{"id":16363,"date":"2022-03-30T11:54:00","date_gmt":"2022-03-30T09:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=16363"},"modified":"2023-10-25T00:22:13","modified_gmt":"2023-10-24T22:22:13","slug":"weaving-rootsclaudia-hill-jared-gradinger-im-berliner-baerenzwinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/weaving-rootsclaudia-hill-jared-gradinger-im-berliner-baerenzwinger\/","title":{"rendered":"&#8222;Weaving Roots&#8220;Claudia Hill, Jared Gradinger im Berliner B?renzwinger"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p>&#8222;Weaving Roots&#8220; Ausstellung 25.03. 2022 &#8211; 05.06. 2022<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich ist wieder Fr?hling und die G?rtnerei geht wieder los. Diesmal auch im Berliner B?renzwinger. Denn das monotone Thema &#8222;Weaving Roots&#8220; (verwebte Wurzeln) bringt zwei k?nstlerische Individuen und ihre Praxen zusammen, die sich mit der Idee des Gartens und seinem Wirken als Ort von Gemeinschaftsbildung auseinandersetzen. Die Freifl?chen des Au?engeheges werden zu einem Garten umgestaltet.<br>In germanischen Sprachen bezeichnen die Begriffe &#8222;Garten&#8220; und &#8222;Gehege&#8220; ein umz?untes Gel?nde, in welchem entweder Pflanzen oder Tiere leben. Analog dazu gibt es das Wort &#8222;Park&#8220; &#8211; dieses weist auf die Abgrenzung und Geschlossenheit hin.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Der K?nstler <strong><em>Jared Gradinge<\/em><\/strong>r ist ein interdisziplin?rer, der in den Bereichen Performance, Tanz, Soziale Kunst und ?kologie arbeitet. Die linke Seite ist mit Obststr?uchern bepflanzt worden, es wird gehofft, das schon in diesem Jahr die ersten Beeren zu ernsten sein werden. Die rechte Seite ist mit Blumen best?ckt worden. Damit soll &#8222;Wildwuchs&#8220; in den gerade sanierten K?llnischen Park zur?ckgebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>G?rten sind von st?ndiger Verwandlung und Ver?nderung beeinflusst. Es w?chst in ihm, bl?ht, es werden Fr?chte heranreifen, manches vergeht und w?chst dann doch wieder. Es wurde eine Kirsch-Holz-Bank aufgestellt, die wir (Christa Junge und ich) sofort ausprobierten. Wir spielten &#8222;B?r&#8220; und schauten mal von innen nach au?en in den umliegenden Park. Die Einstellung zu Pflanzen, zu Lebewesen, zum G?rtnern kann m?glicherweise die Einstellung des Einzelnen zum privaten auch zum gesellschaftlichen Leben widerspiegeln. An der Wand des B?renzwingers stand eine Art Strohgarbe, die angespr?ht war und die man auch als &#8222;gro?es Mikado&#8220; interpretieren k?nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite K?nstlerin- <strong><em>Claudia Hill<\/em><\/strong> &#8211; ist eine interdisziplin?re K?nstlerin mit starkem Hintergrund in Textilkunst du Gestaltung. Sie hat mit einem 125-j?hrigen-Hochwebstuhl mehrere Bildteppiche hergestellt, wobei sie vielf?ltige Materialien verarbeitete: Stoffstreifen, Garn, Strohalme, Elektrokabel, bunte Kugeln. Der Webstuhl soll aber auch als Kommunikationswerkzeug dienen, als Spielst?tte f?r Vernetzung, Weben und Wuzeln, Verflechtung und Verwurzelung beim gemeinsamen Wirken und Weben.<br>In den ehemaligen &#8222;B?renzimmern&#8220; sind Fotografien auf gehangen worden, die von den ehemaligen F?tterungen der B?ren stammten, von den &#8222;Geburtstagstorten, die von den Pflegerinnen und Pflegern liebevoll gestaltet worden waren, auf dem Boden lagen Stroh-Futterberge. Jetzt warten wir voller Ungeduld auf die n?chsten drei Projekte, denn alle vier Jahreszeiten sollen versinnbildlicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sigrid Schuldt<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fotos der &#8222;B?rentorten&#8220; stellte unser Verein zu Verf?gung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellung 25.03. 2022 &#8211; 05.06. 2022<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>K?nstler*innen<br><strong><em>Claudia Hill<\/em><\/strong> ist eine in Berlin lebende interdisziplin?re K?nstlerin, die sich mit Performancekunst, Kost?m- und B?hnendesign, textilem Material und somatischen Praktiken besch?ftigt. Ihre Arbeiten wurden international im Kontext der darstellenden sowie bildenden Kunst pr?sentiert, u.a. auf der Paris Internationale, im Mumok in Wien w?hrend des ImPulsTanz Festivals und im HAU Hebbel am Ufer, Berlin. Ihre k?nstlerische Praxis basiert auf ihrer tief verwurzelten Beziehung zu Textilien und von Frauen ausgef?hrtem Handwerk. Sie erforscht kollektive Wege der Kommunikation durch multisensorische Erfahrungen, wie sie es in ihrem Buch Social Fabric Earth Return beschrieben hat. Das Buch ist im Verlag BOM DIA BOA TARDE BOA NOITE erschienen, anl?sslich ihrer Solo-Ausstellung in der Efremidis Gallery, Berlin, die mit einer Installation und einer Reihe von Performances w?hrend der Berlin Art Week und der Gallery Weekend Discoveries stattfand. Ihr Kurzfilm K\u014fn\u2032voi\u2032 lief auf zahlreichen Filmfestivals, z.B. Les Rencontres Intl., Paris und im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Claudia Hill hat einen Hintergrund in zeitgen?ssischem Tanz und Modedesign. Ihre Kollektionen wurden international, u.a. in Japan und New York, wo sie viele Jahre gelebt hat, pr?sentiert.<br>Sie entwarf Kost?me f?r den Choreografen William Forsythe und The Wooster Group und arbeitete h?ufig mit der Choreografin Meg Stuart zusammen. Sie wurde zu den United Scenic Artists of America zugelassen. Dar?ber hinaus konzentriert sich ihre Arbeit zunehmend auf das heilende Potential textiler Objekte und transformierender Rituale.<br><br>Dank<br>Vielen Dank f?r die Unterst?tzung w?hrend der Ausstellungsvorbereitung an Knut Berger, Stefan Rusconi, Diane Esnault, Emilia Patrignani, Eva Heller, Michela Filzi, Doreen Markert, Christa &nbsp;Junge und dem Berliner B?renfreunde e.V., sowie Henry Ollendorf und dem Team vom Stra?en- und Gr?nfl?chenamt, Berlin-Mitte.<br><br><strong><em>Jared Gradinger<\/em><\/strong> ist ein interdisziplin?rer K?nstler, der in den Bereichen Performance, Tanz, Soziale Kunst und ?kologie arbeitet. Seit er 2002 nach Berlin gezogen ist, entwickelt er langfristige Kollaborationen und k?nstlerische Praktiken, die Gemeinschaft und Natur verbinden. Dabei erforscht er Formen der Koexistenz und fragt: ?Was k?nnen wir gemeinsam tun, was wir alleine nicht tun k?nnen?? Er arbeitet seit langem mit Angela Schubot zusammen, mit der er extrem k?rperliche Arbeiten schafft, die sich mit der Aufl?sung des Selbst durch ein bedingungsloses Miteinander befassen, zuletzt in Zusammenarbeit mit der Natur und Pflanzen. In den Uferstudios (Berlin) gestaltete er als gemeinschaftliches Projekt seinen ersten Garten mit dem Namen ?Impossible Forest?, einen 240 m2 gro?en Garten, der dem Nicht- Menschlichen und Unsichtbaren gewidmet ist.<br>Derzeit arbeitet er an einem langfristigen Projekt in und mit dem Dorf Coqui, Kolumbien, mit Organizmo, Angela Schubot und dem Goethe-Institut. Dies ist Teil des gr??eren Projekts ?Herbarium? mit Angela Schubot, das die Suche nach der Aufl?sung der Dichotomie von Natur und Mensch fortsetzt, wobei sie mit Pflanzen als Vermittler*innen f?r<br>Wissenstransfer, co-kreative Strategien und k?nstlerische Angebote arbeiten. Dieses Projekt wird in Coqui, Kolumbien, Helsinki, Finnland und Berlin, Deutschland stattfinden. Gradinger ist Mitbegr?nder von Constanza Macras Dorky Park<br>(2002-2009). Er arbeitet regelm??ig mit Meg Stuart, Shelley Etkin, Stefan Rusconi, HAU und den Uferstudios zusammen. Jared hat mit William Forsythe, Jeremy Wade, Aleesa Cohene und anderen zusammengearbeitet. Er unterrichtet<br>weiterhin und bietet K?nstler*innen, Gruppen und Student*innen Mentoring an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[514,1,495,454,49,3,515],"tags":[513],"class_list":["post-16363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-125-jaehrigen-hochwebstuhl-fuer-bildweberei","category-allgemein","category-jahr-2022","category-koellnischer-park","category-kunstler","category-topthema","category-weaving-roots","tag-weaving-roots-weben-von-wurzeln"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16363"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18303,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16363\/revisions\/18303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}