{"id":1790,"date":"2012-10-27T12:46:07","date_gmt":"2012-10-27T11:46:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=1790"},"modified":"2012-10-29T14:46:52","modified_gmt":"2012-10-29T13:46:52","slug":"775-jahre-berlin-im-wappen-der-stadt-ist-ein-bar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/775-jahre-berlin-im-wappen-der-stadt-ist-ein-bar\/","title":{"rendered":"775 Jahre Berlin &#8211; im Wappen der Stadt ist ein B\u00e4r"},"content":{"rendered":"<p>732 Jahre Berliner B\u00e4r<!--more-->Auf dem Siegel der Berliner K\u00fcrschnergilde von 1280 sind zum ersten Mal zwei aufrecht laufende, gepanzerte B\u00e4ren rechts und links als Schildhalter eines Wappens mit einem Adler dargestellt.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Es ist das \u00e4lteste bekannte Siegel mit B\u00e4ren. Diese Siegel gilt als Geburtsstunde des Berliner B\u00e4ren.\u00c2\u00a0Die Inschrift des Siegels lautet: \u201cSigillum burgensium de berlin sum\u00e2\u20ac\u009d, was bedeutet: \u201cIch bin das Siegel der B\u00fcrger von Berlin\u00e2\u20ac\u009d.\u00c2\u00a0Seit dieser Zeit geh\u00f6rt der B\u00e4r bis heute ununterbrochen zum Hoheitszeichen unserer Stadt in der Form von Wappen, Siegeln oder Fahnen.<\/p>\n<h3>Der B\u00e4r im Wappen der Stadt Berlin<\/h3>\n<p>Die Herrschaft des Brandenburger Adlers beziehungsweise die Koexistenz mit ihm zieht sich noch bis ins 19. Jahrhundert. Ein Siegel von 1338 mit der Inschrift \u201eS[igillum] Sekretum Civitatis Berlin\u201c (\u201eGeheimsiegel der Stadt Berlin\u201c) zeigt den Berliner B\u00e4ren bezwungen durch ein Halsband mit wehendem Adlerschild, ein anderes von 1460 zeigt ihn mit aufreitendem Adler. Die letztere Siegelvariante wird als Unterwerfung Berlins nach dem \u201eBerliner Unwillen\u201c aus den Jahren 1447\/1448 durch Friedrich II. Eisenzahn gewertet. Dieses Siegel wurde bis um 1700 mit der Inschrift \u201esigillum civitats antiqui berlin\u201c (\u00b4Das Siegel der alten Stadt Berlin\u2018) verwendet.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts hat sich der B\u00e4r endg\u00fcltig als Wappentier Berlins etabliert: man findet ihn auf M\u00fcnzen (Berliner Silberpfennig, 1369) und in Wappenb\u00fcchern (J\u00f6rg Rugenn, 1492), zunehmend in aufrecht schreitender Haltung. Bis 1920 bleiben aber neben dem B\u00e4ren auch der brandenburgische und der preu\u00dfische Adler (ab 1709) im Wappen der Stadt. Seit 1839 nachweisbar ist die\u00c2\u00a0f\u00fcnf-t\u00fcrmige Mauerkrone, die aus der franz\u00f6sischen Kommunalheraldik abgeleitet ist und wahrscheinlich bereits aus der Zeit der franz\u00f6sischen Besetzung Berlins (1806-1808) stammt. 1875 beschloss der Berliner Magistrat, den B\u00e4ren k\u00fcnftig &#8222;frei&#8220; &#8211; also ohne Halsband &#8211; im Wappen der Reichshauptstadt zu f\u00fchren. 1935 erhielt Berlin ein grafisch modern gefasstes Wappen nach dem Entwurf von Siegmund von Weech (1888-1982), das in silbernem, rotger\u00e4ndertem Schild mit stilisierter, f\u00fcnf-t\u00fcrmiger, roter Mauerkrone einen schwarzen, bewehrten und rot-zungigen B\u00e4ren zeigt. Die Wahl der Tinkturen (Wappenfarben) wurde bestimmt durch die Berliner Stadtfarben &#8211; wei\u00df und rot.<\/p>\n<p>Nach dem Zusammenschluss zu Gro\u00df-Berlin im Jahr 1920 wurde im Jahre 1935 der Berliner B\u00e4r zum alleinigen Wappentier. Seitdem wird er aufrechtgehend und krallenbewehrt dargestellt.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der B\u00e4r das Wappentier Berlins. Die von den Alliierten erlassene Vorl\u00e4ufige Verfassung von Gro\u00df-Berlin vom 13. August 1946 schrieb vor, dass Gro\u00df-Berlin Wappen und Flagge mit dem B\u00e4ren zu f\u00fchren habe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Berlin (Ost) bis 1990 das B\u00e4renwappen in der Form von 1935 gef\u00fchrt wurde, schrieb der Senat von Berlin (West), nachdem in der Verfassung des Landes vom 1. Oktober 1950 der B\u00e4r als Wappentier vorgesehen war, 1952 einen auf zw\u00f6lf namhafte Berliner K\u00fcnstler und Heraldiker beschr\u00e4nkten Wettbewerb aus. In seinem Ergebnis wurde schlie\u00dflich der (urspr\u00fcnglich zweitplatzierte) Entwurf des renommierten Heraldikers Ottfried Neubecker als Wappen des Landes Berlin angenommen. Nach der Wiedervereinigung Berlins blieb dieses Wappen das Hoheitszeichen des neuen Bundeslandes.<\/p>\n<h3>Wie Berlin zu seinem Namen kam<\/h3>\n<p>Der Berliner B\u00e4r hat sich schlie\u00dflich in der \u00fcber 775 j\u00e4hrigen Geschichte unserer Stadt gegen\u00fcber allen anderen heraldischen Machtsymbolen durchgesetzt. Unser B\u00e4r ist damit auch ein Ausdruck der Entwicklung der Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit Berlins, das den Status eines eigenst\u00e4ndigen Bundeslandes der Bundesrepublik Deutschland besitzt. Warum gerade der B\u00e4r zu unserem Wappen wurde, konnte wissenschaftlich nicht ergr\u00fcndet werden.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p>In der heraldischen Fachliteratur wird das Berliner Wappen als &#8222;redendes Wappen&#8220; bezeichnet, wobei darunter ein bildlicher Bezug des Namens zum Wappen verstanden wird. Gemeint ist hier eine Beziehung zwischen &#8222;Ber&#8220; und &#8222;B\u00e4r&#8220;. Es war fr\u00fcher \u00fcblich, Wappen aus den Anfangssilben bzw. dem Inhalt von Stadtnamen abzuleiten.<\/p>\n<p>Es gab zu damaliger Zeit eine Furt am M\u00fchlendamm, an der sich links des Spreeufers die C\u00f6llner und rechts die Berliner ansiedelten, ein Wildwechsel, der weit und breit als einzige passierbare Stelle zwischen den Spreeufern von den Ureinwohnern als solche erkannt und genutzt wurde. Die erste Beurkundung von \u201cBerlin\u00e2\u20ac\u009d erfolgte im Jahr 1244. In der slawischen Sprache ist das eine Bezeichnung f\u00fcr einen trockenen Ort oder Siedlung im Sumpf. Da Berlin aus einer Siedlung der Slawen entstand, liegt es nahe, die Bedeutung im Slawischen zu suchen. Die Beschaffenheit der Landschaft ist der Ursprung von \u201cBerlin\u00e2\u20ac\u009d. Der Namensteil \u201cBrl-\u00e2\u20ac\u009d bedeutet \u201cMorast\u00e2\u20ac\u009d oder \u201cSumpf\u00e2\u20ac\u009d. Berlin ist nun mal auf einer Sumpflandschaft entstanden. Der Rest ist ein f\u00fcr Ortsnamen \u00fcblicher Zusatz \u201c-(i)n\u00e2\u20ac\u009d. \u00dcbersetzt bedeutet Berlin so viel wie \u201cOrt im Sumpf\u00e2\u20ac\u009d. Ein weiterer Beleg von 1288 zeigt den Ort 1288 als Berlyn.<\/p>\n<p>M\u00f6gen die Wissenschaftler streiten. Wir Berliner f\u00fchren die Gr\u00fcndung unserer Stadt auf den B\u00e4ren zur\u00fcck.\u00c2\u00a0Die Menschen damals, wie heute lieben ihren B\u00e4ren. Er geht auf zwei Beinen, ist sehr stark und hat kaum Feinde. Er ist m\u00e4chtig, stark, bewehrt mit Krallen und Z\u00e4hnen, ist geschickt und schlau, hat ein dickes Fell und unbesiegbar. Berlin ohne seinen Wappen B\u00e4ren, w\u00e4re nicht das Berlin, was wir so lieben.<\/p>\n<p>Zuerst auf Siegeln, Wappen, Fahnen, sp\u00e4ter als Reliefs und Skulpturen, Brunnen und in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden ist der B\u00e4r zu sehen. \u00dcberall in der Stadt hat der Berliner B\u00e4r seine Spuren hinterlassen. Dazu geh\u00f6rt auch der B\u00e4r als lebendiges Berliner Wappentier in der Traditionsst\u00e4tte des Berliner B\u00e4ren, der B\u00e4renanlage am K\u00f6llnischen Park, die vor 73 Jahren zu seinen Ehren eingeweiht wurde. Heute eine Oase im Herzen der Stadt, an der Wiege Berlins. Der Berliner B\u00e4r geh\u00f6rt unverzichtbar zu Berlin und zur Kulturgeschichte unserer Stadt.<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p>Trotz seines Alters hei\u00dft es aber nicht, dass der Berliner B\u00e4r in die Jahre gekommen ist, sondern er hat sich dem Lebensrhythmus der Stadt angepasst, lebt mit einer Tatze am Puls der Zeit und ist immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut.<\/p>\n<p>Ein besonderer Coup war das Maskottchen f\u00fcr die Leichtathletik-WM im Berliner Olympiastadion, dem gr\u00f6\u00dften Sportereignis der Welt im Jahr 2009. \u201cDieser sportliche und freundliche B\u00e4r passt gut zu Berlin\u00e2\u20ac\u009d, meinte dazu der regierende B\u00fcrgermeister von Berlin Klaus Wowereit. Der B\u00e4r hielt auf Grund vieler Namensvorschl\u00e4ge der Fans den Namen \u201eBerlino\u201c.\u00c2\u00a0Die Werbung bedient sich seiner in allen Formen und Farben. Er wird in Logos gef\u00fchrt und macht auch Werbung. Wir denken an den HERTINO von Herta B.S.C.<\/p>\n<h3>Berlin auf dem Weg ins Mittelalter<\/h3>\n<p>Ausgrabungen der Arch\u00e4ologen auf dem Petriplatz im Berlin Mitte im M\u00e4rz 2008. Hier sto\u00dfen Arch\u00e4ologen auf immer neue Zeugen der alten Stadt und sie vermuten noch viel mehr Sch\u00e4tze im Untergrund.\u00c2\u00a0Das historische Berlin r\u00fcckt ins Bild, weil Bauleute beim Ausheben von Gruben auf alte Reste sto\u00dfen, Skelette, Ger\u00e4te und Mauerwerk der Vorfahren.<\/p>\n<p>Hinter Bauz\u00e4unen wurden Mauern und Brunnen ausgegraben und freigelegt.\u00c2\u00a0Allein \u00fcber 1000 Skelette sind bisher auf dem Petriplatz in Mitte entdeckt worden. F\u00fcnf verschiedene Kirchen standen seit dem fr\u00fchen 13. Jahrhundert auf dem Gel\u00e4nde, es brannte h\u00e4ufig, auf dem Brandschutt wurden neue Kirchen gebaut, das letzte Gotteshaus, kriegszerst\u00f6rt, lie\u00dfen Ost-Berliner Beh\u00f6rden bis 1964 abtragen.\u00c2\u00a0Wie kleinst\u00e4dtisch es auf dieser Urzelle Berlins, in C\u00f6lln, ausgesehen hat, ist auf den historischen Darstellungen der Bauzaun-Ausstellung zu besichtigen. Dahinter sind in natura die ausgegrabenen Reste der C\u00f6llnischen Lateinschule von 1350 zu sehen, die an den Friedhof grenzte. Es grenzt an ein Wunder, das alles noch erhalten ist.<\/p>\n<p>Das ist auch eine Chance, Sch\u00e4tze im Boden zu entdecken.\u00c2\u00a0Der kleine B\u00e4r mit gro\u00dfen wei\u00dfen Z\u00e4hnen und gro\u00dfen Knopfaugen gab sich durch den Lederriemen, der um das B\u00e4renmaul geschlungen ist, zu erkennen. Der B\u00e4renkopf war als Griff oder Handhabe an einem Steinzeuggef\u00e4\u00df angebracht. Ob es der Berliner oder nur irgendein B\u00e4r war, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Tierische Appliken finden sich h\u00e4ufig an Steinzeuggef\u00e4\u00dfen, sowie\u00c2\u00a0L\u00f6wenk\u00f6pfe und L\u00f6wentatzen.\u00c2\u00a0Das Grabungsteam fand, das der B\u00e4r vom Petriplatz prima zu Berlin pa\u00dft.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_5_placeholder<br \/>\n<strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologen erkl\u00e4rten den B\u00e4ren stolz zum Fund des Monats und zeigen ihn auf einem Foto der Bauzaun-Ausstellung. Die Hand, die ihn h\u00e4lt, hat auffallend dreckige Fingern\u00e4gel, was die Arch\u00e4ologen aber gar nicht peinlich ber\u00fchrt. Die bringt das W\u00fchlen in der Geschichte nun mal eben mit sich.\u00c2\u00a0Ich war am Petriplatz und habe das Foto vom Bauzaun fotografiert. Das Originalfoto ist von Leon Kahane<\/p>\n<h3>Warum geht der aufrecht abgebildete Berliner B\u00e4r nach links?<\/h3>\n<p>Die Heraldik gibt die Antwort auf die Frage: Warum geht der Berliner B\u00e4r von rechts nach links?\u00c2\u00a0Die Heraldik ist eine Wissenschaft, welche die Regeln und Br\u00e4uche zusammenfasst, nach denen Wappen gestaltet werden; sie sind auch eine Wissenschaft, die lehrt, Wappen zu beschreiben, zu bestimmen und zu zeichnen, schreibt der Autor Milan Buben im &#8222;Lexikon der St\u00e4dte und Wappen der DDR&#8220; von Bibliographischen Institut Leipzig.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>Der Ursprung der Wappenkunde wird mit &#8222;Mitte des 12 Jahrhunderts&#8220; angegeben.\u00c2\u00a0Wappen bedeutet Waffen. Die Waffen des Ritteradels waren Lanzen und Schwerter. Der Schild diente zur Verteidigung, die R\u00fcstung zum Schutz vor den Schl\u00e4gen des Gegners. Die so verh\u00fcllten K\u00e4mpfer mussten erkennbar und zu unterscheiden sein. So entwickelten sich die strengen Br\u00e4uche f\u00fcr die Gestaltung der Wappen.<\/p>\n<p>Herolde an den H\u00f6fen des Adels waren hochangesehene Personen, die f\u00fcr dieses Metier verantwortlich waren. Da erinnert man sich auch sofort an die Kreuzz\u00fcge.<br \/>\nKreuzritter zogen durch die Lande und hatten auf Brust und den Schultern das Kreuz Christi zu tragen. Der Schild, der Helm, eine Decke, ein Wulst oder eine Helmkrone mit Helm-Zier sind die Hauptbestandteile eines Vollwappens.\u00c2\u00a0Das Regelwerk der Heraldik ist \u00e4u\u00dferst umfangreich und ist auch die Literatur dar\u00fcber sehr umfangreich und interessant.<\/p>\n<p>F\u00fcr unseren Berliner B\u00e4ren ist es wichtig zu wissen, dass Tiere in der Heraldik nie naturgem\u00e4\u00df gezeichnet werden.\u00c2\u00a0Sie schreiten immer von links nach rechts (stets aus der Sicht des Schildtr\u00e4gers). Sie schreiten auch immer mit dem rechten Fu\u00df voraus, der angehoben ist. Die Bewehrung (ihre Waffen), gemeint sind beim B\u00e4ren die Krallen, Zunge, und Z\u00e4hne, sind betont zu zeichnen. Auf silbernem Untergrund ist die Bewehrung rot zu zeichnen.<\/p>\n<p>Der K\u00fcnstler hat sich an diese strenge Regeln zu halten. Seine Einhaltung wird vom Berliner Senat bei der Genehmigung von Landes- und Bezirkswappen kontrolliert.<\/p>\n<h3>Ren\u00e9e Sintenis (1888 -1965)<\/h3>\n<p>Ren\u00e9e Sintenis (1888 -1965) war eine deutsche Bildhauerin und Grafikerin sie lebte in Berlin.\u00c2\u00a01957 wurde Sintenis&#8216; Statue des Berliner B\u00e4ren als lebensgro\u00dfe Bronzeplastik auf dem Mittelstreifen der heutigen Bundesautobahn 115 zwischen Dreilinden und dem Autobahnkreuz Zehlendorf aufgestellt.\u00c2\u00a0Am 6. Juni 1962 wurde ein Bronzedenkmal des Berliner B\u00e4ren im Mittelstreifen der Bundesautobahn 9 auf H\u00f6he der heutigen Anschlussstelle M\u00fcnchen-Fr\u00f6ttmaning-S\u00fcd enth\u00fcllt.\u00c2\u00a0Als versilberte bzw. vergoldete Miniatur wird dieses Werk allj\u00e4hrlich an die Preistr\u00e4ger der Internationalen Filmfestspiele (Berlinale) verliehen.<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p>Berliner B\u00e4r (B.Z.-Kulturpreis):\u00c2\u00a0Seit 1991 wird er j\u00e4hrlich an herausragende K\u00fcnstler vergeben. Der B.Z.-B\u00e4r ist eine Bronze-Plastik, die vom Berliner Bildhauer Ernst Leonhardt gestaltet wurde. Nach einer Form des K\u00fcnstlers wird die Plastik bei der Gie\u00dferei ARA-Kunst im bayrischen Wald in einem Wachs-Schmelz-Verfahren gegossen, gr\u00fcnlich braun patiniert und mit der Hand poliert. Die Plastik tr\u00e4gt den Namen \u201eDer T\u00e4nzer\u201c und ist etwa 30 cm gro\u00df.<\/p>\n<p>Weltweit ist der Name Berlins mit dem Symbol des Berliner B\u00e4ren verbunden, ob in Wappen oder als Souvenir. Viele Touristen verbinden die Stadt Berlin mit dem Berliner B\u00e4r. Er ist in jedem Stadtf\u00fchrer zu finden.\u00c2\u00a0Unendlich viele Firmen und Vereine schm\u00fccken sich mit dem Namen &#8222;Berliner B\u00e4r&#8220;. Das ist auch gut so, so bleibt der Berliner B\u00e4r in aller Munde. Wer durch Berlin mit offenen Augen geht, wird \u00fcberrascht sein, wie viele B\u00e4ren Skulpturen, &#8211; Reliefs und &#8211; Brunnen gibt. Unser Verein hat \u00fcber 560 dieser Kunstwerke aufgesp\u00fcrt, fotografiert, den historischen Hintergrund recherchiert, ihn ver\u00f6ffentlicht und archiviert.<\/p>\n<h2>Berliner Meilensteine und Berliner B\u00e4ren mit der Angabe BERLIN und KM bis Berlin.<\/h2>\n<p>Unser Verein recherchiert seit 2008 die Hintergrundinformationen zu den einzelnen Berliner Meilensteinen mit Berliner B\u00e4r und Km-Angabe und Berliner B\u00e4ren in den westdeutschen St\u00e4dten und Gemeinden.\u00c2\u00a0Im Jahr 1954 hatte der Bundesbeauftragte f\u00fcr die F\u00f6rderung der Berliner Wirtschaft, Gerd Bucerius, die Idee, alle 100 km auf den Autobahnen Kilometersteine mit dem von Renee Sintenis gestalteten B\u00e4renmotiv mit Km-Angabe aufzustellen.\u00c2\u00a0Der Bund der Berliner und Freunde Berlins (BdBFB) ehem. Pr\u00e4sident Heico Last, von 1951 bis 1998 mit tausenden von Mitgliedern in ca. 160 St\u00e4dten und Gemeinden der &#8222;BRD&#8220; vertreten, nahm diese Idee auf und sorgte zus\u00e4tzlich f\u00fcr die Verbreitung der als Solidarit\u00e4ts- und Erinnerungszeichen verstandenen Meilensteine in den St\u00e4dten und Gemeinden der L\u00e4nder Westdeutschlands.<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p>Bucerius, der die Berliner Kilometersteine mit dem B\u00e4ren der Berliner Bildhauerin Ren\u00e9e Sintenis (1888-1965) ins Leben gerufen hatte (s. Ralf Dahrendorf, Gerd Bucerius und seine Zeit, S. 132), konnte diese &#8211; finanziert aus Bundesmitteln &#8211; den St\u00e4dten zur Verf\u00fcgung stellen, die Berliner Steine aufstellen wollten.\u00c2\u00a0In Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat, der zur Einweihung Repr\u00e4sentanten in die St\u00e4dte entsandte, den Gemeinden und den Ortsvereinen des BdB wurden so bis in die 80er Jahre hinein \u00fcber 140 solcher Berlin-Kilometersteine in der BRD aufgestellt.<\/p>\n<p>Nach der Wende, vollzogener Wiedervereinigung und dem Umzug eines Teils der Regierung nach Berlin ging die Aufmerksamkeit gegen\u00fcber den einstigen Symbolen der Solidarit\u00e4t mit dem geteilten Berlin zur\u00fcck. Die Berliner Meilensteine und Berliner B\u00e4ren mussten in zahlreichen F\u00e4llen bei Umbauma\u00dfnahmen entfernt werden und verschwanden zum Teil auf Bauh\u00f6fen, Schuttabladepl\u00e4tzen oder anderen Lagerst\u00e4tten, ohne dass dies dokumentiert wurde.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung ist sensibler f\u00fcr die Geschichte geworden und fordert ihre St\u00e4dte und Gemeinden auf, die schon entfernten Gedenksteine wieder aufzustellen. Bei der Suche nach dem Verbleib dieser Steine hat Michael Damm festgestellt, dass f\u00fcr nur etwa 5 % der Objekte Denkmalschutz besteht. Der Rest, also mehr als 140 bekannte und weitere ungez\u00e4hlte Berliner Meilensteine sind nicht inventarisiert worden, die Suche nach ihrem Standort oder Verbleib, wenn verschwunden, gestaltete sich schwierig. Es ist dem Spender der Steine \u00fcberlassen ob der B\u00e4r aus dem Stein herausgearbeitet oder als Skulptur auf einem Sockel, mit oder ohne Km-Angabe, wichtig ist der Bezug zu Berlin in der Zeit vom 17. Juni 1953 und dem Fall der Berliner Mauer 1989. Aber auch neuere Denkmale, die in diesem Zusammenhang stehen, sollten unter Schutz gestellt werden.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 ngg_shortcode_9_placeholder<\/p>\n<p>Inzwischen sind uns 200 Standorte von Berliner Meilensteinen bekannt, durch unseren Verein konnte der geschichtliche Hintergrund von \u00fcber 88 Meilensteinen recherchiert werden.\u00c2\u00a0Unser Verein stellt die recherchierten Berliner Meilensteine in der viertel j\u00e4hrlich erscheinenden Vereinsbrosch\u00fcre \u201eDer Berliner B\u00e4r\u201c vor. Ein Verzeichnis zu den Berliner Meilensteinen ist f\u00fcr die Homepage unseres Vereins in Vorbereitung.<\/p>\n<p>Wir als Verein arbeiten eng mit Michael Damm von der Initiative Berliner Meilensteine, Frank Kl\u00f6tgen \u201eDer Tagesspiegel\u201c in seiner online-Kolumne \u201eBerliner Randbezirke\u201c und dem ehemaligen Pr\u00e4sidenten des Bundes der Berliner und Freunde Berlins (BdBFB) Heico Last zusammen.<\/p>\n<p>Unser Verein wird die uns bekannten und recherchierten Berliner Meilensteine bei den LDA unter Denkmalschutz stellen lassen.<br \/>\nIm 52. Jahr des Mauerbaus und in Gedenken des Aufstandes des 17. Juni 1953 ist es unerl\u00e4sslich, sich mit der Geschichte der ehemaligen geteilten Stadt Berlin und eines geteilten deutschen Landes auseinanderzusetzten.\u00c2\u00a0Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr uns zu helfen, die steinernen Symbole dieser Zeit zu erhalten und zu sch\u00fctzen!<\/p>\n<p>Sollte Ihnen auf Reisen so ein Gedenkstein mit Berliner B\u00e4r und km Angabe oder ein B\u00e4r in Bezug zu Berlin auffallen, bitten wir Sie um Information und wenn m\u00f6glich um ein Foto des Steines.<\/p>\n<h3>Feier 775 Jahre Berlin<\/h3>\n<p>Am 28. Oktober 2012 wird Berlin 775 Jahre alt!<br \/>\nDas ist ein Grund zum Feiern. Die letzte Feier wurde 1987 in Ost- und West Berlin gefeiert.\u00c2\u00a0Die diesj\u00e4hrige Feier findet zum ersten Mal in einem Vereinten Berlin statt.\u00c2\u00a0Die Feiern finden im Nikoleiviertel und Rund um den Alexanderplatz, rotem Rathaus und Neptun Brunnen statt. Zum Abschluss der Feierlichkeiten gibt es ein Feuerspektakel.<br \/>\nMittelalterliches Treiben im Nikoleiviertel:<br \/>\n27.10.2012 12-20 Uhr<br \/>\n28.20.2012 11-19 Uhr<\/p>\n<p><em>Christa Junge<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>732 Jahre Berliner B\u00e4r<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,23,33,12,31,3],"tags":[],"class_list":["post-1790","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berliner-bar","category-berliner-meilensteine","category-fragen_und_antworten","category-jahr-2012","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1790","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1790"}],"version-history":[{"count":66,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1790\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1870,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1790\/revisions\/1870"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}