{"id":2836,"date":"2014-03-22T12:02:15","date_gmt":"2014-03-22T10:02:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=2836"},"modified":"2024-03-22T16:42:43","modified_gmt":"2024-03-22T15:42:43","slug":"der-berliner-bar-hat-geburtstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/der-berliner-bar-hat-geburtstag\/","title":{"rendered":"Der Berliner B?r hat Geburtstag"},"content":{"rendered":"<p>Der Berliner B?r wird 734 Jahre alt<!--more-->Am 22. M?rz 2014 wird der Berliner B?r, seit 1280 das Wappentier der Stadt Berlin, 734 Jahre alt. Das hei?t aber nicht, dass er in die Jahre gekommen ist, sondern er hat sich dem Lebensrhythmus der Stadt angepasst, lebt am Puls der Zeit und ist immer f?r eine ?berraschung gut.<\/p>\n<p>Der B?r ist seit diesem Tag auf Siegeln, Dokumenten, Wappen und Fahnen zum Hoheitszeichen und als Symbol unserer Stadt zu finden. Er wurde aus Marmor, Stein und Bronze k?nstlerisch gestaltet, in Poesie und Prosa beschrieben, auf Bildern gemalt und in Liedern besungen. Nichts ist so eng mit den Berlinern verbunden wie der Berliner B?r. Der Berliner B?r ist weltbekannt und in aller Munde. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, wird ihn ?berall entdecken.<\/p>\n<h2>Berlin und der Berliner B?r sind ein Begriff in aller Welt!<\/h2>\n<p>Der Berliner B?r hat sich der ?ber 750-j?hrigen Geschichte unserer Stadt gegen?ber allen anderen heraldischen Machtsymbolen durchgesetzt. Unser B?r ist damit auch ein Ausdruck der Entwicklung der Freiheit und Unabh?ngigkeit Berlins.<\/p>\n<p>Warum gerade der B?r zu unserem Wappen wurde, konnte wissenschaftlich nicht ergr?ndet werden. In der heraldischen Fachliteratur wird das Berliner Wappen als ?redendes Wappen&#8220;? bezeichnet, wobei darunter ein bildlicher Bezug des Namens zum Wappen verstanden wird. Gemeint ist hier eine Beziehung zwischen ?Ber&#8220;? und ?B?r&#8220;?. Es war fr?her ?blich, Wappen aus den Anfangssilben bzw. dem Inhalt von Stadtnamen abzuleiten. Aber die Heraldik bevorzugt nun einmal die Abbildung von Tieren. Ob tats?chlich der B?r urspr?nglich zur Namensbildung Berlins beigetragen hat, ist umstritten.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>M?gen die Wissenschaftler streiten. Wir Berliner f?hren die Gr?ndung unserer Stadt auf den B?ren zur?ck. Das Wort ?Berlin&#8220;?, 1244 erstmalig so geschrieben, kommt aus dem slawischen und bedeutet ?sumpfig &#8211; Sumpfgebiet&#8220;?. Die Menschen damals, wie heute lieben ihren B?ren. Er geht auf zwei Beinen, ist sehr stark und hat kaum Feinde. Er ist m?chtig, stark, bewehrt mit Krallen, zeigt seine rote Zunge und seine Z?hne, ist geschickt und schlau, hat ein dickes Fell und unbesiegbar. Berlin ohne seinen Wappen B?ren, w?re nicht das Berlin, was wir so lieben.<\/p>\n<p>Zuerst auf Siegeln, Wappen, Fahnen, sp?ter als Reliefs und Skulpturen und in ?ffentlichen Geb?uden ist der B?r zu sehen. ?berall in der Stadt hat der Berliner B?r seine Spuren hinterlassen.<\/p>\n<h2>Der erste Berliner B?r befand sich auf einem Siegel von 1280<\/h2>\n<p>An einer Urkunde der jungen Stadt Berlin vom 22. M?rz 1280, dem Gildebrief f?r die Berliner K?rschner, befand sich ein Siegel mit der Abbildung des B?ren. Es ist das erste nachgewiesene Siegel mit dem Berliner B?ren und stellt zwei gepanzerte B?ren als Schildhalter dar, die mit erhobener Tatze voneinander abgewendet sind und sich dennoch r?cklings anblicken. Das Siegel tr?gt die Inschrift ?Sigillum burgensium de berlin sum? (ich bin das Siegel der B?rger von Berlin). Die erhobene Tatze soll hier bereits die Selbst?ndigkeit Berlins symbolisieren. Allerdings war in dem Siegel an zentraler Position noch der Brandenburger Adler.<br \/>\nJ?hrlich am 22. M?rz wird in Berlin der Tag des Berliner B?ren begangen.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Die Herrschaft des Brandenburger Adlers, beziehungsweise die Koexistenz mit ihm und dem Berliner B?ren, zieht sich noch bis ins 19. Jahrhundert hinein.<br \/>\nIn einem Siegel von 1338 mit der Inschrift ?S[igillum] Sekretum Civitatis Berlin? (?Geheimsiegel der Stadt Berlin?) zeigt den Berliner B?ren bezwungen durch ein Halsband mit wehendem Adlerschild, eines von 1460 zeigt ihn mit aufreitendem Adler. Die letztere Siegelvariante wird als Unterwerfung Berlins nach dem ?Berliner Unwillen? aus den Jahren 1447\/1448 durch Friedrich II. Eisenzahn gewertet. Dieses Siegel wurde bis um 1700 mit der Inschrift ?sigillum civitats antiqui berlin? (?Das Siegel der alten Stadt Berlin?) verwendet.<\/p>\n<p>Mit der Gr?ndung der Residenzstadt Berlin am 17. Januar 1709 wurde der B?r noch als geb?ndigter B?r mit Halsband unter der Herrschaft des Preu?ischen und des Brandenburger Adlers dargestellt. Im Jahre 1839 hat sich die Vorherrschaft des immer noch geb?ndigten B?ren gegen?ber den Adlern bereits durchgesetzt und im Jahre 1875 zeigt das Berliner Wappen bereits einen wilden ungeb?ndigten B?ren mit zotteligem Fell und ohne Halsband.<\/p>\n<p>Nach dem Zusammenschluss zu Gro?-Berlin im Jahr 1920 wurde im Jahre 1935 der Berliner B?r zum alleinigen Wappentier. Seitdem wird er aufrechtgehend, mit roter Zunge und krallenbewehrt dargestellt.<\/p>\n<p>Der Berliner B?r geh?rt unverzichtbar zu Berlin und zur Kulturgeschichte unserer Stadt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1939 wurde im K?llnischen Park ein Stra?enreinigungsgeb?ude von Ludwig Hoffman in einen B?renzwinger umgebaut, damit es in der Mitte Berlins einen Berliner B?ren zu ?liebhaben? gab. Daraus wurden erst vier B?ren, dann kam noch einer dazu. 1949 wurden Nante und Jette die bekanntesten Berliner B?ren.<br \/>\nIn den letzten Jahren war es Tilo, Maxi und Schnute die den Berliner B?ren repr?sentierten. Viele Berliner und G?ste der Stadt besuchen die Berliner B?ren regelm??ig, in jedem internationalen Touristenf?hrer steht zu lesen, wo der Berliner B?r zu finden ist.<br \/>\nTili verstarb 2007, Maxi 2012 und heute ist Schnute mit<br \/>\n33 Jahren die letzte Stadtb?rin Berlins. Nach ihr wird es keine weitere B?renhaltung in der Mitte Berlins geben.<\/p>\n<p><em>Christa Junge<\/em><br \/>\n22. M?rz 2014<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Berliner B?r wird 734 Jahre alt<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[53,3],"tags":[],"class_list":["post-2836","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jahr-2014","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2836"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18866,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2836\/revisions\/18866"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}