{"id":11518,"date":"2018-04-24T17:29:46","date_gmt":"2018-04-24T15:29:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=11518"},"modified":"2018-04-25T16:36:43","modified_gmt":"2018-04-25T14:36:43","slug":"gedenkstein-berliner-baer-in-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/gedenkstein-berliner-baer-in-wuppertal\/","title":{"rendered":"Gedenkstein &#8211; Berliner B?r in Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p>1962 provisorische Mauer im Rathaus Wuppertal, 1971 Berliner B?r auf dem Berliner Platz<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em><strong>1962 provisorische Mauer im Rathaus Wuppertal, 1971 Berliner B?r auf dem Berliner Platz<\/strong><\/em><\/p>\n<p>W?hrend einer Kundgebung am 17. Juni 1962 (bis 1990 war der 17. Juni der Tag der deutschen Einheit) wurde vor der Stadthalle in Elberfeld provisorisch eine Mauer errichtet, die am 18. Juni 1962 im Foyer des Barmer Rathauses einen festen Platz fand.<br \/>\nDie vier Meter lange Mauer mit der gemalten Aufschrift ?13. August 1961? erinnerte an die Errichtung der Berliner Mauer an jenem Datum durch die DDR.<\/p>\n<p>Quelle: General-Anzeiger der Stadt Wuppertal, vom 19. Juni 1962<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Mahnmal und Symbol der deutschen Teilung stand sie, durchaus umstritten, f?r neun Jahre im Barmer Rathaus. Die einen sahen in ihr eine Verniedlichung der Berliner Mauer, die anderen ein Mahnmal gegen Unmenschlichkeit und die Spaltung Deutschlands. Anf?ngliche Pl?ne, die Mauer an der ?Berliner Allee? (heute nur Berliner Stra?e) aufzustellen, wurden nicht verwirklicht.<\/p>\n<p>Rolf Heyen, Berliner Bundestagsabgeordneter, erfreut die Tatsache, dass der Stadtrat von Wuppertal beschlossen habe, die Mauernachbildung im Rathaus abzurei?en und stattdessen auf dem Berliner Platz einen Berliner B?ren aufzustellen. Er zeigt sich von dieser Ma?nahme angetan, da der B?r das Image und das Lebensgef?hl Berlins besser repr?sentiere als eine starre Mauer.<\/p>\n<p>Quelle: Westdeutsche Rundschau vom 10. Mai 1971<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Berliner Platz<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Auf dem Berliner Platz, in Oberbarmen wurde am 30. April 1971 um 15 Uhr der Berliner B?r des Wuppertaler Bildhauers Fritz Bernuth eingeweiht, gewisserma?en als neues Zeichen der Einheit Deutschlands und der Solidarit?t der Wuppertaler mit den (West-)Berlinern. Bei strahlendem Sonnenschein, flotter Musik der Polizeimusikkapelle blieben die Wuppertaler B?rger stehen, um der Einweihung zuzusehen. Zu dem Festakt waren viele Vertreter Wuppertals erschienen. Darunter Polizeidirektor Dr. Kurt W?hler, Gartenbaudirektor Per Halby Tempel, Baudezernat Norbert Jensen, Stadtdirektor Friedrich Platte, SPD-Fraktionsvorsitzender Walter Jahnke, die SPD-Stadtverordneten Ruth Kolb-L?nemann, Paul Arnold und andere.Landesminister Johannes Rau nahm ebenfalls teil.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Eine Berliner Delegation und der Berliner Bezirksb?rgermeister des Patenstadtteils Sch?neberg Hans Kettler, waren zu Gast. Er enth?llte zusammen mit Oberb?rgermeister Gottfried Gurland die Skulptur des Wuppertaler BildhauersFrits Bernuth. In seiner Einweihungsrede erkl?rte er, dass der Berliner B?r zwar eine k?nstlerische Bereicherung des Platzes darstelle, diese aber hinter der politischen Bedeutung zur?cktrete, n?mlich der Teilung Berlins. Denn Berlin ist immer noch geteilt. ?Es ist immer noch der Eiserne Vorhang, der durch unser Land geht.?<\/p>\n<p>Die Berliner w?ssten besser, was die Teilung bedeute und sie wollten kein Pathos, womit er Bezug zur Debatte im Wuppertaler Rathaus &nbsp; nahm. Fest stehe aber: ?Die Teilung einer Stadt ist Elend einer Stadt. Wir in Wuppertal leben nicht im Alltag einer Teilung, wie Berlin.?<\/p>\n<p>Mit der Enth?llung des Berliner B?ren werde ein Wahrzeichen f?r eine Stadt in Obhut genommen, die den Wuppertalern nicht gleichg?ltig sei. ?Wir denken an Berlin!?<br \/>\nBezirksb?rgermeister Kettner von der Partnerstadt Berlin ?berbrachte die Gr??e und Berlin und dankte den Wuppertalern.<br \/>\nWir wollen hoffen, dass durch Taten die Teilung ?berwunden wird. Der Berliner B?r soll daran erinnern.<\/p>\n<p>Die Wuppertaler CDU war diesem Akt ferngebliebenen, da sie vier Tage zuvor in einer Abstimmung ?ber den Abriss das Mahnmals zur Berliner Mauer im Rathaus unterlegen war.<\/p>\n<p>Der ?Berlin-Gedenkstein? besteht aus hellgrauem Granit, ist 3,5 Meter hoch und 2,5 Tonnen schwer, er steht auf einem Sockel. Der Berliner B?r wurde auf beiden Seiten des Steines herausgearbeitet, er schreitet nach links, und unter ihm befindet sich die Inschrift. Das der Stein auf beiden Seite den B?ren zeigt, steht in keinen Unterlagen.<\/p>\n<p><em><strong>Fritz Bernuth &#8211; Bildhauer<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Fritz Bernuth (geb. 1904 in Elberfeld, verst. 1979 in Wuppertal) war ein deutscher Bildhauer und Porzellandesigner.<\/p>\n<p>Bernuth, Sohn des Malers Max Bernuth, machte sich vor allem einen Namen durch seine Tier- und Portr?tskulpturen.<br \/>\n1918 begann er sein Kunststudium an der Kunstgewerbeschule Elberfeld und von 1919 bis 1921 absolvierte er eine<br \/>\nLehre als Holz- und Steinbildhauer in Wiedenbr?ck. Mit Gerhard Schliepstein teilte er sich von 1926 bis 1945 ein<br \/>\ngemeinsames Atelier. F?r die Porzellanmanufakturen Berlin, F?rstenberg, Mei?en und Rosenthal entwarf er zahlreiche<br \/>\nFiguren, unter anderem die Tierfigur ?Junger Affe (Mantelpavian)? (1936).<\/p>\n<p>Der von der Heydt-Kulturpreis (bis 2007 Eduard von der Heydt-Kulturpreis) ist der bedeutendste Kulturpreis der<br \/>\nStadt Wuppertal. Am 24. Juli 1954 wurde der Kulturpreis an Fritz Bernuth (1904-1979), Bildhauer ?berreicht.<\/p>\n<p>Von 1957 bis 1959 wurde mit seiner Hilfe der Wuppertaler Gerechtigkeitsbrunnen restauriert, dessen von dem<br \/>\nBildhauer Bernhard Hoetger stammende Figuren von den nationalsozialistischen Machthabern als ?Entartete Kunst? zerst?rt wurden.<\/p>\n<p>1974 fand im Von der Heydt-Museum Wuppertal eine Ausstellung seines Lebenswerkes von 1919 bis 1973 statt.<\/p>\n<p>Quelle: Wikipedia<\/p>\n<p><em><strong>BERLINER PLATZ &#8211; Berliner B?r<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Denkmalschutz<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Der Berliner B?r in Wuppertal steht unter Denkmalschutz. Am 14.12.2015 wurde er unter der Denkmalnummer 4241 eingetragen.<br \/>\nNach der Wiedervereinigung hat sich der den Berliner B?ren innewohnende Kontext ver?ndert und ist ganz im Sinne der Initiatoren zu einem Zeugnis einer vergangenen politischen, sozialen sowie historischen Epoche geworden. Heute sind die Berliner B?ren ein historisches Dokument f?r die Teilung Deutschlands im ?ffentlichen Raum und erinnern an dieses Kapitel der deutschen Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1962 provisorische Mauer im Rathaus Wuppertal, 1971 Berliner B?r auf dem Berliner Platz<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,23,55,237,3],"tags":[],"class_list":["post-11518","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berliner-bar","category-berliner-mauer","category-jahr-2018","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11518","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11518"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11518\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11691,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11518\/revisions\/11691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}