{"id":475,"date":"2009-06-04T20:09:14","date_gmt":"2009-06-04T19:09:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=475"},"modified":"2011-09-22T10:16:43","modified_gmt":"2011-09-22T09:16:43","slug":"das-war-die-plauderei-uber-den-berliner-baren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/das-war-die-plauderei-uber-den-berliner-baren\/","title":{"rendered":"Das war die Plauderei ?ber den Berliner B?ren"},"content":{"rendered":"<p>An 2. Juni 2009 fand im Nachbarschaftszentrum &#8222;Rudi&#8220; die &#8222;Plauderei ?ber den Berliner B?ren&#8220; statt.<!--more--><strong>Plauderei ?ber den Berliner B?ren im Nachbarschaftszentrum &#8222;RuDi&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Am Dienstag, den 2. Juni 2009 ab 10:00 Uhr, gab es im Nachbarschaftszentrum ?RuDi? eine Plauderei ?ber den Berliner B?ren.<\/p>\n<p>Frau Koch und Frau Brandt begr??en Frau Junge herzlich und zeigten ihr, wo sie alles aufstellen konnte. Es gab auch gleich Hilfe von zwei kr?ftigen Herren, die schnell eine Anrichte verr?ckten und einen Tisch herbeizauberten, damit alle Unterlagen und Souvenire gut zur Geltung kamen.<\/p>\n<p>Aber zuerst gab es ein gemeinsames zweites Fr?hst?ck mit den anwesenden G?sten, was dort so ?blich ist. Eine angenehme Art empfangen zu werden. Das Besondere an diesem Tag war ein 79-j?hriges Geburtstagkind in der Runde, welchem herzlich gratuliert und ein Blumenstrau? ?berreicht wurde.<\/p>\n<p>Man kam ins Gespr?ch, und nachdem alle mit dem Essen fertig waren, schauten sich die Besucher die Unterlagen und Berlin Souvenire an, die Frau Junge mitgebracht hatte. Darunter waren auch verschiedene Ausgaben unserer Vereinszeitungen, alte Postkarten vom B?renzwinger und Berlin mit Berliner B?ren, der Umschlag mit Tilo (Plusbrief Individuell aus der Testphase Jan. 2008), Zeitungsartikel und Fotos von Berliner B?ren im Stadtbild Berlins. Die meisten davon sind von Herr Bathe entdeckt und fotografiert worden.<\/p>\n<p>Anschliessend lauschten die Zuh?rerinnen aufmerksam den Worten von Frau Junge. Sie berichtete, dass sich zwei B?ren seit 1280 auf dem Siegel der K?rschnergilde befinden und dies als Geburtsstunde des Berliner B?ren gilt. Allen G?sten war der B?renzwinger am K?llnischen Park bekannt, viele haben ihn auch schon einmal besucht. Nante und Jette sind auch ein Begriff f?r die Berliner. Die vielen B?rentaufen im Berliner Tierpark Friedrichsfelde durch Prof. Dr. Dr. h.c. Dathe sind noch in guter Erinnerung. Die jungen B?ren wurden damals viel zu fr?h von der Mutter getrennt. In der Natur bleiben sie bis zu zwei Jahren bei der Mutter. In der heutigen Zeit w?re das nicht mehr m?glich, man denkt heute mehr an das Wohl der Tiere.<\/p>\n<p>Frau Junge erz?hlte von der Entstehungsgeschichte des B?renzwingers, der am 17. August 1939 er?ffnet wurde. Zwei der B?ren, Jule und Lotte kamen aus dem Berliner Zoo und die beiden anderen, Urs und Vreni, waren ein Geschenk der Stadt Bern nachtr?glich zur 700-Jahrfeier der Stadt Berlin. Purzel, der Geschwader B?r, kam 1941 in den B?renzwinger. Es war eine sehr schwere Zeit, da die Bev?lkerung Not litt. Das Futter f?r die B?ren zu beschaffen war nicht einfach. Viele Berliner brachten trotzdem das Wenige, was sie hatten, f?r die B?ren vorbei.<\/p>\n<p>Bei den Stra?enk?mpfen 1945 kamen bis auf Lotte alle B?ren um. Diese wurde sehr entkr?ftet vorgefunden. Sie wurde im Juni 1945 dem Berliner Zoo ?bergeben, wo sie sich gut erholte und noch bis 1971 lebte.<\/p>\n<p>In der Zeit nach dem Krieg wurde der Zwinger zugesch?ttet, es gab Wichtigeres zu tun. 1949 gab es wieder viele Berliner, die ein lebendiges Wappentier haben wollten. Nante und Jette waren erneut ein Geschenk der Stadt Bern, aus dem dortigen B?rengraben. Die beiden bekamen zusammen 33 B?renkinder, aber nur ihre Tochter Julchen blieb im B?renzwinger. Nante verstarb 1979. Taps und Schnute, B?rengeschwister aus Sta?furt, kamen 1981 nach Berlin. Taps wurde sehr krank und musste 1990 eingeschl?fert werden.<\/p>\n<p>Nur wenige Monate sp?ter kam Tilo als sein Nachfolger 1990 aus Bischofswerda nach Berlin. Nun lebten Maxi, Schnute und Tilo im B?renzwinger am K?llnischen Park. Es war f?r die B?ren und die Berliner eine ereignisreiche Zeit. 1989 fiel die Berliner Mauer, viele Berliner, die ihre B?ren liebten und G?ste aus aller Welt besuchten das wundersch?ne Kleinod an der Wiege Berlins. Aber keiner wusste, wie es weiter gehen sollte. Zu DDR-Zeiten geh?rte der B?renzwinger zum Berliner Tierpark Friedrichsfelde. Nach der Wende fehlte das Geld und der Tierpark wollte ihn wegen  nicht artgerechter Haltung der B?ren schlie?en.<\/p>\n<p><strong>Nach dem Mauerfall<\/strong><\/p>\n<p>Es ging ein Protestschrei durch die Bev?lkerung, alle wollten ihre lebendigen Berliner B?ren behalten. Die Berliner Morgenpost und die BZ richteten Spendenkonten ein und es wurde ?berlegt, was man tun kann. Die Anlage mit den B?ren wurde der Stadt Berlin geschenkt. Die Verantwortung wurde dem Stadtbezirk Mitte ?bertragen. Das Gr?nfl?chenamt des Bezirkes betreut seitdem den B?renzwinger. Es wurde Geld zur Verf?gung gestellt, zwei feste Stellen f?r die ?B?renm?tter? eingerichtet und f?r den Umbau des B?renzwingers gesorgt. Die B?ren wurden in dieser Zeit im Winterquartier der Zirkus Union in Hoppegarten bei Berlin untergebracht. Es dauerte nicht lange und die B?ren konnten zur?ck. Nun gab es eine Fu?bodenheizung f?r sie, ein Oberlicht im Deckenbereich und auch neue Elektro- und Wasserleitungen.<\/p>\n<p>Wenn man die Entwicklung des Zwingers betrachtet, muss man sagen, dass unsere B?ren heute gut und vom Gesetz her artgerecht leben. Fr?her gab es nur Beton, heute Rindenmulch mit Erde gemischt, viel Gr?n, R?ckzugsm?glichkeiten, Spielm?glichkeiten, zwei Wassergaben und ein kleines Badebecken in der Freianlage rechts. Die beiden B?renm?tter Frau Kutzner und Frau Gnad betreuen unsere B?ren sehr liebevoll. Es ist gut, dass der Tierschutz sich sehr zum Positiven f?r unsere B?ren ausgewirkt hat.<br \/>\nIm Januar 1994 bekam Schnute von Tilo drei B?renjunge (Rieke, Atze, Pieke) und auch Maxi bekam zwei B?renkinder (B?rolina, Alex). Diese wurden unter gro?er Begeisterung der Berliner Bev?lkerung besucht und getauft. Aber sie konnten dort auf Dauer nicht bleiben, der B?renzwinger ist f?r so viele B?ren nicht eingerichtet. Die Todesspritze stand drohend im Raum, aber die Berliner Bev?lkerung und die Presse machte Druck und so konnten nach vielen Verhandlungen die B?renkinder in den Zoo von Buenos Aires in Argentinien und in den Nationalpark in Cabarceno in Nordspanien ?bersiedelt werden. Dort leben unsere ?Berliner B?renkinder? noch heute und wir als Verein halten Kontakt zu ihnen.<\/p>\n<p><strong>Der Verein Berliner B?renfreunde e.V.<\/strong><\/p>\n<p>Unser Verein wurde am 10. November 1994 gegr?ndet. Ziel unserer Mitglieder ist es, die Geschichte des Berliner B?ren seit 1280 zu erforschen. Wir unterst?tzen das f?r den Berliner B?renzwinger im K?llnischen Park zust?ndige Bezirks- und Gr?nfl?chenamt Berlin Mitte\/ Tiergarten bei der Unterhaltung und Popularisierung dieser bedeutenden Berliner Sehensw?rdigkeit, dazu sammeln wir alles ?ber den ?Berliner B?ren?. Unser Herr Bathe geht auf ?B?renjagd? mit der Kamera. Er (Dias) und Frau Junge (digital) suchen alles in Form von Skulpturen, Reliefs, Brunnen, Firmenlogos und Glasfenstern, die mit dem B?ren zu tun haben.<br \/>\nAuch suchen wir neue Mitglieder f?r unseren Verein. Frau Reiher unterschrieb heute spontan einen Aufnahmeantrag. Das ist f?r uns ein voller Erfolg.<br \/>\nDas war ein kurzer Abriss zu dieser kleinen Plauderei, mehr h?tte den Rahmen gesprengt. Als Dankesch?n gab es einen wundersch?nen Strau? Rosen von Frau Koch ?berreicht.<br \/>\nIn pers?nlichen Gespr?chen gab es anschlie?end noch Fragen und die alten Postkarten vom B?renzwinger wurden mit viel Interesse angeschaut.<br \/>\nEs war ein unterhaltsamer Vormittag und alle gingen mit neuem Wissen ?ber den Berliner B?ren nach Hause.<\/p>\n<p><em> (Christa Junge)<\/em><\/p>\n<p><strong>B?rengedicht<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-478\" title=\"B?rengedicht 1 - Plauderei ?ber den Berliner B?ren\" src=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_1.jpg\" alt=\"B?rengedicht 1 - Plauderei ?ber den Berliner B?ren\" width=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_1.jpg 758w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_1-182x300.jpg 182w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_1-622x1024.jpg 622w\" sizes=\"(max-width: 758px) 100vw, 758px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-479\" title=\"B?rengedicht 2 - Plauderei ?ber den Berliner B?ren\" src=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_2.jpg\" alt=\"B?rengedicht 2 - Plauderei ?ber den Berliner B?ren\" width=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_2.jpg 753w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_2-181x300.jpg 181w, https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_baerengedicht_2-619x1024.jpg 619w\" sizes=\"(max-width: 753px) 100vw, 753px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-content\/uploads\/090602_plauderei_rudi_plakat.pdf\">Plakat zum Download: Plauderei ?ber den Berliner B?ren im Nachbarschaftszentrum &#8222;Rudi&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An 2. 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