{"id":463,"date":"2009-05-28T12:28:01","date_gmt":"2009-05-28T11:28:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=463"},"modified":"2011-09-22T10:17:03","modified_gmt":"2011-09-22T09:17:03","slug":"studentengruppe-aus-den-usa-besuchte-den-barenzwinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/studentengruppe-aus-den-usa-besuchte-den-barenzwinger\/","title":{"rendered":"Studentengruppe aus den USA besuchte den B\u00e4renzwinger"},"content":{"rendered":"<p>Bereits zum dritten Mal besuchte Prof. J\u00fcrgen Heinrichs zusammen mit einer Studentengruppe den B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park.<!--more--><strong>Prof. J\u00fcrgen Heinrichs zum dritten Mal mit einer Studentengruppe aus den USA bei den Berliner B\u00e4ren<\/strong><\/p>\n<p>Bei traumhaftem Sonnenschein trafen am Montag, den 18. Mai 2009, die amerikanischen Studenten und Prof. J\u00fcrgen Heinrichs am U-Bahnhof M\u00e4rkisches Museums ein. Mitglieder des Berliner B\u00e4renfreunde e.V. und deren Vorsitzende Frau Junge erwarteten die G\u00e4ste, die inzwischen Freunde geworden sind.<\/p>\n<p>Nach einer freundlichen Begr\u00fc\u00dfung und Fragen nach den ersten Eindr\u00fccken von Berlin begann die kleine F\u00fchrung. Frau Junge begann am Geb\u00e4ude der australischen Botschaft \u00fcber die B\u00e4ren, die sich an der Fassade des Geb\u00e4udes befinden, zu berichten. Das Haus wurde 1912\/13 erbaut. Den Krieg \u00fcberstand es ohne gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den. Der Denkmalwert der Fassade zur Wallstra\u00dfe 79 ist \u00fcberdurchschnittlich hoch, da in Berlin keine andere der seltenen geb\u00e4udehohen Majolika-Verkleidungen so vollst\u00e4ndig zu bestaunen ist. Anschliessend berichtete Frau Junge \u00fcber die Ausgrabungen am Petriplatz, der nur wenige Schritte von dort entfernt ist.<\/p>\n<p>Das historische Berlin r\u00fcckt ins Bild, weil Bauleute beim Ausheben von Gruben auf alte Reste sto\u00dfen &#8211; Skelette, Ger\u00e4te und Mauerwerk der Vorfahren. Wie kleinst\u00e4dtisch es auf dieser Urzelle Berlins, in C\u00f6lln, ausgesehen hat, ist auf den historischen Darstellungen der Bauzaun-Ausstellung zu besichtigen. Dahinter sind in natura die ausgegrabenen Reste der C\u00f6llnischen Lateinschule von 1350 zu sehen, die an den Friedhof grenzte. Es grenzt an ein Wunder, dass alles noch erhalten ist.<\/p>\n<p>Das ist auch eine Chance, Sch\u00e4tze im Boden zu entdecken. F\u00fcr uns als Berliner B\u00e4renfreunde gab es 2008 eine kleine Sensation.<\/p>\n<p>Gefunden wurde ein kleiner B\u00e4r mit gro\u00dfen wei\u00dfen Z\u00e4hnen. Gro\u00dfe Knopfaugen waren durch den Lederriemen, der um das B\u00e4renmaul geschlungen ist, zu erkennen. Der B\u00e4renkopf war als Griff oder Handhabe an einem Steinzeuggef\u00e4\u00df angebracht. Ob es der Berliner oder nur irgendein B\u00e4r war, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden.<\/p>\n<p>Das Grabungsteam fand, dass der B\u00e4r vom Petriplatz prima zu Berlin passt, dem k\u00f6nnen wir uns nur anschlie\u00dfen.<br \/>\nWir haben der Gruppe empfohlen, die Geschichte dort vor Ort zu erleben. Man befindet sich dort an der Wiege Berlins. Noch eine Sensation ist, dass dort ein Holzbalken gefunden wurde, bei dem nach einer eingehenden Untersuchung durch die Archologen festgestellt wurde, dass Berlin doch 45-50 Jahre \u00e4lter ist als bisher angenommen wurde. Aber wir wollen nicht abschweifen und so f\u00fchrt uns der Weg zum Fischerkietz 5. An dieser Stelle stand eine alte Feuerwache erbaut von Ludwig Hoffmann mit einem Berliner B\u00e4r in einem Sandsteinrelief. Die Feuerwache wurde in den 70iger Jahren abgerissen und auch der Berliner B\u00e4r sollte auf den M\u00fcll. Herr Olbricht, damals aus Berlin-Blankenfelde, war in der 70iger Jahren Kraftfahrer im Tiefbaukombinat. Als er und einer seiner Kollegen bei Abrissarbeiten auf der Fischerinsel wieder eine neue Tour zur Schuttkippe fahren wollten, fand er ein Sandsteinrelief mit einem B\u00e4r auf seinem schweren Kipper. Er rettete den B\u00e4ren und bewahrte ihn auf seinem Grundst\u00fcck auf &#8211; bis zu der B\u00e4rensuche 1980 vom ND. Er war bereit diesen B\u00e4ren wieder der Stadt zur\u00fcckzugeben. So k\u00f6nnen Sie ihn heute an historischer Stelle, an einem heutigen Neubau besichtigen. Zu sehen ist u.a. ein Mann mit Feuerwehrhelm und zwei Fischen an beiden Seiten. Es ist wahrscheinlich das \u00e4lteste B\u00e4renrelief Berlins.<\/p>\n<p>Unser Weg f\u00fchrte uns an der Spree entlang zum historischen Hafen. Um an diese gro\u00dfe Vergangenheit Berlins als Wasserstadt anzukn\u00fcpfen, ist ein f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland einzigartiges Ensemble von historischen Binnenschiffen verschiedenster Bauart und Herkunft im HISTORISCHEN HAFEN BERLIN zusammengef\u00fchrt worden. Insgesamt \u00fcber zwanzig historische Schiffe, darunter fahrt\u00fcchtige Dampfschlepper, typische Berliner Fahrgastschiffe der Jahrhundertwende und historische Ma\u00dfk\u00e4hne &#8211; zum Teil mit originalen Segeleinrichtungen &#8211; k\u00f6nnen im Zentrum der Stadt in unmittelbarer N\u00e4he zum Nikolaiviertel und M\u00e4rkischen Museum entdeckt werden.<\/p>\n<p>Zu sehen sind von dort gut der M\u00fchlendamm, die M\u00fchlendammschleuse, das Stadthaus und der Fernsehturm, der zurzeit mit Liebesbotschaften und einen Bild des \u201eBerlino\u201c (B\u00e4r), dem Maskottchen der Leichtathletik-WM im August diesen Jahres, daf\u00fcr wirbt.<\/p>\n<p>Dann ging es weiter zum M\u00e4rkischen Museum, bei dem in der Ausstellung \u201eMy, berli\u00c5\u201eczycy!\u201c (\u201eWir Berliner!\u201c) der Berliner B\u00e4r eine gro\u00dfe Rolle spielt. Auch am Giebel des Museums sind B\u00e4ren zu finden. Vor dem Museum stehen Reste der Berliner Mauer und Tondokumente erinnern an die Zeit des Mauerbaus. Prof. J\u00fcrgen Heinrichs \u00fcbersetzte den Studenten die Worte von Frau Junge. Weiter ging es zum Bronzedenkmal von Heinrich Zille, welches 1965 von Heinrich Drake geschaffen wurde. Von dort waren es nur wenige Schritte bis zu den Berliner Stadtb\u00e4ren. Dort wurden wir schon von Herrn Presser vom Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt des Stadtbezirks Mitte und von Frau Falk, Betreuerin der Stadtb\u00e4ren, erwartet.<\/p>\n<p>Sie richtete den B\u00e4ren ein leckeres Mahl mit Weintrauben, Honig- und Wassermelonen, Pansen und Birnen. Maxi und Schnute lie\u00dfen sich nicht lange bitten und die Gruppe konnte die B\u00e4ren Maxi und Schnute gut beim Fressen beobachten.<\/p>\n<p>Nach den sch\u00f6nen Bildern gab es noch eine kurze Einf\u00fchrung in die Geschichte des Berliner B\u00e4renzwingers. Auch ein altes Foto aus dem Buch (befindet sich im Privatbesitz von Frau Junge) von 1914 Ludwig Hoffmann, auf dem das alte Stra\u00dfenreinigungsgeb\u00e4ude zu sehen ist, aus welchen 1939 der B\u00e4renzwinger entstanden ist, konnten sich die Studenten anschauen.<\/p>\n<p>Hier m\u00f6chte ich den Bericht beenden. Herr Prof. J\u00fcrgen Heinrichs, berichtete den Studenten, dass die Mitglieder des Vereins der Berliner B\u00e4renfreunde e.V. keinerlei Ausbildung in der Museumsp\u00e4dagogik oder Museumsmanagement haben und dass der Verein Probleme hat, neue Mitglieder f\u00fcr die ehrenamtliche Arbeit zu finden. Mitgliederwerbung ist sehr wichtig f\u00fcr unseren Verein.<\/p>\n<p>Die Gruppe bedankte sich bei dem Verein und spendete 50,- Euro. Der Verein hat die Extra-Portion f\u00fcr die beiden B\u00e4ren Maxi und Schnute bezahlt. Nach einem gemeinsamen Foto verabschiedeten sich die Studenten und machten sich auf zum n\u00e4chsten Ziel, dem Bahnhof Jannowitzbr\u00fccke.<\/p>\n<p><em>(Christa Junge)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits zum dritten Mal besuchte Prof. J\u00fcrgen Heinrichs zusammen mit einer Studentengruppe den B\u00e4renzwinger im K\u00f6llnischen Park.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2,13],"tags":[],"class_list":["post-463","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-barenzwinger","category-jahr-2009"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=463"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1119,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/463\/revisions\/1119"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}