{"id":15090,"date":"2021-02-17T12:19:00","date_gmt":"2021-02-17T11:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=15090"},"modified":"2021-04-01T12:20:05","modified_gmt":"2021-04-01T10:20:05","slug":"berlin-tempelhof-schoeneberg-ot-friedenau-grazer-damm-173-179-wohnanlage-mit-zwei-berliner-baeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/berlin-tempelhof-schoeneberg-ot-friedenau-grazer-damm-173-179-wohnanlage-mit-zwei-berliner-baeren\/","title":{"rendered":"Berlin Tempelhof-Sch\u00f6neberg, OT Friedenau Grazer Damm 173 &#8211; 179 Wohnanlage mit zwei Berliner B\u00e4ren"},"content":{"rendered":"\n<p>Grazer Damm 173 bis 179<\/p>\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p>An der Wohnanlage Grazer Damm 173-179 befinden sich zwei Berliner B\u00e4ren. Sie sitzen rechts und links vor einem Tordurchgang und schauen, als ob sie auf jemanden warten. Der rechte B\u00e4r leckt sich die Pfote, beide schauen nach aussen. Ein grauer, gemaserter und oben angeschr\u00e4gter Steinsockel steht rechts und links des Einganges, auf der sich je eine r\u00f6tliche Plinthe befindet und auf der die beiden B\u00e4ren aus rotem Sandstein sitzen. Zwischen den beiden B\u00e4ren und dem Eingang befinden sich einige Treppen und am Rad befindet sich eine steinerne Begrenzung. Der Steinsockel f\u00fcr die B\u00e4ren ist der Abschluss f\u00fcr die seitliche Begrenzung.<br>Frau Tschuschke, eine Freundin unseres Vereins, war vor Ort und machte f\u00fcr uns aktuelle Fotos von den beiden B\u00e4ren. Auch wenn wir die B\u00e4ren schon einige Jahre in unserem Archiv haben, ist es gut digitale Fotos von ihnen zu bekommen. Wir danken Ihr daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>ngg_shortcode_0_placeholder        Foto \u00a9 Frau Tschuschke 2020<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Berlin Tempelhof-Sch\u00f6neberg, OT Friedenau<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Grazer Damm 173 bis 179, Wohnanlage mit zwei Berliner B\u00e4ren<br>Der Grazer Damm als Verbindung zwischen Autobahnkreuz und Insulaner entstand in den 1930er Jahren. Die Wohnsiedlung &#8222;Grazer Damm&#8220; wurde zwischen 1938 und 1940 errichtet. 1992 ist sie als Zeugnis des<br>Nationalsozialistischen St\u00e4dtebaus in die Denkmalliste eingetragen worden.<br>&#8222;Annette Tietenberg schreibt die Tierskulpturen der Siedlung, es gibt noch andere, dem Bildhauer Karl Wenke zu. Er hat nach dem Krieg die Bildhauerwerkstatt des Senats geleitet und dem zahlreiche Denkm\u00e4ler und<br>Skulpturen Berlins der 1950er Jahre zuzuschreiben sind. Tietenberg st\u00fctzt sich bei ihrer Zuschreibung auf Stilvergleiche und auf einen sich im Koblenzer Bundesarchiv befindlichen Briefwechsel zwischen Wenke<br>und GBI (Generalbauinspektor der Reichshauptstadt Berlin) aus dem hervorginge, dass Wenke f\u00fcr die Skulpturen verantwortlich sei. Auch wenn die B\u00e4ren in ihrer k\u00fcnstlerischen Gestaltung zwischen vermenschlichter<br>Darstellung der Tiere und Stilisierungstendenzen, wie wir sie noch von der Tierplastik des Art D\u00e9co kennen, nicht als erstklassig zu bewerten sind, so sind sie doch als Teil des Ensembles von gro\u00dfer Bedeutung.<br>Von der urspr\u00fcnglich wohl reicheren Ausstattung der Innenh\u00f6fe mit Plastiken ist nur noch wenig erhalten, der gesamte Bereich \u00f6stlich des Grazer Dammes hat bis auf den Schneewittchen-Brunnen keine weitere<br>plastische Ausstattung mehr. Die sehr einf\u00f6rmige Fassadenreihe der Ostseite des Grazer Dammes erh\u00e4lt durch seine Tierplastiken zumindest einige Orientierungspunkte, die Durchgangsbereiche werden so nach au\u00dfen sichtbar.&#8220;<br>(vgl.: Annette Tietenberg: Die Wohnsiedlung Grazer Damm auf dem Sch\u00f6neberger S\u00fcdgel\u00e4nde, in: Berlin in Geschichte und Gegenwart, Jahrbuch des Landesarchivs Berlin, Berlin 1994, S. 207-230, hier besonders S. 215).<br>Quelle J\u00f6rg Kuhn, Susanne K\u00e4hler &#8211; <a href=\"http:\/\/www.bildhauerei-in-berlin.de\">http:\/\/www.bildhauerei-in-berlin.de<\/a><\/p>\n\n\n<p>ngg_shortcode_1_placeholderFoto \u00a9 Frau Tschuschke 2020<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Karl Wenke, Bildhauer<\/strong><\/em><br>Geboren: 1911, Leer Ostfriesland, verstorben 1971, Berlin<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Wenke wurde am 15.10.1911 in Leer Ostfriesland geboren. Er studierte von 1935 bis 1938 an der Kunstgewerbeschule in Berlin und 1937 in Paris.<br>In Berlin stehen sehr viele Skulpturen von Karl Wenke.<br>Nachfolgend ein paar Beispiele:<br>Gedenkstein f\u00fcr die Baumspenden Westdeutscher St\u00e4dte im Gro\u00dfen Tiergarten 1952<br>Humboldt Gedenkstein im Volkspark Humboldthain 1952<br>Denkmal f\u00fcr die Opfer des 17. Juni 1955<br>Kriegsopferzeichen im Friedhof Ruhleben<br>Widder am Amtsgericht Wedding<br>Muschelkalk Stele mit Bronzekreuz Kriegsgr\u00e4ber Friedhof der St. Johannis Kirche<br>Berlin im Kulturhaus Centre Bagatelle eine Bronzeskulptur<br>Zwei Delphine Gatower Str. 14 1966 (Wilhelmstadt) im Garten der Wohnanlage<br>Ruhender J\u00fcngling Westerwaldstr. 9 (Falkenhagener Feld) Bronze 1970<br>und viele andere mehr<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle WIKIPEDIA<\/p>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Denkmaldatenbank<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Siedlung Grazer Damm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Obj.-Dok.-Nr.:<\/td><td>09066477<\/td><\/tr><tr><td>Bezirk:<\/td><td>Tempelhof-Sch\u00f6neberg<\/td><\/tr><tr><td>Ortsteil:<\/td><td>Sch\u00f6neberg<\/td><\/tr><tr><td>Strasse:<\/td><td>Grazer Damm<\/td><\/tr><tr><td>Denkmalart:<\/td><td>Gesamtanlage<\/td><\/tr><tr><td>Sachbegriff:<\/td><td>Mietshausgruppe &amp; Siedlung<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Datierung:<\/td><td>1938-1940<\/td><\/tr><tr><td>Entwurf:<\/td><td>Virchow, Hugo &amp; Pardon, Richard &amp; Cramer, Carl &amp; Danneberg, Ernst (Architekt)<\/td><\/tr><tr><td>Bauherr:<\/td><td>Gemeinn\u00fctzige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Literatur:<\/td><td>Architekten- und Ingenieurverein Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten, Band IV, Teil A, 1970 \/ Seite 92, 323, 324, 466\/67 Huse, Norbert: Bauten des &#8222;Dritten Reiches&#8220;, in: Verloren &#8211; gef\u00e4hrdet &#8211; gesch\u00fctzt, Berlin 1988 \/ Seite 136-143 Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Berlin, Bezirk Tempelhof-Sch\u00f6neberg, Ortsteil Sch\u00f6neberg, Petersberg 2018 \/ Seite 39f., 239, 263f., 322, 332 Haben, Michael: Berliner Wohnungsbau 1933-1945, Mehrfamilienh\u00e4user, Wohnanlagen und Siedlungsvorhaben, Berlin 2017 \/ Seite 490-494 Donath, Matthias: Architektur in Berlin 1933-45, Ein Stadtf\u00fchrer, Berlin 2004 \/ Seite 32, 172 f. Sch\u00e4che, Wolfgang: Architektur und St\u00e4dtebau in Berlin zwischen 1933 und 1945, Berlin 1991 \/ Seite 487 ff.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Quelle LDA Berlin<\/p>\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grazer Damm 173 bis 179<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,413,411,23,59,412,414,213,410,374,3],"tags":[],"class_list":["post-15090","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-annette-tietenberg","category-berlin-tempelhof-schoeneberg-ot-friedenau","category-berliner-bar","category-bildhauer","category-bildhauer-karl-wenke","category-denkmaldatenbank","category-denkmalschutz","category-grazer-damm-173-bis-179","category-jahr-2021","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15090"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15090\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15114,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15090\/revisions\/15114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}