{"id":165,"date":"2008-05-26T17:19:31","date_gmt":"2008-05-26T15:19:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=165"},"modified":"2009-04-13T09:41:04","modified_gmt":"2009-04-13T07:41:04","slug":"tierparkverein-bern-zu-gast-am-barenzwinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/tierparkverein-bern-zu-gast-am-barenzwinger\/","title":{"rendered":"Tierparkverein Bern zu Gast am B\u00e4renzwinger"},"content":{"rendered":"<p>Mitglieder des Tierparkvereins Bern besuchten am Samstag, den 25. Mai 2008 unsere beiden B\u00e4rendamen Maxi und Schnute am B\u00e4renzwinger.<!--more--><strong>Mitglieder des Tierparkvereins Bern besuchten am 25. Mai 2008 unsere beiden B\u00e4rendamen Maxi und Schnute am B\u00e4renzwinger.<\/strong><\/p>\n<p>Seit September 2006 pflegt unser Verein den pers\u00f6nlichen Kontakt zum Tierpark D\u00e4hlh\u00f6lzli in Bern, dem auch der dortige B\u00e4rengraben untersteht. Im Jahr 2006 hatte ich die Gelegenheit, mich mit Prof. Dr. Bernd Schildger (Direktor des Berner Tierparks) am Berner B\u00e4rengraben zu treffen und er fand unser Anliegen gut. Seitdem sind wir in regem Kontakt. Zwei Gruppen von Mitarbeitern des Tierparks und jetzt mit Herr Matthias Zach zum zweiten Mal eine Gruppe von Mitgliedern des Tierparkvereins Bern, besuchten uns und unsere Berliner B\u00e4ren im K\u00f6llnischen Park.<\/p>\n<p>Es waren gute Freunde zu Besuch. P\u00fcnktlich erreichte der Bus um 14:30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein mit der Stadtf\u00fchrerin und unseren G\u00e4sten die Rungestra\u00dfe, in der sich der B\u00e4renzwinger befindet. Mein Stellvertreter Herr Bathe, unsere Schatzmeisterin Frau Haehling von Lanzenauer und unsere Mitglieder Frau Dr. Lie\u00df, Frau Klupsch (bekannt als B\u00e4renjette), Frau Willmann und Herr Oleszczyk waren zur Begr\u00fc\u00dfung unserer G\u00e4ste erschienen. Die B\u00e4renpflegerinnen Frau Gnad und Frau Kutzner waren auch dabei. Die Besucher waren davon angetan, unsere B\u00e4rendamen in Augenh\u00f6he zu beobachten. Auf der linken Freifl\u00e4che spielte Schnute im Wasser und Maxi suchte sich Leckerbissen, die im Mulch versteckt waren. Wir tauschten Gastgeschenke aus, unsere G\u00e4ste erhielten das Buch \u201eDer Berliner B\u00e4r\u201c, unsere Vereinszeitung und den Flyer zum B\u00e4renzwinger. Unsere Freunde aus Bern brachten uns Haselnu\u00df Leckerli mit, eine s\u00fc\u00dfe Spezialit\u00e4t aus Bern. Herzlichen Dank daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung z\u00e4hlte ich die Gemeinsamkeiten von Bern und Berlin auf, die doch sehr verbindend sind. Anschlie\u00dfend berichtete ich \u00fcber die Aufgaben unseres Vereins und weihte unsere G\u00e4ste in die Geschichte des B\u00e4renzwingers ein. Dazu geh\u00f6rt, dass anl\u00e4\u00dflich des 700. Geburtstags Berlins die Stadt Bern (ebenfalls mit einem B\u00e4ren im Wappen) im Jahr 1937 zwei B\u00e4ren als Geschenk versprach. Im August 1939 kamen die beiden B\u00e4ren Vreni und Urs als Geschenk aus dem B\u00e4rengraben in Bern nach Berlin, dazu kamen zwei B\u00e4ren von der BZ am Mittag. Schwer war die Kriegszeit und die Zeit danach.<\/p>\n<p>Frau Gnad schm\u00fcckte inzwischen die rechte Seite der Freifl\u00e4che mit Leckerbissen und alle wollten nat\u00fcrlich zusehen, wie die B\u00e4ren sich ihr Lieblingsfressen in aller Ruhe aussuchten. Es gab Melonen, Apfelsinen, \u00c4pfel, Birnen und Weintrauben. Nach einer kurzen Pause berichtete ich weiter von der Geschichte unserer B\u00e4ren.<\/p>\n<p>Im Jahre 1949 wurde der Zwinger mit Nante und Jette neu er\u00f6ffnet, die mit 33 B\u00e4renkindern eine B\u00e4rendynastie begr\u00fcndeten und weltbekannt wurden. In der ehemaligen DDR wurde der B\u00e4renzwinger vom Berliner Tierpark in Friedrichsfelde betreut. Nach der Wende sollte er abgeschafft werden, er war nicht artgerecht und es waren auch keine Mittel zur Finanzierung vorhanden. Zudem steht der B\u00e4renzwinger unter Denkmalschutz. Aber was sollte mit den noch kleinen B\u00e4ren Maxi Schnute und Tilo geschehen? Sie symbolisieren doch unser Berliner Wappentier. Wir m\u00f6chten uns auch heute noch nicht vorstellen, was mit den kleinen B\u00e4ren passiert w\u00e4re. Es gab noch keine B\u00e4renparks zu dieser Zeit. Die Berliner entschieden sich f\u00fcr Ihre B\u00e4ren. Der B\u00e4renzwinger wurde der Stadt Berlin geschenkt und diese \u00fcbergab daf\u00fcr die Verantwortung dem Stadtbezirk Mitte. Dort ist das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt f\u00fcr das Wohl der B\u00e4ren zust\u00e4ndig. Viele Berliner und eine gro\u00dfe Tageszeitung sammelten damals Geld f\u00fcr den Umbau des Zwingers. 1992 bekamen unsere B\u00e4ren einen neuen Lichthof, elektrische Leitungen wurden erneuert und eine neue Pumpenanlage installiert. Die B\u00e4ren bekamen zudem eine Fu\u00dfbodenheizung.<\/p>\n<p>1993 wurde Tilo kastriert, um die M\u00f6glichkeit auszuschlie\u00dfen B\u00e4renkinder zu zeugen. 1994 war das B\u00e4renjahr, Tilo wurde Vater. Maxi und Schnute \u00fcberraschten im Januar mit je einem Wurf kleiner B\u00e4ren. Viele Berliner sahen sich die drolligen Petze an, es gab fast einen Hype wie heute bei Knut. Es war klar, dass die f\u00fcnf jungen B\u00e4ren nicht hier bleiben konnten, der Platz reichte einfach nicht. Es war schwer die Jungen unterzubringen, aber die Mitarbeit vieler hat es m\u00f6glich gemacht, dass die Berliner B\u00e4renkinder gut untergebracht wurden.<\/p>\n<p>Wir haben heute noch Kontakt zu den B\u00e4renkindern und so wissen, dass es ihnen gut geht. Leider verstarb unser Stadtb\u00e4r Tilo 2007, aber seine beiden B\u00e4rendamen vertreten ihn w\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Durch das Beobachten der B\u00e4ren kamen alle ins Gespr\u00e4ch und Herr Bathe, der B\u00e4renj\u00e4ger mit der Kamera, erz\u00e4hlte von seiner Leidenschaft b\u00e4riges in Berlin zu fotografieren und zu dokumentieren. B\u00e4renjette berichtete \u00fcber ihre Arbeit, mit Hilfe des Leierkastens (Drehorgel) Geld f\u00fcr die B\u00e4ren zu erspielen und zu spenden. Frau Gnad und Frau Kutzner haben viele Fragen der Besucher zu den B\u00e4ren beantwortet.<\/p>\n<p>Es war f\u00fcr alle ein interessanter Nachmittag und die Besucher erfuhren viel Wissenswertes \u00fcber den Berliner B\u00e4r. Der Terminplan der Gruppe war sehr eng und wir freuten uns sehr, dass Sie sich dennoch die Zeit f\u00fcr den Besuch am B\u00e4renzwinger genommen haben. Es war sch\u00f6n neue Freunde zu treffen.<br \/>\nVielleicht auf ein Widersehen in Bern.<\/p>\n<p>Die Spendenkasse am B\u00e4renzwinger wurde von den Mitgliedern der Gruppe gut gef\u00fcttert und auch zwei Spenden direkt an uns weitergegeben, die auch den B\u00e4ren zu Gute kommen werden.<\/p>\n<p>Wir danken der Stadtf\u00fchrerin f\u00fcr die sch\u00f6nen Fotos.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=147\">Bericht \u00fcber den Besuch des Tierparkvereins aus Bern im Dezember 2007.<\/a><\/p>\n<p><em>(Christa Junge)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitglieder des Tierparkvereins Bern besuchten am Samstag, den 25. 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