{"id":5570,"date":"2015-10-01T23:20:12","date_gmt":"2015-10-01T21:20:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=5570"},"modified":"2015-10-05T23:00:05","modified_gmt":"2015-10-05T21:00:05","slug":"fuehrung-im-roten-rathaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/fuehrung-im-roten-rathaus\/","title":{"rendered":"F\u00fchrung im Roten Rathaus"},"content":{"rendered":"<p>Interessant und sehr informativ<!--more--><\/p>\n<p>Eine Besonderheit an diesem Tag, das Rote Rathaus war wegen einer geschlossenen Veranstaltung nicht f\u00fcr Besucher ge\u00f6ffnet. F\u00fcr uns schon\u2026..<\/p>\n<p>Am Montag, den 28. September 2015 wurden wir von unserer Rathausf\u00fchrerin\u00c2\u00a0Frau Dr. Gerda Schirrmeister erwartet. Sie begleitete die Gruppe erst die Treppe und dann mit dem Fahrstuhl ganz nach oben.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Das Rote Rathaus ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Berlin und Sitz des Regierenden B\u00fcrgermeisters sowie des Senats von Berlin. Der Name des Geb\u00e4udes stammt von der Fassadengestaltung mit roten Ziegelsteinen. Zwischen 1861 und 1869 wurde das Rote Rathaus nach den Entw\u00fcrfen von Hermann Waesemann gebaut. Das Haus verf\u00fcgt \u00fcber 247 R\u00e4ume.<br \/>\nDer Rathausbau in der Stadtmitte galt mit seinem 94 Meter (einschlie\u00dflich Fahnenstange) aufragenden Turm schon zu Kaisers Zeiten als das Symbol des Selbstbewusstseins der Berliner B\u00fcrgerschaft. Das Geb\u00e4ude im Neo-Renaissancestil zeichnet sich als eine Mehrfl\u00fcgelanlage im Rundbogenstil mit insgesamt drei Innenh\u00f6fen und einem knapp 74 Meter hohen Turm aus. An den Toren der Innenh\u00f6fe befinden sich jeweils zwei Wappen mit Berliner B\u00e4r. Die Klinken der Metalltore sind mit B\u00e4renk\u00f6pfen versehen, unser Verein hat sie schon lange auf der B\u00e4renliste.<\/p>\n<p>Interessant f\u00fcr uns war die Kuppeldecke in der 3. Etage, \u00fcber der sich der Rathausturm, auf dem sich acht B\u00e4ren-Skulpturen befinden,mit einem Gewicht von mehreren Tonnen befindet. Frau Dr. Gerda Schirrmeister zeigte uns an einem alten Foto das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rungen des Roten Rathauses nach dem zweiten Weltkrieg und auch die Bebauung vor dem Krieg. Der Blick aus den Fenstern war einladend. Die Marienkirche, die Baustelle der U5 und der Neptunbrunnen erschienen in einer neuen Perspektive.<\/p>\n<p>Nur wenige Schritte weiter kamen wir zu zwei S\u00e4len, die die Namen Berliner Politiker der ersten Nachkriegsjahre tragen. Die Namensgeber sind Louise Schroeder (*2.4.1887 +6.4.1957) und Ferdinand Friedensburg (*17.11.1886 +11.3.1972). Diese S\u00e4le werden heute vor allem f\u00fcr Sitzungen genutzt, sie werden auch vermietet.<br \/>\nAm 4. Dezember 1989 trat hier der erste Berliner Runde Tisch zusammen; ein halbes Jahr sp\u00e4ter war er vor\u00fcbergehender Tagungsort f\u00fcr die gemeinsam gebildete Landesregierung aus West-Berliner Senat und Ost-Berliner Magistrat.<\/p>\n<p>Ebenfalls in der dritten Etage sind in den Fluren die Portr\u00e4ts Berliner Ehrenb\u00fcrger zu finden, sie wurden von Rolf D\u00fcbner gezeichnet. Viele davon sind uns bekannt, darunter Marlene Dietrich,<br \/>\nWilly Brandt, Helmut Schmidt, Sigmund J\u00e4hn, Richard Freiherr von Weizs\u00e4cker und viele andere. 52 Bilder befinden in der Galerie. Insgesamt sind es aber 118 Personen, die die Ehrenb\u00fcrgerschaft erhalten haben.<\/p>\n<p>Der Wappensaal war urspr\u00fcnglich Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung. Die Glasfenster nach Entw\u00fcrfen von Heinrich Lists zeigen die Wappen Berlins und aller Berliner Bezirke. Mit ihnen wird Bezug auf die 1920 gebildete Stadtgemeinde Gro\u00df-Berlin genommen, bei der die Verwaltungsbezirke Berlins entstanden sind. Das Besondere: Auch die Wappen des ehemaligen Westteils der Stadt wurden eingearbeitet, denn damals verfolgte auch die DDR noch das Ziel der Vereinigung und der Magistrat von Ost-Berlin erhob den Anspruch, ganz Berlin zu vertreten.<br \/>\nNur wenige Schritte entfernt befindet sich der Festsaal. Beim Wiederaufbaus 1951 &#8211; 1955 wurde die Empore abgerissen und die Decke tiefer geh\u00e4ngt. Dadurch sind die kleinen Bogenfenster oberhalb der gro\u00dfen Fenster nicht mehr zu sehen. Seit dem 22. M\u00e4rz 2005 h\u00e4ngt im Festsaal wieder das Gem\u00e4lde Der Berliner Kongress von 1878 des Hofmalers Anton von Werner (1843-1915).<\/p>\n<p>Die Haupttreppe am Eingang f\u00fchrt \u00fcber 39 Stufen \u00fcber einem roten Teppich in die Vorhalle. Zu sehen sind Vitrinen mit Gastgeschenken des Berliner Rathauses und das Goldene Buch der Stadt, in das sich Staatsoberh\u00e4upter beim Rathausbesuch im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung eintragen. Damit endete unser Rundgang und wir bedankten uns f\u00fcr die sehr informative Stunde, die wir mit Frau Dr. Gerda Schirrmeister verbringen konnten.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gab es f\u00fcr uns alle im \u201eReinhards\u201c in der Poststr. 28 Kaffee und Kuchen. So fand ein sch\u00f6ner Nachmittag seinen Abschluss.<\/p>\n<p>Christa Junge<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interessant und sehr informativ<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,23,12,3],"tags":[],"class_list":["post-5570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berliner-bar","category-fragen_und_antworten","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5570"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5883,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5570\/revisions\/5883"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}