{"id":158,"date":"2008-02-14T18:51:21","date_gmt":"2008-02-14T17:51:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=158"},"modified":"2009-04-13T09:40:10","modified_gmt":"2009-04-13T07:40:10","slug":"ndr-fernsehen-berichtet-vom-barenzwinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/ndr-fernsehen-berichtet-vom-barenzwinger\/","title":{"rendered":"NDR-Fernsehen berichtet vom B\u00e4renzwinger"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr eine Reportage begr\u00fc\u00dften wir ein Team vom Norddeutschen Rundfunk am B\u00e4renzwinger<!--more--><strong>Fernsehteam vom NDR bei unseren Stadtb\u00e4ren am B\u00e4renzwinger &#8211;<br \/>\nAusstrahlung im TV im M\u00e4rz<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr einen Naturfilm \u00fcber den B\u00e4renwald M\u00fcritz (Stuer) besuchte am 6. Februar 2008 ein Fernsehteam auch den B\u00e4renzwinger in Berlin. Wir als Verein besuchten den B\u00e4renwald M\u00fcritz im Sommer letzten Jahres und haben die ersten vier der dort lebenden B\u00e4ren kennengelernt. (<a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=114\">Hier klicken f\u00fcr den Bericht vom B\u00e4renwald M\u00fcritz<\/a>)<\/p>\n<p>Herr Presser (Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt), Frau Gnad (B\u00e4renbetreuerin), Herr Bathe und ich (wir vertraten unseren Verein) waren schon dort, als die Fernsehjournalistin Frau Witthuhn mit Ihren beiden Kollegen, dem Kamera-Mann  Thomas  Eichler und den Ton-Mann Stefan Bialkowski ankam.<\/p>\n<p>Trotz der Winterruhe der beiden B\u00e4rendamen war Schnute auf der rechten Freifl\u00e4che und hob neugierig ihren Kopf, aber als wir f\u00fcr sie nicht interessant waren, legte sie ihren Kopf auf die Pfoten und beobachtete uns ganz entspannt. An ihrem Ohrenspiel konnte man es gut sehen. Maxi blieb in ihrem B\u00e4renhaus. Nur wenig sp\u00e4ter kam Herr Hertwig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vom B\u00e4renwald M\u00fcritz dazu. Leider regnete es, was nicht sehr angenehm war, aber wichtig war der Inhalt dieser Gespr\u00e4chsrunde.<\/p>\n<p>Frau Witthuhn erkl\u00e4rte uns Ihr Anliegen und dann war alles viel leichter als gedacht. Wir konnten miteinander Reden und auch erz\u00e4hlen, warum wir uns so f\u00fcr unsere Berliner B\u00e4ren im B\u00e4renzwinger am K\u00f6llnischen Park einsetzen.<\/p>\n<p>Viele k\u00f6nnen sich kaum noch erinnern, aber es war so. Die B\u00e4ren  sollten nach der Wende abgeschafft werden. Der Tierpark hatte kein Geld mehr daf\u00fcr, niemand wusste ob die Stadt Berlin den Tierpark Friedrichsfelde und den Berliner Zoo weiterhin finanziell unterst\u00fctzen w\u00fcrde. Auch war das Gehege zu diesem Zeitpunkt nicht artgerecht. Aber was sollte mit den noch kleinen B\u00e4ren Maxi Schnute und Tilo geschehen? Sie symbolisieren doch unser Berliner Wappentier. Wir m\u00f6chten uns auch heute nicht vorstellen, was mit den kleinen B\u00e4ren passiert w\u00e4re. Es gab noch keine B\u00e4renparks zu dieser Zeit. Die Berliner entschieden sich f\u00fcr Ihre B\u00e4ren. Der B\u00e4renzwinger wurde der Stadt Berlin geschenkt und diese \u00fcbergab daf\u00fcr die Verantwortung dem Stadtbezirk Mitte. Dort ist das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt f\u00fcr das Wohl der B\u00e4ren zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Aber das Geld war knapp, so wurde mit Unterst\u00fctzung der Berliner Bev\u00f6lkerung und bekannter Tageszeitungen Geld f\u00fcr den Umbau des Geheges gesammelt. Auch die Politik mischte sich ein und Herr Elmar Pieroth gab die Zusage f\u00fcr die Finanzierung. Seine Bezeichnung des Zwingers als \u201cJuwel inmitten der Weltstadt\u201c verdient es festgehalten zu werden. Was sich hier so einfach liest war ein langer und harter Kampf.<\/p>\n<p>Dann wurde das Gehege 1992 umgebaut. Die Wasser- und Elektroleitungen wurden erneuert, eine neue Pumpe wurde eingebaut, es gab jetzt einen Lichthof und eine Fu\u00dfbodenheizung. Dass der Zwinger unter Denkmalschutz steht, ist bei manchen Dingen ein Problem.<br \/>\nDann gab es 1994 die gr\u00f6sste \u00dcberraschung. Schnute hatte einen Wurf von drei und Maxi zwei B\u00e4renkinder von Tilo. Er hatte durch die Eiruhe bei den B\u00e4ren alle \u00fcberlistet, denn am Ende des Sommers 1993 nahm man ihn die M\u00f6glichkeit Nachwuchs zu zeugen.<br \/>\nEs war eine Neuigkeit, die Berlin in Atem hielt. Viele tausende Berliner schauten dem Spiel der B\u00e4renkinder zu. So niedlich sie auch waren, sie konnten nicht im B\u00e4renzwinger bleiben, f\u00fcr alle B\u00e4ren war er auf Dauer zu eng. Nun wurde versucht die kleinen B\u00e4ren gut unterzubringen, aber niemand konnte und wollte sie nehmen. B\u00e4ren k\u00f6nnen bis zu 40 Jahre alt werden &#8211; die Todesspritze stand im Raum!<\/p>\n<p>Aber mit Hilfe vieler Berliner und des Berliner B\u00fcrgermeisters, der unz\u00e4hlige Brief an Zoos, Tierg\u00e4rten und auch an St\u00e4dtepartner in aller Welt geschrieben hat, gelang es erst einmal drei B\u00e4renkinder in Buenos Aires unterzubringen. Zwei B\u00e4renkinder blieben noch ein wenig hier, bis auch f\u00fcr sie ein sch\u00f6nes Quartier in einem Nationalpark in Spanien gefunden wurde.<\/p>\n<p>1994 gr\u00fcndeten wir den Verein der Berliner B\u00e4renfreunde. Wir arbeiten seitdem eng mit dem Bezirksamt zusammen und konnten schon viel f\u00fcr unsere B\u00e4ren tun.<\/p>\n<p><strong>Wichtig ist:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> Unsere B\u00e4ren k\u00f6nnen sich jederzeit zur\u00fcckziehen, egal ob Besucher da sind.<\/li>\n<li>Die B\u00e4ren werden nicht von den Besuchern gef\u00fcttert, das mitgebrachte Futter wird bei den B\u00e4renpflegerinnen abgegeben.<\/li>\n<li>Durch die Fu\u00dfbodenheizung sind die B\u00e4ren vor Arthrose gesch\u00fctzt.<\/li>\n<li>Die B\u00e4ren werden besch\u00e4ftigt, das Futter wird versteckt.<\/li>\n<li>Sie haben Rindenmulch mit Erde (wird regelm\u00e4\u00dfig ausgetauscht) vermischt zum Graben, auch Stein bzw. Beton wird zum Abwetzen der Krallen ben\u00f6tigt. Es ist sehr risikoreich einen B\u00e4ren zu narkotisieren um seine Krallen zu bearbeiten.<\/li>\n<li>Sie haben zwei Wassergr\u00e4ben und ein kleines Badebecken auf der rechten Anlage.<\/li>\n<li>Sie werden gut und liebevoll betreut.<\/li>\n<li>Der Zwinger ist um einiges gr\u00f6\u00dfer als von Gesetzgeber gefordert, wir wissen das er nicht ideal ist, aber unsere B\u00e4ren f\u00fchlen sich gut und auch der \u201eoptische Zustand\u201c, wie das Fell und Gangbild ist in Ordnung.<\/li>\n<li>Wichtig w\u00e4re es, den Gesetzgeber aufzufordern u.a. die Gr\u00f6\u00dfenangaben f\u00fcr die Unterbringung von B\u00e4ren zu \u00e4ndern.<\/li>\n<li> Die Besucher zahlen keinen Eintritt. Der B\u00e4renzwinger befindet sind in der Rungestra\u00dfe am K\u00f6llnischen Park. Im Park unter den alten B\u00e4umen laden B\u00e4nke zum Verweilen ein. Im Hintergrund ist das M\u00e4rkische Museum zu finden und ein Spielplatz f\u00fcr Kinder wurde angelegt. Unweit davon befindet sich die Spree, von dort aus kann man die Stadt per Dampfer erkunden. <\/li>\n<li> Der B\u00e4renzwinger ist verkehrsg\u00fcnstig zu erreichen. U- und S-Bahnhof Jannowitzbr\u00fccke, U-Bahnhof M\u00e4rkisches Museum und U-Bahnhof Heinrich-Heine-Strasse.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es war ein gutes und auch lehrreiches Gespr\u00e4ch. Wir danken dem NDR und Herrn Hertwig f\u00fcr den Besuch am B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park.<\/p>\n<p><strong>Geplanter Sendetermin:<\/strong> 11. M\u00e4rz 2008, 18:15 Uhr im NDR.<\/p>\n<p><em>(Christa Junge)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr eine Reportage begr\u00fc\u00dften wir ein Team vom Norddeutschen Rundfunk am B\u00e4renzwinger<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2,10],"tags":[],"class_list":["post-158","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-barenzwinger","category-jahr-2008"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=158"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":390,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158\/revisions\/390"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}