{"id":18033,"date":"2023-05-22T12:21:31","date_gmt":"2023-05-22T10:21:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=18033"},"modified":"2023-10-09T10:23:33","modified_gmt":"2023-10-09T08:23:33","slug":"gaststaette-eierhaeuschen-in-berlin-treptow-koepenick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/gaststaette-eierhaeuschen-in-berlin-treptow-koepenick\/","title":{"rendered":"Gastst?tte Eierh?uschen in Berlin Treptow &#8211; K?penick"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p>Das Eierh?uschen in Berliner P?nterwald<\/p>\n\n\n\n<p>?ber die Entstehung des Namens des Lokals gibt es zwei Theorien: Entweder weil der W?chter der Ablage nebenbei Eier an die Spreeschiffer verkaufte, oder weil der Preis bei einem ?rtlichen Ruderwettbewerb aus einem Schock Eier bestand, wurde die Spreesch?nheit &#8222;so sonderbar benamst&#8220;, wie es bei Fontane hei?t.<br>Im Jahr 1869 zerst?rte ein Feuer das Restaurant. Der P?chter lie? es als Fachwerkbau neu errichten. Der Bau ging 1876 in den Besitz der Stadt Berlin ?ber und hie? nun Altes Eierh?uschen. Im Jahr 1890 brannte der Bau, nun in der Verwaltung des Gastwirts Lammers, erneut ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Neues Eierh?uschen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Berliner Adressbuch der 1880er Jahre ist neben dem Alten Eierh?uschen das Neue Eierh?uschen genannt, das nicht der Stadt Berlin, sondern dem Gastwirt Franz Jachmann geh?rte.<br>Das neue Eierh?uschen bestand weiterhin und wurde in den 1890er Jahren vom Sohn Julius Jachmann weitergef?hrt. Im Jahr 1900 bestehen wieder das alte und das neue Eierh?uschen nebeneinander. Das Neue (was ja eigentlich nach dem Neubau des Alten das ?ltere ist) befindet sich zum Beginn des             20. Jahrhunderts im Eigentum und in der Bewirtschaftung von Gastwirt F. M?ller.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ende des 19. Jahrhunderts entsteht das (dritte) Eierh?uschen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach Entw?rfen von Karl Frobenius wurde 1890-1892 am Ort des alten Eierh?uschens das dritte Gasthaus mit dem gleichen Namen gebaut. Typisch f?r den Landhausstil sind die Fachwerkelemente sowie der Turm mit einem Helm. Im Jahr 1902 lie? der Betreiber eine Veranda und einen gro?en Saal zus?tzlich anbauen. Um die Jahrhundertwende bis nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war Wilhelm Andr?e der<br>P?chter des stets gut besuchten Lokals.<br>Eigent?mer war und ist die Stadt Berlin. Im Jahr 1936 werden gar das Alte Eierh?uschen, das dem Bootshaus zugeordnet ist (P?chter Gastwirt Arthur Bieler) sowie das Kleine Eierh?uschen- und das Gro?e Eierh?uschen im Adressbuch in der Kiehnwerderallee aufgef?hrt, deren P?chter Gastwirt<br>Alfred Werdermann ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Zwischen 1945 und 2014<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Krieg und in der DDR-Zeit bis Anfang der 1970er Jahre z?hlte das Eierh?uschen zu den beliebtesten Ausflugsgastst?tten im Norden des Stadtbezirks Treptow. Teile des Hauses dienten dar?ber hinaus zeitweilig als Requisitenkammer des Fernsehfunks. 1970-1973 lie? der Rat des Bezirks Treptow das Geb?ude rekonstruieren und in Teilen umbauen.<br>Nach der Wende, 1991 wurde das Lokal zusammen mit der Abwicklung des Kulturparks Pl?nterwald<br>geschlossen. Der Schausteller Norbert Witte aus Hamburg kaufte danach die gesamte Immobilie, machte sich nach Insolvenz seines Unternehmens und anschlie?ender Flucht nach Peru des Drogenschmuggels schuldig. So blieben das Parkgel?nde brachliegen und das Eierh?uschen unsaniert und dem Verfall preisgegeben. Die aus Zeiten des Kulturparks fortbestehende Zuordnung der Gastst?tte zur Liegenschaft Spreepark, obwohl sie au?erhalb dessen Einz?unung liegt, erwies sich bisher (Stand 2014) als hinderlich f?r eine Reaktivierung. Eine vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Herausl?sung der Immobilie aus dem seit Ende 2001 insolventen Spreepark wurde seitens des Berliner Senats nicht umgesetzt, da gr??ere Vermarktungschancen f?r die Spreepark-Fl?che erwartet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ab 2014: Sanierung und Wiederer?ffnung geplant<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F?r das stark sanierungsbed?rftige denkmalgesch?tzte Geb?ude sollte 2014 durch das Land Berlin und den Bezirk Treptow-K?penick ein gemeinsames Nutzungskonzept mit dem landeseigenen Spreepark gefunden werden. Bisher nur notd?rftig vor weiterem Verfall gesichert, stellte der Berliner Senat ab 2015 zehn Millionen Euro &#8222;f?r Investitionen auf dem Gel?nde des Spreeparks und hier insbesondere f?r die Sanierung des sogenannten Eierh?uschens&#8220; bereit. Ende des Jahres 2015 begann die Senatstochterfirma Gr?n Berlin mit konkreten Planungen und ersten Arbeiten.<br>Von der Gesamtsumme entfallen nach dem Willen des Berliner Finanzsenators Matthias Kollatz-Ahnen<br>sieben Millionen auf das ehemalige Ausflugslokal, das seine urspr?ngliche Gestalt zur?ckerh?lt.<br>Im 2. Quartal 2018 sollte die bauliche Sanierung\/ Wiederherstellung abgeschlossen werden. Nach Wiederer?ffnung soll das Geb?ude als Residenz f?r K?nstler (&#8222;Artists in Residence&#8220; in den Obergeschossen) dienen, die zugleich hier tempor?re Kunstwerke f?r den Park erschaffen sollen.<br>Diese Zeitplanungen waren zu ambitioniert. Der Rahmenplan vom Fr?hjahr 2018 sieht nun vor, das Eierh?uschen mit Gastronomie und einem Biergarten sowie den K?nstler-Unterk?nften im Jahr 2021<br>fertigzustellen. Die geplante &#8222;nutzungsneutrale und denkmalgerechte Grundsanierung&#8220; machte jedoch Schwierigkeiten, weil der Bauzustand schlechter als vorab ermittelt war und weil die w?hrend der Arbeit stattgefundene ?nderung des Betreibers (von der ehemals landeseigenen Immobiliengesellschaft BIM auf Gr?n Berlin GmbH) h?here Bauanforderungen verursachte. Bis zur Realisierung der Pl?ne soll noch eine<br>Wirtschaftlichkeitspr?fung stattfinden. Die denkmalgerechte Sanierung erfolgt unter Verantwortung der DHL-Architekten (Detlev H?ink-Langguth aus Berlin).<br>Im Jahr 2021 wurden die Pl?ne noch einmal konkretisiert, nachdem auch seit 2018 B?rger beteiligt worden sind. Die Arbeiten haben tats?chlich begonnen; der Gesch?ftsf?hrer von Gr?n Berlinverk?ndet nun: &#8222;Wir werden in dem n?chsten Jahr die Sache abschlie?en. Das Bauwerk ist mittlerweile fast vollst?ndig saniert. Die Wiederer?ffnung soll bis Sommer 2023 erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Architektur<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Geb?ude besitzt einen mehrfach gegliederten rechteckigen Grundriss und sein Mittelst?ck ist zweigeschossig. Die Fassade besteht aus unverputzten Backsteinen, regelm??ig gegliedert durch l?ngs betonte Doppelstreifen aus schwarz glasierten Steinlagen. Die zweifl?geligen Fenster sind wei? oder farbig gerahmt und ihr oberer Abschluss ist leicht gerundet.<br>Das Satteldach ruht auf fachwerk?hnlichen Dachkonstruktionen, zur Spitze des Giebels mit wei?en Ornamenten ist auf einer Seite ein gerahmtes Rundfenster eingearbeitet, auf der anderen Seite wurde anstelle des Fensters das Berliner Wappen platziert. ?ber den Fenstern tr?gt die Fassade querrechteckige wei?e Ornamentstreifen, mittig zur Wasserseite hin findet sich der Schriftzug &#8222;Zum Eierh?uschen&#8220;.<br>Das Ziert?rmchen mit quadratischer Grundfl?che ist asymmetrisch in das Bauwerk eingef?gt, etwa 8 m hoch und mit einem Pyramidendach versehen. Au?en sind einige Fassadenelemente unterhalb der symmetrisch angeordneten Doppelfenster ebenfalls wie Fachwerk gestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle WIKIPEDIA<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,637,23,636,614,3],"tags":[],"class_list":["post-18033","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berlin-treptow","category-berliner-bar","category-eierhaeuschen","category-jahr-2023","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18033"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18033\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18258,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18033\/revisions\/18258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}