{"id":12256,"date":"2018-08-28T19:59:31","date_gmt":"2018-08-28T17:59:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=12256"},"modified":"2018-09-10T23:52:51","modified_gmt":"2018-09-10T21:52:51","slug":"berliner-meilenstein-in-karlsruhe-steht-wieder-an-der-durlacher-allee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/berliner-meilenstein-in-karlsruhe-steht-wieder-an-der-durlacher-allee\/","title":{"rendered":"Berliner Meilenstein in Karlsruhe steht wieder an der Durlacher Allee"},"content":{"rendered":"<p>Presseinformation vom 28. August 2018<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong><em>Presseinformation vom 28. August 2018<\/em><\/strong><br \/>\nKASIK &#8211; Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH<\/p>\n<p>Karlsruhe hat seinen Berliner Meilenstein wieder: Heute (28. August) wurde in der Durlacher Allee der r\u00f6tliche Stein wieder aufgestellt, der jahrzehntelang die Entfernung von diesem Punkt in Karlsruhe nach Berlin verk\u00fcndete &#8211; n\u00e4mlich 700 Kilometer. Der 2,2 Tonnen schwere Stein war im September 2011 entfernt worden, nachdem am Durlacher Tor die Arbeiten an der k\u00fcnftigen unterirdischen Haltestelle begonnen hatten. Zwischenzeitlich wurde er bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) sorgsam im Bauhof geh\u00fctet. In Absprache mit der Denkmalbeh\u00f6rde wird der Stein nach seiner heutigen Aufstellung in den n\u00e4chsten Tagen fachm\u00e4nnisch gereinigt, so dass er wieder seinen alten r\u00f6tlichen \u201eGlanz\u201c erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Mit diesem Karlsruher und weiteren bundesweit errichteten \u201eBerliner Meilensteinen\u201c eng verkn\u00fcpft ist ein Kapitel innerdeutscher Geschichte: Um trotz der deutschen Teilung nach dem Kriegsende 1945 die Erinnerung an die ebenfalls geteilte, aber zus\u00e4tzlich rundum von der \u201eOstzone\u201c, der sp\u00e4teren Deutschen Demokratischen Republik (DDR) umgebene ehemalige deutsche Hauptstadt Berlin wach zu halten, verf\u00fcgte der damalige Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm 1953 die Aufstellung von Steinen, die immer einen (Berliner) B\u00e4ren zeigten und zus\u00e4tzlich die Entfernung angaben vom Aufstellort nach Berlin, genauer: zum heutigen Marion-Gr\u00e4fin-D\u00f6nhoff-Platz an der Leipziger Stra\u00dfe in Berlin-Mitte. Hier steht n\u00e4mlich eine Kopie des \u201eNull-Meilensteins\u201c von 1730 aus preu\u00dfischer Zeit.<\/p>\n<p>Die Berliner Meilensteine wurden urspr\u00fcnglich entlang von Autobahnen platziert. Jeweils im Abstand von 100 Kilometern sollte ein Stein aufgestellt werden, hatte sich das der Initiator der Aktion, Gerd Bucerius, damals Berlin-Beauftragter der Bundesregierung, gedacht. Doch soweit kam es nach Aufstellung des ersten Steins 1954 an der Autobahn A 3 bei der Rastst\u00e4tte Fernthal durch den damaligen Bundespr\u00e4sidenten Theodor Heuss nicht, obwohl die Steine kostenlos von der Regierung bereitgestellt wurden. Stattdessen ergriffen etliche Kommunen die Gelegenheit, einen Meilenstein zu errichten &#8211; in der Gestaltung waren sie frei. Etwa 300 \u201ekommunale\u201c Steine sollen im Laufe der Jahre gesetzt worden sein &#8211; zum Teil noch in den 1980er Jahren, die f\u00fcr das Ende der deutschen Teilung 1989 stehen.<\/p>\n<p>Der Karlsruher Gedenkstein f\u00fcr Berlin steht seit 1961 an der Durlacher Allee: Am 4. November 1959 schlug der Bund der Berliner und Freunde Berlins, Kreisverband Karlsruhe, dem damaligen Oberb\u00fcrgermeister G\u00fcnther Klotz &#8211; zugleich auch Schirmherr des Kuratoriums unteilbares Deutschland &#8211; vor, einen Gedenkstein f\u00fcr Berlin aufzustellen. Bereits am n\u00e4chsten Tag antwortet Klotz, dass er diesen Vorschlag \u201edem Gemeinderat in seiner n\u00e4chsten Sitzung positiv unterbreiten\u201c wolle. Am 14. Juli 1960 billigte der Kulturausschuss den vom Oberb\u00fcrgermeister vorgeschlagenen Standort f\u00fcr den Gedenkstein am Durlacher Tor, verwirft allerdings die vom Bund der Vertriebenen angeregte Aufnahme der Ostgebiete in den Gedenkstein mit dem Hinweis auf die Stra\u00dfenbenennungen&nbsp; in der Waldstadt. Im November 1960 beauftragte der Gemeinderat den Gr\u00f6tzinger Bildhauer Josef Weber mit der Herstellung des Gedenksteins, der dann am (damaligen) Tag der deutschen Einheit, am 17. Juni 1961, aufgestellt wurde.<\/p>\n<p>Der heute wiederaufgestellte Stein ist eine Kopie: 1973 wurde der Stein durch einen Autounfall besch\u00e4digt, sp\u00e4ter fiel er bei Stra\u00dfenbauarbeiten vom Sockel und musste durch einen neuen Stein &#8211; allerdings eine genaue Nachbildung des Originals &#8211; ersetzt werden. Dieser stammte aus einem Steinbruch bei Hohenwettersbach und sorgte f\u00fcr Irritationen, da er starke Maserungen, die wie Risse wirkten, sowie eine gro\u00dfe dunkle Verf\u00e4rbung aufwies.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderngg_shortcode_1_placeholder<em>Bilder: Der Berliner Meilenstein einst und jetzt: Bis 2011 stand der Stein an der Durlacher Allee, heute (28. August) wurde er wieder an seinen angestammten Platz gehoben. <\/em><em>Fotos&nbsp; <\/em>\u00a9 <em>KASIG<\/em><\/p>\n<p>Der Karlsruher Stein zeigt auf seiner Vorder- und auf seiner R\u00fcckseite nicht den von der Bildhauerin und Grafikerin Ren\u00e9e Sintenis entworfenen B\u00e4ren, sondern eine andere Variante eines aufrecht stehenden B\u00e4ren. Zus\u00e4tzlich tr\u00e4gt der Karlsruher Stein auch das Stadtwappen \u201eFidelitas\u201c (Treue) &#8211; und eben die Entfernungsangabe \u201e700 KM\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Herkunft und Bedeutung dieser Steine erforscht die Initiative Denkmalschutz f\u00fcr Berliner Meilensteine (BM). Aktiv bei der Beantragung von Denkmalschutz f\u00fcr Berliner Meilensteine ist zudem der Verein Berliner-B\u00e4renfreunde e. V., der auch den historischen Hintergrund der BM erforscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseinformation vom 28. August 2018<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,23,33,237,6,3],"tags":[252],"class_list":["post-12256","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berliner-bar","category-berliner-meilensteine","category-jahr-2018","category-pressemitteilungen","category-topthema","tag-karlsruhe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12256"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12256\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12292,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12256\/revisions\/12292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12256"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}