{"id":1790,"date":"2012-10-27T12:46:07","date_gmt":"2012-10-27T11:46:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=1790"},"modified":"2012-10-29T14:46:52","modified_gmt":"2012-10-29T13:46:52","slug":"775-jahre-berlin-im-wappen-der-stadt-ist-ein-bar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/775-jahre-berlin-im-wappen-der-stadt-ist-ein-bar\/","title":{"rendered":"775 Jahre Berlin &#8211; im Wappen der Stadt ist ein B?r"},"content":{"rendered":"<p>732 Jahre Berliner B?r<!--more-->Auf dem Siegel der Berliner K?rschnergilde von 1280 sind zum ersten Mal zwei aufrecht laufende, gepanzerte B?ren rechts und links als Schildhalter eines Wappens mit einem Adler dargestellt.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Es ist das ?lteste bekannte Siegel mit B?ren. Diese Siegel gilt als Geburtsstunde des Berliner B?ren.\u00a0Die Inschrift des Siegels lautet: ?Sigillum burgensium de berlin sum\u201d, was bedeutet: ?Ich bin das Siegel der B?rger von Berlin\u201d.\u00a0Seit dieser Zeit geh?rt der B?r bis heute ununterbrochen zum Hoheitszeichen unserer Stadt in der Form von Wappen, Siegeln oder Fahnen.<\/p>\n<h3>Der B?r im Wappen der Stadt Berlin<\/h3>\n<p>Die Herrschaft des Brandenburger Adlers beziehungsweise die Koexistenz mit ihm zieht sich noch bis ins 19. Jahrhundert. Ein Siegel von 1338 mit der Inschrift ?S[igillum] Sekretum Civitatis Berlin? (?Geheimsiegel der Stadt Berlin?) zeigt den Berliner B?ren bezwungen durch ein Halsband mit wehendem Adlerschild, ein anderes von 1460 zeigt ihn mit aufreitendem Adler. Die letztere Siegelvariante wird als Unterwerfung Berlins nach dem ?Berliner Unwillen? aus den Jahren 1447\/1448 durch Friedrich II. Eisenzahn gewertet. Dieses Siegel wurde bis um 1700 mit der Inschrift ?sigillum civitats antiqui berlin? (?Das Siegel der alten Stadt Berlin?) verwendet.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts hat sich der B?r endg?ltig als Wappentier Berlins etabliert: man findet ihn auf M?nzen (Berliner Silberpfennig, 1369) und in Wappenb?chern (J?rg Rugenn, 1492), zunehmend in aufrecht schreitender Haltung. Bis 1920 bleiben aber neben dem B?ren auch der brandenburgische und der preu?ische Adler (ab 1709) im Wappen der Stadt. Seit 1839 nachweisbar ist die\u00a0f?nf-t?rmige Mauerkrone, die aus der franz?sischen Kommunalheraldik abgeleitet ist und wahrscheinlich bereits aus der Zeit der franz?sischen Besetzung Berlins (1806-1808) stammt. 1875 beschloss der Berliner Magistrat, den B?ren k?nftig &#8222;frei&#8220; &#8211; also ohne Halsband &#8211; im Wappen der Reichshauptstadt zu f?hren. 1935 erhielt Berlin ein grafisch modern gefasstes Wappen nach dem Entwurf von Siegmund von Weech (1888-1982), das in silbernem, rotger?ndertem Schild mit stilisierter, f?nf-t?rmiger, roter Mauerkrone einen schwarzen, bewehrten und rot-zungigen B?ren zeigt. Die Wahl der Tinkturen (Wappenfarben) wurde bestimmt durch die Berliner Stadtfarben &#8211; wei? und rot.<\/p>\n<p>Nach dem Zusammenschluss zu Gro?-Berlin im Jahr 1920 wurde im Jahre 1935 der Berliner B?r zum alleinigen Wappentier. Seitdem wird er aufrechtgehend und krallenbewehrt dargestellt.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der B?r das Wappentier Berlins. Die von den Alliierten erlassene Vorl?ufige Verfassung von Gro?-Berlin vom 13. August 1946 schrieb vor, dass Gro?-Berlin Wappen und Flagge mit dem B?ren zu f?hren habe.<\/p>\n<p>W?hrend in Berlin (Ost) bis 1990 das B?renwappen in der Form von 1935 gef?hrt wurde, schrieb der Senat von Berlin (West), nachdem in der Verfassung des Landes vom 1. Oktober 1950 der B?r als Wappentier vorgesehen war, 1952 einen auf zw?lf namhafte Berliner K?nstler und Heraldiker beschr?nkten Wettbewerb aus. In seinem Ergebnis wurde schlie?lich der (urspr?nglich zweitplatzierte) Entwurf des renommierten Heraldikers Ottfried Neubecker als Wappen des Landes Berlin angenommen. Nach der Wiedervereinigung Berlins blieb dieses Wappen das Hoheitszeichen des neuen Bundeslandes.<\/p>\n<h3>Wie Berlin zu seinem Namen kam<\/h3>\n<p>Der Berliner B?r hat sich schlie?lich in der ?ber 775 j?hrigen Geschichte unserer Stadt gegen?ber allen anderen heraldischen Machtsymbolen durchgesetzt. Unser B?r ist damit auch ein Ausdruck der Entwicklung der Freiheit und Unabh?ngigkeit Berlins, das den Status eines eigenst?ndigen Bundeslandes der Bundesrepublik Deutschland besitzt. Warum gerade der B?r zu unserem Wappen wurde, konnte wissenschaftlich nicht ergr?ndet werden.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p>In der heraldischen Fachliteratur wird das Berliner Wappen als &#8222;redendes Wappen&#8220; bezeichnet, wobei darunter ein bildlicher Bezug des Namens zum Wappen verstanden wird. Gemeint ist hier eine Beziehung zwischen &#8222;Ber&#8220; und &#8222;B?r&#8220;. Es war fr?her ?blich, Wappen aus den Anfangssilben bzw. dem Inhalt von Stadtnamen abzuleiten.<\/p>\n<p>Es gab zu damaliger Zeit eine Furt am M?hlendamm, an der sich links des Spreeufers die C?llner und rechts die Berliner ansiedelten, ein Wildwechsel, der weit und breit als einzige passierbare Stelle zwischen den Spreeufern von den Ureinwohnern als solche erkannt und genutzt wurde. Die erste Beurkundung von ?Berlin\u201d erfolgte im Jahr 1244. In der slawischen Sprache ist das eine Bezeichnung f?r einen trockenen Ort oder Siedlung im Sumpf. Da Berlin aus einer Siedlung der Slawen entstand, liegt es nahe, die Bedeutung im Slawischen zu suchen. Die Beschaffenheit der Landschaft ist der Ursprung von ?Berlin\u201d. Der Namensteil ?Brl-\u201d bedeutet ?Morast\u201d oder ?Sumpf\u201d. Berlin ist nun mal auf einer Sumpflandschaft entstanden. Der Rest ist ein f?r Ortsnamen ?blicher Zusatz ?-(i)n\u201d. ?bersetzt bedeutet Berlin so viel wie ?Ort im Sumpf\u201d. Ein weiterer Beleg von 1288 zeigt den Ort 1288 als Berlyn.<\/p>\n<p>M?gen die Wissenschaftler streiten. Wir Berliner f?hren die Gr?ndung unserer Stadt auf den B?ren zur?ck.\u00a0Die Menschen damals, wie heute lieben ihren B?ren. Er geht auf zwei Beinen, ist sehr stark und hat kaum Feinde. Er ist m?chtig, stark, bewehrt mit Krallen und Z?hnen, ist geschickt und schlau, hat ein dickes Fell und unbesiegbar. Berlin ohne seinen Wappen B?ren, w?re nicht das Berlin, was wir so lieben.<\/p>\n<p>Zuerst auf Siegeln, Wappen, Fahnen, sp?ter als Reliefs und Skulpturen, Brunnen und in ?ffentlichen Geb?uden ist der B?r zu sehen. ?berall in der Stadt hat der Berliner B?r seine Spuren hinterlassen. Dazu geh?rt auch der B?r als lebendiges Berliner Wappentier in der Traditionsst?tte des Berliner B?ren, der B?renanlage am K?llnischen Park, die vor 73 Jahren zu seinen Ehren eingeweiht wurde. Heute eine Oase im Herzen der Stadt, an der Wiege Berlins. Der Berliner B?r geh?rt unverzichtbar zu Berlin und zur Kulturgeschichte unserer Stadt.<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p>Trotz seines Alters hei?t es aber nicht, dass der Berliner B?r in die Jahre gekommen ist, sondern er hat sich dem Lebensrhythmus der Stadt angepasst, lebt mit einer Tatze am Puls der Zeit und ist immer f?r eine ?berraschung gut.<\/p>\n<p>Ein besonderer Coup war das Maskottchen f?r die Leichtathletik-WM im Berliner Olympiastadion, dem gr??ten Sportereignis der Welt im Jahr 2009. ?Dieser sportliche und freundliche B?r passt gut zu Berlin\u201d, meinte dazu der regierende B?rgermeister von Berlin Klaus Wowereit. Der B?r hielt auf Grund vieler Namensvorschl?ge der Fans den Namen ?Berlino?.\u00a0Die Werbung bedient sich seiner in allen Formen und Farben. Er wird in Logos gef?hrt und macht auch Werbung. Wir denken an den HERTINO von Herta B.S.C.<\/p>\n<h3>Berlin auf dem Weg ins Mittelalter<\/h3>\n<p>Ausgrabungen der Arch?ologen auf dem Petriplatz im Berlin Mitte im M?rz 2008. Hier sto?en Arch?ologen auf immer neue Zeugen der alten Stadt und sie vermuten noch viel mehr Sch?tze im Untergrund.\u00a0Das historische Berlin r?ckt ins Bild, weil Bauleute beim Ausheben von Gruben auf alte Reste sto?en, Skelette, Ger?te und Mauerwerk der Vorfahren.<\/p>\n<p>Hinter Bauz?unen wurden Mauern und Brunnen ausgegraben und freigelegt.\u00a0Allein ?ber 1000 Skelette sind bisher auf dem Petriplatz in Mitte entdeckt worden. F?nf verschiedene Kirchen standen seit dem fr?hen 13. Jahrhundert auf dem Gel?nde, es brannte h?ufig, auf dem Brandschutt wurden neue Kirchen gebaut, das letzte Gotteshaus, kriegszerst?rt, lie?en Ost-Berliner Beh?rden bis 1964 abtragen.\u00a0Wie kleinst?dtisch es auf dieser Urzelle Berlins, in C?lln, ausgesehen hat, ist auf den historischen Darstellungen der Bauzaun-Ausstellung zu besichtigen. Dahinter sind in natura die ausgegrabenen Reste der C?llnischen Lateinschule von 1350 zu sehen, die an den Friedhof grenzte. Es grenzt an ein Wunder, das alles noch erhalten ist.<\/p>\n<p>Das ist auch eine Chance, Sch?tze im Boden zu entdecken.\u00a0Der kleine B?r mit gro?en wei?en Z?hnen und gro?en Knopfaugen gab sich durch den Lederriemen, der um das B?renmaul geschlungen ist, zu erkennen. Der B?renkopf war als Griff oder Handhabe an einem Steinzeuggef?? angebracht. Ob es der Berliner oder nur irgendein B?r war, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Tierische Appliken finden sich h?ufig an Steinzeuggef??en, sowie\u00a0L?wenk?pfe und L?wentatzen.\u00a0Das Grabungsteam fand, das der B?r vom Petriplatz prima zu Berlin pa?t.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_5_placeholder<br \/>\n<strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Arch?ologen erkl?rten den B?ren stolz zum Fund des Monats und zeigen ihn auf einem Foto der Bauzaun-Ausstellung. Die Hand, die ihn h?lt, hat auffallend dreckige Fingern?gel, was die Arch?ologen aber gar nicht peinlich ber?hrt. Die bringt das W?hlen in der Geschichte nun mal eben mit sich.\u00a0Ich war am Petriplatz und habe das Foto vom Bauzaun fotografiert. Das Originalfoto ist von Leon Kahane<\/p>\n<h3>Warum geht der aufrecht abgebildete Berliner B?r nach links?<\/h3>\n<p>Die Heraldik gibt die Antwort auf die Frage: Warum geht der Berliner B?r von rechts nach links?\u00a0Die Heraldik ist eine Wissenschaft, welche die Regeln und Br?uche zusammenfasst, nach denen Wappen gestaltet werden; sie sind auch eine Wissenschaft, die lehrt, Wappen zu beschreiben, zu bestimmen und zu zeichnen, schreibt der Autor Milan Buben im &#8222;Lexikon der St?dte und Wappen der DDR&#8220; von Bibliographischen Institut Leipzig.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>Der Ursprung der Wappenkunde wird mit &#8222;Mitte des 12 Jahrhunderts&#8220; angegeben.\u00a0Wappen bedeutet Waffen. Die Waffen des Ritteradels waren Lanzen und Schwerter. Der Schild diente zur Verteidigung, die R?stung zum Schutz vor den Schl?gen des Gegners. Die so verh?llten K?mpfer mussten erkennbar und zu unterscheiden sein. So entwickelten sich die strengen Br?uche f?r die Gestaltung der Wappen.<\/p>\n<p>Herolde an den H?fen des Adels waren hochangesehene Personen, die f?r dieses Metier verantwortlich waren. Da erinnert man sich auch sofort an die Kreuzz?ge.<br \/>\nKreuzritter zogen durch die Lande und hatten auf Brust und den Schultern das Kreuz Christi zu tragen. Der Schild, der Helm, eine Decke, ein Wulst oder eine Helmkrone mit Helm-Zier sind die Hauptbestandteile eines Vollwappens.\u00a0Das Regelwerk der Heraldik ist ?u?erst umfangreich und ist auch die Literatur dar?ber sehr umfangreich und interessant.<\/p>\n<p>F?r unseren Berliner B?ren ist es wichtig zu wissen, dass Tiere in der Heraldik nie naturgem?? gezeichnet werden.\u00a0Sie schreiten immer von links nach rechts (stets aus der Sicht des Schildtr?gers). Sie schreiten auch immer mit dem rechten Fu? voraus, der angehoben ist. Die Bewehrung (ihre Waffen), gemeint sind beim B?ren die Krallen, Zunge, und Z?hne, sind betont zu zeichnen. Auf silbernem Untergrund ist die Bewehrung rot zu zeichnen.<\/p>\n<p>Der K?nstler hat sich an diese strenge Regeln zu halten. Seine Einhaltung wird vom Berliner Senat bei der Genehmigung von Landes- und Bezirkswappen kontrolliert.<\/p>\n<h3>Ren?e Sintenis (1888 -1965)<\/h3>\n<p>Ren?e Sintenis (1888 -1965) war eine deutsche Bildhauerin und Grafikerin sie lebte in Berlin.\u00a01957 wurde Sintenis&#8216; Statue des Berliner B?ren als lebensgro?e Bronzeplastik auf dem Mittelstreifen der heutigen Bundesautobahn 115 zwischen Dreilinden und dem Autobahnkreuz Zehlendorf aufgestellt.\u00a0Am 6. Juni 1962 wurde ein Bronzedenkmal des Berliner B?ren im Mittelstreifen der Bundesautobahn 9 auf H?he der heutigen Anschlussstelle M?nchen-Fr?ttmaning-S?d enth?llt.\u00a0Als versilberte bzw. vergoldete Miniatur wird dieses Werk allj?hrlich an die Preistr?ger der Internationalen Filmfestspiele (Berlinale) verliehen.<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p>Berliner B?r (B.Z.-Kulturpreis):\u00a0Seit 1991 wird er j?hrlich an herausragende K?nstler vergeben. Der B.Z.-B?r ist eine Bronze-Plastik, die vom Berliner Bildhauer Ernst Leonhardt gestaltet wurde. Nach einer Form des K?nstlers wird die Plastik bei der Gie?erei ARA-Kunst im bayrischen Wald in einem Wachs-Schmelz-Verfahren gegossen, gr?nlich braun patiniert und mit der Hand poliert. Die Plastik tr?gt den Namen ?Der T?nzer? und ist etwa 30 cm gro?.<\/p>\n<p>Weltweit ist der Name Berlins mit dem Symbol des Berliner B?ren verbunden, ob in Wappen oder als Souvenir. Viele Touristen verbinden die Stadt Berlin mit dem Berliner B?r. Er ist in jedem Stadtf?hrer zu finden.\u00a0Unendlich viele Firmen und Vereine schm?cken sich mit dem Namen &#8222;Berliner B?r&#8220;. Das ist auch gut so, so bleibt der Berliner B?r in aller Munde. Wer durch Berlin mit offenen Augen geht, wird ?berrascht sein, wie viele B?ren Skulpturen, &#8211; Reliefs und &#8211; Brunnen gibt. Unser Verein hat ?ber 560 dieser Kunstwerke aufgesp?rt, fotografiert, den historischen Hintergrund recherchiert, ihn ver?ffentlicht und archiviert.<\/p>\n<h2>Berliner Meilensteine und Berliner B?ren mit der Angabe BERLIN und KM bis Berlin.<\/h2>\n<p>Unser Verein recherchiert seit 2008 die Hintergrundinformationen zu den einzelnen Berliner Meilensteinen mit Berliner B?r und Km-Angabe und Berliner B?ren in den westdeutschen St?dten und Gemeinden.\u00a0Im Jahr 1954 hatte der Bundesbeauftragte f?r die F?rderung der Berliner Wirtschaft, Gerd Bucerius, die Idee, alle 100 km auf den Autobahnen Kilometersteine mit dem von Renee Sintenis gestalteten B?renmotiv mit Km-Angabe aufzustellen.\u00a0Der Bund der Berliner und Freunde Berlins (BdBFB) ehem. Pr?sident Heico Last, von 1951 bis 1998 mit tausenden von Mitgliedern in ca. 160 St?dten und Gemeinden der &#8222;BRD&#8220; vertreten, nahm diese Idee auf und sorgte zus?tzlich f?r die Verbreitung der als Solidarit?ts- und Erinnerungszeichen verstandenen Meilensteine in den St?dten und Gemeinden der L?nder Westdeutschlands.<\/p>\nngg_shortcode_8_placeholder\n<p>Bucerius, der die Berliner Kilometersteine mit dem B?ren der Berliner Bildhauerin Ren?e Sintenis (1888-1965) ins Leben gerufen hatte (s. Ralf Dahrendorf, Gerd Bucerius und seine Zeit, S. 132), konnte diese &#8211; finanziert aus Bundesmitteln &#8211; den St?dten zur Verf?gung stellen, die Berliner Steine aufstellen wollten.\u00a0In Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat, der zur Einweihung Repr?sentanten in die St?dte entsandte, den Gemeinden und den Ortsvereinen des BdB wurden so bis in die 80er Jahre hinein ?ber 140 solcher Berlin-Kilometersteine in der BRD aufgestellt.<\/p>\n<p>Nach der Wende, vollzogener Wiedervereinigung und dem Umzug eines Teils der Regierung nach Berlin ging die Aufmerksamkeit gegen?ber den einstigen Symbolen der Solidarit?t mit dem geteilten Berlin zur?ck. Die Berliner Meilensteine und Berliner B?ren mussten in zahlreichen F?llen bei Umbauma?nahmen entfernt werden und verschwanden zum Teil auf Bauh?fen, Schuttabladepl?tzen oder anderen Lagerst?tten, ohne dass dies dokumentiert wurde.<\/p>\n<p>Die Bev?lkerung ist sensibler f?r die Geschichte geworden und fordert ihre St?dte und Gemeinden auf, die schon entfernten Gedenksteine wieder aufzustellen. Bei der Suche nach dem Verbleib dieser Steine hat Michael Damm festgestellt, dass f?r nur etwa 5 % der Objekte Denkmalschutz besteht. Der Rest, also mehr als 140 bekannte und weitere ungez?hlte Berliner Meilensteine sind nicht inventarisiert worden, die Suche nach ihrem Standort oder Verbleib, wenn verschwunden, gestaltete sich schwierig. Es ist dem Spender der Steine ?berlassen ob der B?r aus dem Stein herausgearbeitet oder als Skulptur auf einem Sockel, mit oder ohne Km-Angabe, wichtig ist der Bezug zu Berlin in der Zeit vom 17. Juni 1953 und dem Fall der Berliner Mauer 1989. Aber auch neuere Denkmale, die in diesem Zusammenhang stehen, sollten unter Schutz gestellt werden.\u00a0\u00a0 ngg_shortcode_9_placeholder<\/p>\n<p>Inzwischen sind uns 200 Standorte von Berliner Meilensteinen bekannt, durch unseren Verein konnte der geschichtliche Hintergrund von ?ber 88 Meilensteinen recherchiert werden.\u00a0Unser Verein stellt die recherchierten Berliner Meilensteine in der viertel j?hrlich erscheinenden Vereinsbrosch?re ?Der Berliner B?r? vor. Ein Verzeichnis zu den Berliner Meilensteinen ist f?r die Homepage unseres Vereins in Vorbereitung.<\/p>\n<p>Wir als Verein arbeiten eng mit Michael Damm von der Initiative Berliner Meilensteine, Frank Kl?tgen ?Der Tagesspiegel? in seiner online-Kolumne ?Berliner Randbezirke? und dem ehemaligen Pr?sidenten des Bundes der Berliner und Freunde Berlins (BdBFB) Heico Last zusammen.<\/p>\n<p>Unser Verein wird die uns bekannten und recherchierten Berliner Meilensteine bei den LDA unter Denkmalschutz stellen lassen.<br \/>\nIm 52. Jahr des Mauerbaus und in Gedenken des Aufstandes des 17. Juni 1953 ist es unerl?sslich, sich mit der Geschichte der ehemaligen geteilten Stadt Berlin und eines geteilten deutschen Landes auseinanderzusetzten.\u00a0Dazu geh?rt f?r uns zu helfen, die steinernen Symbole dieser Zeit zu erhalten und zu sch?tzen!<\/p>\n<p>Sollte Ihnen auf Reisen so ein Gedenkstein mit Berliner B?r und km Angabe oder ein B?r in Bezug zu Berlin auffallen, bitten wir Sie um Information und wenn m?glich um ein Foto des Steines.<\/p>\n<h3>Feier 775 Jahre Berlin<\/h3>\n<p>Am 28. Oktober 2012 wird Berlin 775 Jahre alt!<br \/>\nDas ist ein Grund zum Feiern. Die letzte Feier wurde 1987 in Ost- und West Berlin gefeiert.\u00a0Die diesj?hrige Feier findet zum ersten Mal in einem Vereinten Berlin statt.\u00a0Die Feiern finden im Nikoleiviertel und Rund um den Alexanderplatz, rotem Rathaus und Neptun Brunnen statt. Zum Abschluss der Feierlichkeiten gibt es ein Feuerspektakel.<br \/>\nMittelalterliches Treiben im Nikoleiviertel:<br \/>\n27.10.2012 12-20 Uhr<br \/>\n28.20.2012 11-19 Uhr<\/p>\n<p><em>Christa Junge<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>732 Jahre Berliner B?r<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,23,33,12,31,3],"tags":[],"class_list":["post-1790","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berliner-bar","category-berliner-meilensteine","category-fragen_und_antworten","category-jahr-2012","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1790","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1790"}],"version-history":[{"count":66,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1790\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1870,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1790\/revisions\/1870"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}