{"id":1021,"date":"2011-07-12T18:09:45","date_gmt":"2011-07-12T17:09:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=1021"},"modified":"2012-04-22T08:48:26","modified_gmt":"2012-04-22T07:48:26","slug":"der-barenzwinger-im-kollnischen-park-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/der-barenzwinger-im-kollnischen-park-berlin\/","title":{"rendered":"Der B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park, Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Christian Matschei\u00c2\u00a0und der Zustimmung des Vereins der ZOOFREUNDE HANNOVER e.V.\u00c2\u00a0darf an dieser Stelle der folgende Artikel \u00fcber den B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park ver\u00f6ffentlicht werden.\u00c2\u00a0Vielen Dank daf\u00fcr.<!--more--><em><strong><\/strong>Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Christian Matschei\u00c2\u00a0und der Zustimmung des Vereins der ZOOFREUNDE HANNOVER e.V.\u00c2\u00a0darf an dieser Stelle der folgende Artikel ver\u00f6ffentlicht werden.\u00c2\u00a0Vielen Dank daf\u00fcr.<\/em><\/p>\n<p><strong>Der B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park, Berlin<\/strong><\/p>\n<p><strong>von Dr. CHRISTIAN MATSCHEI<\/strong><\/p>\n<p>Der artenreichste Tiergarten der Welt, der 1844 gegr\u00fcndete Zoologische Garten Berlin und der gr\u00f6\u00dfte Landschaftstiergarten Europas, der 1955 er\u00f6ffnete Tierpark Berlin, sind international weit bekannt. Umso \u00fcberraschter sind tierbegeisterte Berlin-Touristen, die auf eine weitere, nahezu unbekannte Tierhaltung im Herzen der Hauptstadt treffen &#8211; dem B\u00e4renzwinger am K\u00f6llnischen Park.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1029 alignnone\" title=\"Der B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park, Berlin, von Dr. CHRISTIAN MATSCHEI - 1\" src=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_01.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_01.jpg 420w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_01-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Heutige Ansicht des B\u00e4renzwingers von der Westseite.<\/em><\/p>\n<p>Berlin ist vom Namen her schon eng mit dem gr\u00f6\u00dften Landraubtier Mitteleuropas verbunden. Unz\u00e4hlige Bronze- und Steinskulpturen, Brunnen, Reliefs- und Firmenlogos verweisen auf eine sehr enge Beziehung der 774 Jahre alten Stadt mit der Tierart. Unklar ist bis heute jedoch ihre Namensgebung. Einige vermuten, sie ginge auf ALBRECHT I. zur\u00fcck, der angeblich als \u201eDer B\u00e4r\u201c bekannt war und als Eroberer und Gr\u00fcnder der Mark Brandenburg gilt. Eine andere Theorie von Dr. THEODOR ZELL bezieht sich auf eine Anlehnung an das indoeurop\u00e4ische Wort \u201e(w)erl\u201c, welches f\u00fcr sumpfiges Gel\u00e4nde steht. Tats\u00e4chlich entstand das heutige Berlin am flachen Spreeufer aus der damaligen Doppelstadt C\u00f6lln und Berlin. Das an solchen Stellen viel Wildwechsel auftrat und hier sicher auch B\u00e4ren lebten, ist ebenso denkbar.<\/p>\n<p>Wie auch immer, der B\u00e4r ziert das Stadtwappen seit dem Jahre 1280 und dies ist bis in unsere heutige Zeit erhalten geblieben. Jedoch ist es erstaunlich, dass sich eine \u201eehrende\u201c Berliner B\u00e4renhaltung recht sp\u00e4t ergab. Die Stadt Bern in der Schweiz hingegen ist ebenfalls eng mit dem B\u00e4ren verbunden und stellte von 1530 bis 2009 das Wappentier, abgesehen von historischen Stadtgr\u00e4ben, in insgesamt 4 Berner B\u00e4rengraben aus (MATSCHEI 2003). Heute werden die beiden Braunb\u00e4ren \u201eFinn\u201c (* 2006) und \u201eBj\u00f6rk\u201c (* 2000) in einer angrenzenden knapp 6.000 m\u00c2\u00b2 gro\u00dfen Naturanlage gezeigt. Der ehemalige B\u00e4rengraben von 1857 dient nun als begehbare Touristenattraktion mit zahlreichen Informationen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1031 alignnone\" title=\"Der B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park, Berlin, von Dr. CHRISTIAN MATSCHEI - 2\" src=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_02.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"477\" srcset=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_02.jpg 360w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_02-226x300.jpg 226w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Die B\u00e4rendamen \u201eMaxi\u201c und \u201eSchnute\u201c 2010.<\/em><\/p>\n<p>Es war ein lange gehegter Wunsch der Berliner ihr Wappentier in der Stadt lebendig zu erleben. Im Jahre 1937 kam es zu einem \u00f6ffentlichen Aufruf, der von der Berliner Zeitung (BZ) unterst\u00fctzt wurde. Der damalige Oberb\u00fcrgermeister von Berlin und Stadtpr\u00e4sident Dr. LIPPERT bef\u00fcrwortete den Gedanken und lie\u00df zwei Standorte pr\u00fcfen. Neben einer m\u00f6glichen Anlage nahe des Gro\u00dfen Sterns im Berliner Tiergarten stand im \u201eGr\u00fcndungszentrum\u201c der Stadt der 1873 angelegte und etwa 2 ha gro\u00dfe K\u00f6llnische Park zur Besprechung (UNGER 2001). Bereits 1938 hatte man sich f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige Haltung in Berlin-Mitte entschieden (UNGER 2000).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung gewann man den Architekten GEORG ERNST KARL LORENZ, der das dortige von LUDWIG HOFFMANN erbaute Stra\u00dfenreinigungsgeb\u00e4ude zu einem B\u00e4renzwinger umbauen sollte. Noch w\u00e4hrend der Bauzeit wollten die BZ und der Tierpark in Bern jeweils einen Braunb\u00e4ren zur Verf\u00fcgung stellen. Das Schweizer Tier sollte bei einer vorzeitigen Ankunft im Berliner Zoo untergebracht werden. Doch kam es nicht dazu. Bedingt durch das Heranwachsen der bestellten Jungb\u00e4rendame \u201eLeni\u201c und einer Seuchenregelung wurden zwei Ersatztiere direkt an den fertiggestellten B\u00e4renzwinger abgegeben.<\/p>\n<p>Am 17.08.1939 konnte um 15:00 Uhr unter der Teilnahme von tausenden Berlinern die neue Tieranlage eingeweiht werden. Die neue Attraktion im Stadtzentrum bestand aus drei B\u00e4renk\u00e4figen, einem Lagerraum f\u00fcr Stroh, einem Lagerraum f\u00fcr Futter, einem Innenhof mit Oberlicht, einen Pumpenkeller, zwei Ausl\u00e4ufen und zwei Wassergr\u00e4ben (UNGER 2001). Um den scharfen Krallen keinen starken Hausabrieb zu bieten verwendete man sogar Teakholz. Der Zugang zu den Stallungen erfolgte f\u00fcr die Pfleger, wie auch heute noch, von der Seite des Hauses. Der Zwinger war mit Rathenower Klinker verkleidet und das damalige Wappen der Stadt, gefertigt vom Bildhauer LUDWIG ISENBECK aus Friedenau, hing \u00fcber den Zwingereingang.<\/p>\n<p>Zur Er\u00f6ffnung der Anlage wurden bereits vier B\u00e4ren gezeigt: \u201eUrs\u201c (*28.12.1938 in Bern), \u201eVreni\u201c (02.01.1939 in Bern) und zwei am 13.01.1938 im Zoo Berlin geborene B\u00e4rendamen. Eines der Tiere war ein Geschenk des Tiergartens an den B\u00e4renzwinger, das andere Weibchen wurde von der BZ gestellt. Wenige Tage vor der Einweihung kam es zu einem gro\u00dfen Preisausschreiben zur Namensfindung der in Berlin geborenen Braunb\u00e4ren. Unter reger Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit wurde sich f\u00fcr die Namen \u201eJule\u201c und \u201eLotte\u201c entschieden. Im April 1941 kam noch ein weiterer Braunb\u00e4r hinzu, der, aufgrund seiner Maskottchenfigur eines Geschwaders bei der Luftwaffe, \u201eGeschwaderb\u00e4r\u201c, \u201eStaffelb\u00e4r\u201c, Teddy\u201c oder manchmal auch \u201ePurzel\u201c genannt wurde (UNGER 2001).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Betreuung der Tiere am K\u00f6llnischen Park wurde der gelernte Fleischer WALTER USSLEPP beauftragt. Erst nach dem Krieg kam als weiterer Pfleger AUGUST PORATH hinzu.<\/p>\n<p>Bis 1945 \u00fcberstanden die Berliner B\u00e4ren die Wirren des 2. Weltkrieges. In dieser Zeit wurde sogar Gem\u00fcse auf dem Berliner Alexanderplatz angebaut und an die Tiere verf\u00fcttert. In den letzten Kriegstagen kam es durch die deutschen Streitkr\u00e4fte zum Abschuss der B\u00e4ren, vermutlich um die Gefahr eines Ausbruchs zu verhindern. Nur \u201eLotte\u201c \u00fcberlebte und siedelte am 31.05.1945 in den Berliner Zoo (UNGER 2001), hatte dort mehrfach Nachwuchs und verstarb 06.02.1971 (UNGER 2000). Nach dem Krieg wurde der B\u00e4renzwinger mit Sand gef\u00fcllt und diente den Kindern als Spielplatz.<\/p>\n<p>Erneut war es die Berliner Bev\u00f6lkerung, die sich nach dem Krieg B\u00e4ren in ihrer Stadt w\u00fcnschte und ebenso war erneut die BZ unterst\u00fctzend t\u00e4tig. Zur Wiederer\u00f6ffnung am 29.11.1949 konnte ein junges B\u00e4renpaar (*27.01.1948 und *15.02.1948) aus Bern ausgestellt werden, welches kurzzeitig im Zoo Leipzig untergebracht war (UNGER 2000). Zahlreiche Namensvorschl\u00e4ge und die mittlerweile beliebte traditionelle Taufe mit den Berliner Kindern f\u00fchrten am 16.12.1949 zu \u201eNante\u201c und \u201eJette\u201c. Die \u00fcber lange Zeit ber\u00fchmtesten B\u00e4ren der Stadt zeugten insgesamt\u00c2\u00a033 Jungtiere. Unter ihnen sogar viermal Drillinge und neunmal Zwillinge. Die erste Geburt im K\u00f6llnischen Park erfolgte am 12.01.1952 und die Jungb\u00e4ren wurden auf \u201eNese\u201c und \u201eJurke\u201c getauft. Beide Tiere zogen 1954 in die neu errichtete B\u00e4renanlage der Berliner Wuhlheide um. Ein Jahr sp\u00e4ter erblickten \u201ePiefke\u201c und \u201eRieke\u201c das Licht der Welt. Erst sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass \u201ePiefke\u201c ein Weibchen war und wurde in \u201eJulchen\u201c umgetauft. Sie lebte bis zu ihrem Tod am 22.10.1981 im Zwinger. B\u00e4renmann \u201eNante\u201c verstarb am 24.03.1979 und das Weibchen \u201eJette\u201c am 13.11.1984.<\/p>\n<p>Ab 1964 stand der B\u00e4renzwinger in der Regie des Tierpark Berlins und zahlreiche Jungtiere gelangten in das dortige Jungb\u00e4rengehege des Kinderzoos. Von dort gelangten die Jungb\u00e4ren in die verschiedensten Tierg\u00e4rten der DDR (UNGER 2000). Die Anlage jedoch am K\u00f6llnischen Park blieb in Verwaltung des Bezirksamtes Berlin-Mitte (UNGER 2001).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1033 alignnone\" title=\"Der B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park, Berlin, von Dr. CHRISTIAN MATSCHEI - 3\" src=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_03.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"499\" srcset=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_03.jpg 374w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_03-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><br \/>\n<em>\u201eSchnute\u201c ist seit 2007 die erste offizielle Stadtb\u00e4rin Berlins.<\/em><\/p>\n<p>Nach dem Tod von \u201eNante\u201c zogen die im Tierpark Sta\u00dffurt geborenen B\u00e4rengeschwister \u201eTaps\u201c und \u201eSchnute\u201c (*18.01.1981) in den Zwinger. Ihr erster Nachwuchs kam 14.01.1986 zur Welt, von dem das m\u00e4nnliche Jungtier gefressen wurde und \u201eMax\u201c aufgezogen wurde. Erst sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass \u201eMax\u201c ein Weibchen ist und wurde in \u201eMaxi\u201c umbenannt. Bis heute lebt die B\u00e4rendame an der Spree.<\/p>\n<p>\u201eTaps\u201c musste aufgrund eines H\u00fcftleidens im Mai 1991 eingeschl\u00e4fert werden. F\u00fcr ihn zog \u201eTilo\u201c (*08.01.1990) aus Bischofswerda erst in den Tierpark Berlin, dann im selben Jahr in den B\u00e4renzwinger zu \u201eSchnute\u201c. Der B\u00e4renmann, der als Stadtb\u00e4r ebenfalls sehr popul\u00e4r war, erlag im Alter von nur 17 Jahren dem Lymphdr\u00fcsenkrebs. 1994 gebar \u201eSchnute\u201c drei B\u00e4renjunge und \u201eMaxi\u201c zwei. Da der B\u00e4renzwinger jedoch nur Platz f\u00fcr drei B\u00e4ren bietet, wurden die f\u00fcnf B\u00e4renkinder des Jahres 1994 abgegeben.<\/p>\n<p>Es waren die letzten Jungtiere des B\u00e4renzwingers. \u201eAtze\u201c, \u201eB\u00e4rolina\u201c und \u201eRieke\u201c gingen als Geschenk des regierenden B\u00fcrgermeisters von  Berlin an den Zoo von Buenos Aires, Argentinien. Die beiden anderen Jungb\u00e4ren \u201eAlex\u201c und \u201ePiefke\u201c reisten im November 1994 nach Carbaceno in Nordspanien.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1035 alignnone\" title=\"Der B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park, Berlin, von Dr. CHRISTIAN MATSCHEI - 4\" src=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_04.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_04.jpg 420w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/dr-matschei_04-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Die beiden Braunb\u00e4ren bei einer besucherumringten F\u00fctterung mit Frau FALK.<\/em><\/p>\n<p>Insgesamt wurden zwischen 1939 und 2011 55 Braunb\u00e4ren gehalten von denen zwischen 1952 und 1994 47 Tiere hier geboren wurden. Heute leben nur noch die amtierende Stadtb\u00e4rin \u201eSchnute\u201c und ihre Tochter \u201eMaxi\u201c im K\u00f6llnischen Park. Sie genie\u00dfen die umsorgte Pflege durch die beiden Betreuerinnen BRIGITTE KUTZNER und MARLIES GNAD. In mehrmaligen F\u00fctterungen, die ausschlie\u00dflich durch die Pfleger durchgef\u00fchrt werden, erhalten die Tiere eine ausgewogene Ern\u00e4hrung, die sie auch nach B\u00e4renmanier in der Bodenstreu, zwischen \u00c4sten oder auf Baumst\u00e4mmen suchen m\u00fcssen. Eine komplette Sanierung des Zwingers in den 1990er Jahren bot zahlreiche Verbesserung f\u00fcr die  Lebensqualit\u00e4t der Tiere. Zu diesen geh\u00f6ren u.a. zwei nat\u00fcrlich gestaltete Freianlagen, der Einbau von Fu\u00dfbodenheizungen, eine \u00dcberarbeitung des Wassergrabens, ein neues Management im Umgang mit den B\u00e4ren sowie eine Verbesserung der Besucherinformation f\u00fcr die etwa 100.000 Interessierten jedes Jahr.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Erhalt des Zwingers, der Verbreitung seines Bekanntheitsgrades und der Pflege der B\u00e4rentradition Berlins engagiert sich der 1994 gegr\u00fcndete Verein \u201eBerliner B\u00e4renfreunde e.V.\u201c. Unter der langj\u00e4hrigen Leitung von BERNDT UNGER und seit 2006 CHRISTA JUNGE ist eine nahezu verschwundener Blick f\u00fcr die Berliner B\u00e4ren wiedergekehrt. Der Verein bem\u00fcht sich um die Erforschung der \u201eB\u00e4rentradition\u201c der Stadt, r\u00fcckte den Geburtstag Berlins wieder ins Augenmerk und steht im Kontakt mit anderen \u201eB\u00e4renl\u00e4ndern\u201c.<\/p>\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass der 72-j\u00e4hrige B\u00e4renzwinger am K\u00f6llnischen Park auch in der Zukunft eine wichtige Begegnungsst\u00e4tte mit der Berliner Tradition bleibt. Vermutlich nicht in Form einer Tierhaltung, aber wom\u00f6glich als bedeutender Informationsort einer tierliebenden Stadtbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>MATSCHEI, CH. (2003): Zu Gast in den wissenschaftlich geleiteten Tierg\u00e4rten der Schweiz\u00c2\u00a0Teil 1. Takin 12. Jahrgang, Heft 2\/2003. S. 31 &#8211; 32. Berlin.<\/li>\n<li>UNGER, B. (2000): Der Berliner B\u00e4r: Ein Streifzug durch Geschichte und Gegenwart.\u00c2\u00a0M\u00fcnchen-Berlin.<\/li>\n<li>UNGER, B. (2001): Die Berliner Stadtb\u00e4ren im K\u00f6llnischen Park. Bongo 31, S. 12 &#8211; 20.\u00c2\u00a0Berlin.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Abbildungen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Abb. 1: Heutige Ansicht des B\u00e4renzwingers von der Westseite.<\/li>\n<li>Abb. 2: Die B\u00e4rendamen \u201eMaxi\u201c und \u201eSchnute\u201c 2010.<\/li>\n<li>Abb. 3: \u201eSchnute\u201c ist seit 2007 die erste offizielle Stadtb\u00e4rin Berlins.<\/li>\n<li>Abb. 4: Die beiden Braunb\u00e4ren bei einer besucherumringten F\u00fctterung mit Frau FALK.<\/li>\n<li>Alle Aufnahmen Dr. CH. MATSCHEI, 2010.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Christian Matschei\u00c2\u00a0und der Zustimmung des Vereins der ZOOFREUNDE HANNOVER e.V.\u00c2\u00a0darf an dieser Stelle der folgende Artikel \u00fcber den B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park ver\u00f6ffentlicht werden.\u00c2\u00a0Vielen Dank daf\u00fcr.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2,28],"tags":[],"class_list":["post-1021","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-barenzwinger","category-jahr-2011"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1021"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1021\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1284,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1021\/revisions\/1284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}