen, sie suchten einen Fachmann. In der Hochschule fand man schnell Professor Lutz Brockhaus, er ist Bildhauer und erklärte sich bereit eine neue Bärenskulptur zu schaffen.
Die geplante Größe waren 130 Zentimeter, jetzt werden es 180 Zentimeter und somit einen halben Meter größer als der erste Berliner Bär.

Prof. Lutz Brockhaus, Bildhauer (mit Atelier in Darmstadt) entwarf die neue, 180 Zentimeter hohe Bärenfigur. Der Bronzeguss des von Thomas Kempen finanzierten, neuen Berliner Bären in Aachen wurde im Oktober 1998 fertig.

Unklar war zunächst, in wessen Besitz sich das Gelände an der Autobahnauffahrt befindet. Die Stadt ging davon aus, das es der Autobahnmeisterei gehört, die meinte es gehört der Stadt. So ist auch, das Gelände gehört der Stadt und die wird auch ihren Beitrag zur Neugestaltung beitragen: Fundament und Sockel werden von ihr gestellt.
Im November stellten zwei städtische Mitarbeiter die Bronzefigur, in blaue Folie eingewickelt, an seinen Platz. Im Dezember 1998 wurde der Berliner Bär enthüllt und offiziell an die Stadt Aachen übergeben.

 

Quelle

Zentralarchiv
Aachener Nachrichten 24.06.1998, 20.11.1998