{"id":15224,"date":"2021-06-10T20:04:00","date_gmt":"2021-06-10T18:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=15224"},"modified":"2021-06-28T20:09:52","modified_gmt":"2021-06-28T18:09:52","slug":"birds-and-buoys-09-04-13-06-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/birds-and-buoys-09-04-13-06-2021\/","title":{"rendered":"&#8222;Birds and Buoys&#8220; 09.04.-13.06.2021"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellung mit Nadja Abt, Barbara Marcel<\/p>\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p>Pressemitteilung<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ausstellung mit Nadja Abt, Barbara Marcel<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderAm 9. April 2021 er\u00f6ffnete im Berliner B\u00e4renzwinger Berlin die Doppelausstellung &#8222;Birds and Buoys&#8220; mit Arbeiten von Nadja Abt und Barbara Marcel.<br>Die Ausstellung l\u00e4sst zwei langj\u00e4hrige k\u00fcnstlerische Recherchen miteinander reagieren. Aus feministischer und querer Perspektive besch\u00e4ftigen sich die ortsspezifischen Interventionen mit der transatlantischen Arbeits- und Kulturgeschichte von Schifffahrt und Bergbau. Die Arbeiten beziehen sich gemeinsam auf Architektur und Geschichte des B\u00e4renzwingers sowie auf dessen unmittelbare Nachbarschaft mit historischem Hafen, Marinehaus und brasilianischer Botschaft.<br>In Anlehnung an Texte des Schriftstellers, Philosophen und Kulturtheoretikers \u00c3\u2030douard Glissant entwirft Nadja Abt ein &#8222;Ship of Relation&#8220;. Dabei wird die Metapher &#8222;Schiff&#8220; als m\u00e4nnlich dominierter Raum umgedeutet zu einem Ort feministischer Narrative und einer Vielheit an Beziehungen. In Anlehnung an Glissants &#8222;Our boats are open, and we sail them for everyone&#8220; (Unsere Boote sind offen und wir segeln sie f\u00fcr jede*n) betrachtet Abt das Schiff mit seiner Frauschaft als verbindungsschaffende Metapher im postkolonialen Diskurs. Die K\u00fcnstlerin bezieht konkrete Elemente der Seefahrt, wie Taue, Bojen oder Segel in ihre Gestaltung ein und verwandelt den B\u00e4renzwinger in einen Schiffsk\u00f6rper. In drei fiktiven Erz\u00e4hlungen, die auf Bootsfendern im Ausstellungsraum zu lesen sind, berichten die Stimmen an Bord \u00fcber die Absicht und Hintergr\u00fcnde ihrer Reise.<\/p>\n\n\n\n<p>ngg_shortcode_1_placeholderBarbara Marcels Filminstallation &#8222;Golden Tone&#8220; entspringt einer Recherche \u00fcber die historische Kulturlandschaft des westlichen Harzes in Deutschland, in der viele der Bergbautechnologien der Mineralbodengewinnung zuerst entwickelt und dann in die ganze Welt exportiert wurden. Neben ihrer essayistischen Form reflektiert die Arbeit die \u00dcberschneidungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser anthropogenen Landschaft durch die besondere Geschichte der Zucht, der Ausbildung und des Handels von Kanarienv\u00f6geln in der Region. In einer Videoassemblage aus H\u00e4nden und Maschinen, Silber und Serinetten (Vogelorgel), verseuchten Schwermetallh\u00fcgeln und fallenden Fichten, touristischen Touren und intimen Interviews enth\u00fcllt die ikonische Landschaft des deutschen Harzes allm\u00e4hlich ihre vielen hybriden Schichten.<br>Die Ausstellung &#8222;Birds and Buoys&#8220; er\u00f6ffnet das Programm Bricolage und damit eine Reihe von Recherchen zur weniger sichtbaren Gegenwart und Geschichte des B\u00e4renzwingers.<br><\/p>\n\n\n\n<p>B\u00e4renzwinger, Im K\u00f6llnischen Park, 10179 Berlin<br>\u00d6ffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 12 &#8211; 18 Uhr | Der Eintritt ist frei.<br>Der B\u00e4renzwinger ist barrierefrei erreichbar. G\u00e4ste mit Kommunikations- bzw. Assistenzhilfebedarf melden diesen bitte unter der Rufnummer (030) 9018 37461 oder per E-Mail an: info@baerenzwinger.berlin<br>Medienkontakt:<br>Fachbereich Kunst und Kultur: Evelyn Gregel, Tel. (030) 9018 37461<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnstlerinnen<br><strong><em>Nadja Abt<\/em><\/strong><br>Nadja Abtist K\u00fcnstlerin und Autorin und lebt zwischen Berlin und Lissabon. Abt studierte Literatur und Kunstgeschichte an der Freien Universit\u00e4t Berlin sowie Bildende Kunst an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin und der Universidad Torcuatodi Tellain Buenos Aires. In ihren Performances, Videos und Malereien konstruiert sie feministische Narrative, die sich auf die Literatur- und Filmwelt beziehen. Sie ist Teil des K\u00fcnstlerkollektivs Michelle Volta.                                Zuletzt zeigte sie Arbeiten und Performances u.a. in KW-Institutefor Contemporary Art, Berlin, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Piv\u00c3\u00b4, S\u00e3oPaulo, Casa Tri\u00c3\u00a2ngulo, S\u00e3o Paulo.<br><\/p>\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.nadjaabt.net\">http:\/\/www.nadjaabt.net<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><em>Barbara Marcel<\/em><\/strong><br>Barbara Marcel ist K\u00fcnstlerin und Filmemacherin. Marcel hat in Rio de Janeiro Filmwissenschaften studiert, h\u00e4lt einen MA vom Institut Art in Contextander Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin und ist derzeit Doktorandin an der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar als Forschungsstipendiat in der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung. Ihre Videoinstallationen und Publikationen sind oft Collagen und Essays aus gefundenen und produzierten Bildern, die auf der Geschichte von Kolonialit\u00e4ten basieren, aber auch das Experimentieren mit neuen \u00f6kologischen Beziehungen, Denk- und Praxisprozessenvorschlagen.  Ihre Arbeiten wurden u.a. im ZKM, Karlsruhe;<br>Galeria Metropolitana, Santiago de Chile; Savvy Contemporary Berlin; Broad Art Museum, Michigan; Espacio Pla, Buenos Aires; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Ce Nak &#8211; Zoologisches Museum Hamburg; V240, Amsterdam; Athens Biennale; Galerie f\u00fcr Zeitgen\u00f6ssische Kunst, Leipzig und Galeria Marta Traba; Funda\u00c3\u00a7\u00c3\u00a3o Memorialda Am\u00e9ricaLatina,S\u00e3o Paulo gezeigt.<br><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.barbaramarcel.com.br\">https:\/\/www.barbaramarcel.com.br<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><em>B\u00e4renzwinger Historisches<\/em><\/strong><br>Bis zu jenem Tag im Herbst 2015, an dem Schnute, die letzte weibliche Stadtb\u00e4rin eingeschl\u00e4fert wurde, beherbergte der B\u00e4renzwinger f\u00fcr fast achtzig Jahre mehrere Generationen von Braunb\u00e4ren, dem Berliner Wappentier.<br>Der B\u00e4renzwinger wurde am 17. August 1939 mit den vier B\u00e4ren Urs, Vreni, Lotte und Jule offiziell er\u00f6ffnet. Urs und Vreni kamen aus dem weltbekannten Berner B\u00e4rengraben und waren Geschenke der Stadt Bern anl\u00e4sslich der 700-Jahrfeier Berlins im Jahr 1937.<br>Das urspr\u00fcnglich als Stadtreinigung erbaute Geb\u00e4ude im K\u00f6llnischen Park, war vom Berliner Architekten Georg Lorenz zum B\u00e4renzwinger um- und ausgebaut worden. Eingebunden in eine fast achtzigj\u00e4hrige bewegte Stadtgeschichte stand der B\u00e4renzwinger zweimal vor dem Aus. So kamen alle B\u00e4ren bis auf Lotte w\u00e4hrend des Krieges um und der B\u00e4renzwinger selbst wurde versch\u00fcttet. Das Areal wurde dank des Einsatzes von B\u00fcrger*innen vom Schuttbefreit und am 29. November1949 mit den B\u00e4rinnen Nante und Jette wieder er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erhalt des im Ostteil der Stadt gelegenen B\u00e4renzwingers stand kurz nach dem Mauerfall angesichts seines schlechten baulichen Zustandes erneut zur Debatte, bis private Spendeninitiativen seine Restaurierung in Gang brachten. Seit etwa den Nullerjahren regte sich wiederum aufgrund von Zweifel am Wohlergehen der Tiere zunehmend Widerstandgegen die Haltung von B\u00e4ren in dem Areal.<br>Die tierschutzrechtliche Kritik veranlasste schlie\u00dflich den kommunalen Beschluss, dass nach dem Tod von Schnute keine weiteren B\u00e4ren in den Zwinger einziehen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kulturstandort<\/em><\/strong><br>Durch die \u00dcbertragung des Fachverm\u00f6gens an das Amt f\u00fcr Weiterbildung und Kultur und die Bereitstellung von F\u00f6rdermitteln durch sparten\u00fcbergreifende F\u00f6rderung ist es m\u00f6glich, im Baudenkmal B\u00e4renzwinger Ausstellungen und Veranstaltungen, Vortr\u00e4ge und Diskussionen durchzuf\u00fchren.<br>K\u00fcnstler<em>innen und Wissenschaftler<\/em>innen werden vor Ort ihre Ausstellungsideen entwickeln und in schrittweisen und behutsamen ortsspezifischen Interventionen und Rauminstallationenpr\u00e4sentieren.<br>Organisiert wird das Kulturprogramm des B\u00e4renzwingers von jungen Kurator<em>innendes FachbereichsKunst, Kultur und Geschichte Mitte, die f\u00fcr den Zeitraum ihres wissenschaftlichen Volontariats den B\u00e4renzwinger als Ort der Praxis und des Lernens zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Damit hat das Amt f\u00fcr Weiterbildung und Kultur nach fast 2-j\u00e4hrigem Leerstand die Verantwortung f\u00fcr ein Kulturdenkmal \u00fcbernommen, das sich durch das Berliner Wappentier \u00fcber 80 Jahre zu einem stadtr\u00e4umlichen Anziehungspunkt mit hohem Bekanntheits- undSympathiewerten twickelthat. Die immense identit\u00e4tsstiftende Wirkung des B\u00e4renzwingers bei Berliner B\u00fcrger<\/em>innen ist deshalb auch von beispielhaftem Wert, sowohl f\u00fcr die k\u00fcnftige Stadtgestaltung im Bereich der n\u00f6rdlichen Luisenstadt als auch jener nahegelegenen historischen Berliner Mitte, derer sich das Bezirksamt nun angenommen hat. Ziel ist es, den Standort als \u00f6ffentlichen, kulturellen Lern-undLehrort sowie Wissensplattform f\u00fcr Stadtkultur zu entwickeln.<br>Zus\u00e4tzlich sollen durch Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen Bez\u00fcge zur kulturellen Stadtgestaltung, Berlingeschichte und Gegenwartskunst hergestellt und vermittelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt | Contact<br>B\u00e4renzwinger Rungestr.30 10179Berlin +4930901837461<br>info@baerenzwinger.berlin<br><a href=\"http:\/\/www.baerenzwinger.berlin\">www.baerenzwinger.berlin<\/a><br>facebook.com\/baerenzwinger.berlin<br>instagram.com\/baerenzwinger.berlin<br>\u00d6ffnungszeiten Dienstag-Sonntag,11-19Uhr<br>Eintrittfrei<\/p>\n\n\n\n<p>Verkehrsverbindungen U8 Heinrich-Heine-Stra\u00dfe<br>U2 M\u00e4rkisches Museum U+S Jannowitzbr\u00fccke Bus165,265,248<br>Der B\u00e4renzwinger ist barriere frei erreichbar.<br>G\u00e4ste mit Kommunikations-bzw.Assistenzhilfebedarf<br>melden diesen bitte an unterRufnummer(030)901837461 oder perE-Mailan info@baerenzwinger.berlin<br>Bezirksamt Mitte von Berlin Amt f\u00fcr Weiterbildung und Kultur Fachbereich Kunst,<br>Kultur und Geschichte Mathilde-Jacob-Platz 110551 Berlin<br>Fachbereichsleitung Dr.Ute M\u00fcller-Tischler<br>K\u00fcnstlerisches Leitungsteam :<\/p>\n\n\n\n<p>Lara Huesmann, IsabelJ\u00e4ger, Katja Kynast, Annika Maus, Malte Pieper, Lusin Reinsch, Maja Smoszna<br>Grafik: Viktor Schmidt<br>Produktion: Ulrike Riebel<br>Produktionsassistenz: Juan Pablo Nazar, David Reiber Ot\u00c3\u00a1lora<br>Mit freundlicher Unterst\u00fctzung der Senatsverwaltung f\u00fcr Kultur<br>und Europa, Fonds f\u00fcr Ausstellungsverg\u00fctungen und Ausstellungsfonds<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausstellung mit Nadja Abt, Barbara Marcel<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,166,427,23,157,204,374,428,3],"tags":[],"class_list":["post-15224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-ausstellungen","category-barbara-marcel-ist-kuenstlerin-und-filmemacherin","category-berliner-bar","category-berliner-baerenzwinger","category-berliner-stadtbaeren","category-jahr-2021","category-nadja-abtist-kuenstlerin-und-autorin","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15224"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15224\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15255,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15224\/revisions\/15255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}