{"id":2848,"date":"2014-03-30T16:23:50","date_gmt":"2014-03-30T14:23:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=2848"},"modified":"2024-03-22T17:23:02","modified_gmt":"2024-03-22T16:23:02","slug":"berliner-bar-auf-wanderschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/berliner-bar-auf-wanderschaft\/","title":{"rendered":"Berliner B\u00e4r auf Wanderschaft"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeitung RHEINPFALZ berichtet \u00fcber einen Berliner Meilenstein<!--more-->RHEINPFALZ, Ausgabe Speyer vom\u00c2&nbsp;Freitag, 5. M\u00e4rz 2014<\/p>\n<p><strong>Meilenstein, der Entfernung zur Hauptstadt anzeigt, soll Denkmal werden &#8211; Berliner Verein sucht Informationen \u00fcber Stein in Speyer<\/strong><\/p>\n<p>Seit einem halben Jahrhundert erinnert in Speyer ein tonnenschwerer Sandstein mit einem aufrecht stehenden z\u00fcngelnden B\u00e4ren und der ebenfalls gemei\u00dfelten Angabe \u201eBERLIN 660 km\u201c an die ferne Hauptstadt. Die Arbeit des Speyerer Bildhauer- und Steinmetzbetriebes Grimm an der Stra\u00dfengablung von Sch\u00fctzenstra\u00dfe, Dudenhofer Stra\u00dfe und Oberer Landgasse hat jetzt die Chance, als Denkmal anerkannt zu werden.<\/p>\n<p>Das jedenfalls will der seit 1994 bestehende Verein \u201eBerliner B\u00e4renfreunde\u201c. Er sucht alle Berliner Meilen- oder Kilometersteine, die zwischen dem 17. Juni 1953, Tag des Aufstandes im damaligen Ost-Berlin, und dem Mauerfall am 9. November 1989 aufgestellt worden sind. Laut Vereinschefin Christa Junge sind die Standorte von 140 dieser etwa 200 Gedenksteine bekannt, darunter auch von dem in Speyer.<\/p>\n<p>Mehr jedoch nicht. M\u00f6glichst genaue Angaben \u00fcber den \u201eBerliner Meilenstein\u201c in Speyer zu erhalten ist jedoch laut Junge die Voraussetzung zur Anerkennung als Denkmal.<br \/>\nDer Stein ist nicht zu verwechseln mit dem 1958 eingeweihten 17. Juni-Gedenkstein im oberen Domgarten, geschaffen von Otto Grimm, und auf dem Berliner Platz aufgestellten Berliner-B\u00e4ren-Obelisken von Franz M\u00fcller-Steinfurth.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Recherchen der RHEINPFALZ bei der st\u00e4dtischen Bauabteilung, im Stadtarchiv und in der Landesbibliothek nach der Geschichte des Meilensteines in Speyer waren schwierig und zum Teil vergeblich. Zu ermitteln war Folgendes: Der erste B\u00e4ren-Stein wurde am 6. Oktober 1963 im Rahmen der Ausstellung \u201eBerlin &#8211; Deutschlands Hauptstadt\u201c der im selben Jahr er\u00f6ffneten Stadthalle aufgestellt. Nicht etwa dort, wo er heute steht, sondern \u201cam oberen Rastplatz der 1956 fertiggestellten Rheinbr\u00fccke\u201c, wie es in einer Einladung hei\u00dft. Enth\u00fcllt wurde er von dem Berlin-Kreuzberger B\u00fcrgermeister Erwin Beck, eine der Ansprachen hielt der Speyerer B\u00fcrgermeister Paulus Skopp.<\/p>\n<p>An der Rheinbr\u00fccke (heute Salierbr\u00fccke) stand der \u201eB\u00e4r\u201c nicht allzu lange. Wann er in die N\u00e4he der Stadthalle \u201eumzog\u201c ist nicht mehr festzustellen. Zwei Jahre nach Enth\u00fcllung war er nach einem Artikel der RHEINPFALZ vom 29. Dezember 1965 nach an der Rheinbr\u00fccke anzutreffen, freilich nicht ohne einmal umgekippt zu sein. Das passierte aus einem heute nicht mehr nachvollziehbaren Grund, m\u00f6glicherweise weil der Boden nach schweren Regenf\u00e4llen nachgab.<\/p>\n<p>Seine zweite Schieflage verdankte Speyers Berliner Meilenstein bereits seinem neuen Standort &#8211; er war einem Verkehrsunfall ebenso wenig gewachsen wie ein Auto. Beide \u201eUmfaller\u201c hat der nach Sch\u00e4tzung von Steinmetz- und Bildhauermeister Holger Grimm zwischen 700 und 800 Kilogramm schwere Stein unramponiert \u00fcberstanden. Wann und warum er nahe der Stadthalle aufgestellt wurde, war nicht festzustellen. Vielleicht k\u00f6nnen RHEINPFALZ-Leser mit guter Erinnerung das \u201eR\u00e4tsel\u201c l\u00f6sen helfen. (wk)<\/p>\n<h2>Zur Sache &#8211; Die Berlin-Steine<\/h2>\n<p>Den Einfall, mit einem Gedenkstein Berliner B\u00e4r samt Angabe der jeweiligen Kilometer-Entfernung an die damals geteilte deutsche Hauptstadt zu erinnern, hatte der Berlin-Beauftragte Gerd Bucerius, Verleger des Hamburger &#8222;Stern&#8220; und sp\u00e4ter Aufsichtsratsvorsitzender der Bertelsmann AG. Seiner Absicht, von 1954 an alle 500 Kilometer einen dieser Stein an den Autobahnen mit dem Berliner B\u00e4ren zu errichten, nahm sich der Bund der Berliner und Freunde Berlins an (gegr\u00fcndet 1951, aufgel\u00f6st 1998; auch in Speyer gab es eine von \u00fcber 150 Ortsgruppen). Er bewirkte, dass das Symbol in rund 200 St\u00e4dten errichtet wurde. Die B\u00e4ren-Meilensteine, deren Symbol die Berliner Ren\u00e9 Sintenis (1888 bis 1965) geschaffen hatte und die dann \u00fcberwiegend \u00f6rtliche Kollegen nachempfanden, wurden aus Bundesmitteln finanziert. (wk)<\/p>\n<p><em>Mit freundlicher Genehmigung de<\/em><em>r<\/em> RHEINPFALZ, Ausgabe Speyer und der Fotoagentur Lenz vom\u00c2&nbsp;Freitag, 5. M\u00e4rz 2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeitung RHEINPFALZ berichtet \u00fcber einen Berliner Meilenstein<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[53,3],"tags":[],"class_list":["post-2848","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jahr-2014","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2848","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2848"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2848\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18899,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2848\/revisions\/18899"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}