{"id":7106,"date":"2016-06-06T11:40:50","date_gmt":"2016-06-06T09:40:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=7106"},"modified":"2016-11-05T12:48:35","modified_gmt":"2016-11-05T11:48:35","slug":"berliner-reifenwerk-gmbh-berlin-schmoeckwitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/berliner-reifenwerk-gmbh-berlin-schmoeckwitz\/","title":{"rendered":"Berliner Reifenwerk GmbH Berlin-Schm\u00f6ckwitz"},"content":{"rendered":"<p>Von einem Problem-Industriegel\u00e4nde zu einen Gel\u00e4nde mit viel Wald und zudem noch Landschafts-und Wasserschutzgebiet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Von einem Problem-Industriegel\u00e4nde zu einen Gel\u00e4nde mit viel Wald und zudem noch Landschafts-und Wasserschutzgebiet.<\/p>\n<p>Das Berliner Reifenwerk (BRW) entstand in einem Waldgebiet und wurde vor dem Krieg von Georg M\u00fcller gegr\u00fcndet. Ab 1942 sollte Georg M\u00fcller, nachdem die heutige Firma Reifen-M\u00fcller noch den Namen tr\u00e4gt, vornehmlich f\u00fcr die Wehrmacht runderneuern und Reifen herstellen. Die Produktionsst\u00e4tte f\u00fcr Schl\u00e4uche und auch Neureifen f\u00fcr die Wehrmachtsbereifung entstand in Berlin-Schm\u00f6ckwitz. ngg_shortcode_0_placeholderngg_shortcode_1_placeholderDer B\u00e4r mit einen Reifen in der rechten oder linken\u00c2\u00a0Tatze war das Logo des Berliner-Reifen-Werks.<\/p>\n<p>Das Werk wurde im Krieg fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt, Reifen-M\u00fcller stellte aber schon 1952 auf der Autorennstrecke Avus die Siegerreifen.<\/p>\n<p>1953 wurde Reifen-M\u00fcller enteignet und der VEB Berliner Reifenwerk gegr\u00fcndet. Mit der 1968 erfolgten Zusammenlegung der gesamten Reifenproduktion der DDR unter dem Markennamen Pneumant wurde die Produktion 1970 aus Schm\u00f6ckwitz in das DDR-Reifenkombinat F\u00fcrstenwalde verlagert. Nach 1970 wurden in Schm\u00f6ckwitz Pneumant-Reifen runderneuert, wobei die Karkassen aus dem Westen importiert wurden.<br \/>\nNach der Wende erhielten die Erben die Firma zur\u00fcck. Bei einem Verkauf ging das Grundst\u00fcck an windige Investoren, an deren &#8222;Engagement&#8220; noch die Reste einer mehrere Millionen Euro teuren und mit EU-F\u00f6rdermitteln bezahlten Aufbereitungsanlage f\u00fcr Altreifen erinnern.<\/p>\n<p>Das fr\u00fchere Industriegel\u00e4nde wechselte nach endg\u00fcltiger Betriebseinstellung des Werkes vor 15 Jahren mehrfach Eigent\u00fcmer und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Verschiedene Teilfl\u00e4chen wurden an diverse und immer wieder wechselnde Unternehmen besonders der Abfall- und Schrottbranche als Betriebs- und Lagerfl\u00e4chen verpachtet. Die Geb\u00e4ude und gesamte Gel\u00e4nde verfielen und verwahrlosten daraufhin zusehends. Gro\u00dfbr\u00e4nde in den Jahren 2005, 2008 und 2009 richteten weitere Verw\u00fcstungen an. R\u00e4umungsanordnungen der Beh\u00f6rden wurde nicht befolgt und Ersatzvornahmen der Umweltbeh\u00f6rden des Bezirks und der Senatsverwaltungen &#8211; so zur Beseitigung grundwasser- und bodengef\u00e4hrdender Zust\u00e4nde &#8211; brachten keine nachhaltigen Verbesserungen.<br \/>\nDie Anschrift Adlergestell 708-730 war schon seit Jahren keine gute Adresse mehr.<\/p>\n<p>Zeitweise unter Polizeischutz erfolgte im Mai 2014 die vollst\u00e4ndige Ber\u00e4umung des 84.000 m\u00c2\u00b2 gro\u00dfen, fr\u00fcheren Industriegel\u00e4ndes nach endg\u00fcltiger Betriebseinstellung des Werkes, zum Schutz vor den dort durchweg ohne Genehmigung t\u00e4tigen Unternehmen und auf Grund einer Anordnung zum Schutz der nahegelegenen Trinkwasserbrunnen in Eichwalde.<br \/>\nDas Land habe das Gel\u00e4nde im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdosten der Stadt, auf dem fast 60 Jahre lang Autoreifen runderneuert wurden, einem Kaufmann aus Westdeutschland abgekauft. Er hatte das seit 15 Jahren brachliegende Traditionswerk bei einer Zwangsversteigerung erworben. Das Gel\u00e4nde soll aufgeforstet und renaturiert werden. Das Gel\u00e4nde ist offiziell Wald und zudem noch Landschafts-und Wasserschutzgebiet.<\/p>\n<p>Die Kosten des Erwerbs, der Ber\u00e4umung, des Geb\u00e4udeabrisses, der Entsiegelung, der Abfallentsorgung und der Aufforstung werden sich auf ca. 4,3 Mio. Euro belaufen. Alle Ma\u00dfnahmen, die bis Ende 2015 abgeschlossen sind, werden aus dem Umweltentlastungsprogramm II (UEP II) mit rd. 3,8 Mio. Euro gef\u00f6rdert. Zum Grunderwerb steuert das UEP II 375.000 Euro bei. 178.500 Euro hiervon sind &#8222;europ\u00e4isches Geld&#8220; aus dem Europ\u00e4ischen Regionalfonds (EFRE).<\/p>\n<p>Schon im Fr\u00fchjahr 2016 sollen die ersten B\u00e4ume wachsen: Ein \u201eVorwald&#8220; aus Birken und Zitterpappeln, der den anderen &#8211; vor allem Eichen &#8211; sp\u00e4ter Schatten spendet.<\/p>\n<p>Quelle<br \/>\nSenatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt Pressemitteilung 05.08.15<br \/>\nBA Treptow-K\u00f6penick &#8211; Umwelt- und Naturschutzamt 06.08.2015<\/p>\n<p>Der Verein hat seit 2006 versucht diese sch\u00f6nen plastischen B\u00e4ren, die anscheinend bis zum Schluss nicht von den Br\u00e4nden betroffen waren, durch das Landesdenkmalamt Berlin mittels Abguss zu sichern. Unsere Bem\u00fchungen waren nicht erfolgreich.<\/p>\n<p>Christa Junge<br \/>\nngg_shortcode_2_placeholder<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von einem Problem-Industriegel\u00e4nde zu einen Gel\u00e4nde mit viel Wald und zudem noch Landschafts-und Wasserschutzgebiet.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,23,12,96,49,3,47],"tags":[],"class_list":["post-7106","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berliner-bar","category-fragen_und_antworten","category-jahr-2016","category-kunstler","category-topthema","category-wappentier"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7106","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7106"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7106\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7233,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7106\/revisions\/7233"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}