{"id":8135,"date":"2016-12-28T19:48:06","date_gmt":"2016-12-28T18:48:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=8135"},"modified":"2017-03-14T10:25:35","modified_gmt":"2017-03-14T09:25:35","slug":"berlin-friedrichstrassen-passage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/berlin-friedrichstrassen-passage\/","title":{"rendered":"Berlin \u201eFriedrichstra\u00dfen-Passage\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Von der&nbsp;Friedrichstra\u00dfen-Passage, zu Wertheim, AEG, Haus der Technik, zum Tacheles, bis zum neuen Wohnquartier<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>PASSAGE-KAUFHAUS<\/strong><br \/>\n<strong> Vereinigung erstklassiger Spezialgesch\u00e4fte<\/strong><br \/>\n<strong> BERLIN, Friedrichstra\u00dfe 110,11,112<\/strong><\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude wurde 1907 bis 1908 in 15 Monaten unter der Leitung des kaiserlichen Baurates Franz Ahrens errichtet und 1909 als Kaufhaus mit dem Namen \u201eFriedrichstra\u00dfen-Passage\u201c er\u00f6ffnet. Der Geb\u00e4udekomplex zog sich damals von der Friedrichstra\u00dfe bis zur Oranienburger Stra\u00dfe hin. Die Passage hatte an beiden Stra\u00dfen Eing\u00e4nge und verband diese miteinander.<br \/>\nDas 1909 fertiggestellte \u201ePassage-Kaufhaus\u201c, bot den gigantischen Warenh\u00e4usern Konkurrenz und war zugleich eine der ersten Stahlbeton-konstruktionen Europas.<br \/>\nDer hohe, zweigeschossige Sockel aus rustikalen Kalksteinquadern schlie\u00dft mit einer Balustrade ab, dar\u00fcber erheben sich noch drei weitere Gesch\u00e4ftsetagen. <em>Den bildhauerischen Schmuck der Fronten aus Muschelkalk schufen die Bildhauer Hans Schmidt und Richard K\u00fchn.<\/em> Von dem weithin sichtbaren Eingangsbogen der Passage an der Oranienburger Stra\u00dfe f\u00fchrte eine glas\u00fcberdachte Ladengalerie bis an die Friedrichstra\u00dfe 110-112. In deren Mitte befand sich ein glas\u00fcberdeckter Kuppelraum, er war das Herzst\u00fcck der Passage. Die Kuppel&nbsp; war 48 Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 26 Metern, eine Meisterleistung.<\/p>\n<p>Nach dem fr\u00fchen Scheitern des urspr\u00fcnglichen Konzeptes als Einkaufspassage musste das Geb\u00e4ude bereits vor 1914 zwangsversteigert werden.<\/p>\n<p>Nach 1918 \u00fcbernahm die AEG die Passage und er\u00f6ffnete hier das Haus der Technik mit Ausstellungen der Firmenerzeugnisse. Im Kuppelbau des Geb\u00e4udes fanden h\u00e4ufig Filmvorf\u00fchrungen statt. Ber\u00fchmt wurde das \u201eHaus der Technik\u201c durch die erste Fernseh\u00fcbertragung der Welt, die Ende der 30er Jahre hier stattgefunden hat. ngg_shortcode_0_placeholderngg_shortcode_1_placeholder<\/p>\n<p><em>Im 2. Quartal 2010 haben wir \u00fcber die Friedrichstra\u00dfen-Passage in unserer Vereinszeitung &#8222;Der Berliner B\u00e4r&#8220; berichtet. \u00dcber den Treppen im Kuppelsaal, der in den 80er Jahren gesprengt wurde, gab es B\u00e4renfiguren mit Kindern bzw. Putten. Anfang des Jahres 2010 bekam ich auf dem Flohmarkt eine alte Postkarte, die erst 1940 versandt wurde, eben mit diesen B\u00e4ren und Kindern.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Seit Oktober 2016 gibt es eine Ausstellung &#8222;Vom Kaufhaus zum Tacheles&#8220; Fotografien der Friedrichstra\u00dfen-Passage im Museum f\u00fcr Technik in Berlin, sie geht bis zum 4. April 2017. Zu dieser Ausstellung passt die alte Ansichtskarte mit den B\u00e4ren, die vom Berliner Fotograf Franz Kullrich (1864-1917)<\/em> <em>aufgenommen wurde.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.museumsportal-berlin.de\/de\/ausstellungen\/vom-kaufhaus-tacheles\/\">http:\/\/www.museumsportal-berlin.de\/de\/ausstellungen\/vom-kaufhaus-tacheles\/<\/a><\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p>W\u00e4hrend der NS-Zeit wurden immer gr\u00f6\u00dfere Teile im Haus der Technik von Parteiorganisationen belegt und in den letzten Kriegstagen wurde der zweite Tiefkeller geflutet, der seither unter Wasser steht. 1948 wurde das Geb\u00e4ude vom FDGB \u00fcbernommen, wo es jahrzehntelang als gigantische Ruine allm\u00e4hlich dem v\u00f6lligen Verfall preisgegeben schien. Die Trakte in der Passage waren teilweise aufgerissen, die D\u00e4cher mit Unkraut bewachsen und nur zeitweise Nutzungen einzelner Geb\u00e4udeteile brachten ein wenig Leben in das riesige Haus.<\/p>\n<p>1980 wurden einige Trakte gesprengt, da in der neuen Planung der Friedrichstra\u00dfe kein Platz f\u00fcr den Ladenkomplex vorgesehen war.<br \/>\nIm April 1990 sollten die letzten Reste der Passage beseitigt werden, und am 13. Februar des gleichen Jahres wurde die Ruine von der K\u00fcnstlerinitiative Tacheles besetzt, die den sofortigen Stopp der bereits eingeleiteten Abrissvorbereitungen forderte.<br \/>\nPraktisch in letzter Minute gelang es der Initiative, die Ruine zu erhalten und sie erreichten zudem, dass das Haus unter Denkmalschutz gestellt wurde.<\/p>\n<p>Das Kunsthaus Tacheles war ein Kunst- und Veranstaltungszentrum in der Oranienburger Stra\u00dfe im Berliner Ortsteil Mitte. Es nutzte zwischen 1990 und 2012 einen vor dem Abriss geretteten Geb\u00e4udeteil eines ehemaligen Kaufhauses.<\/p>\n<p>Der Name der K\u00fcnstlerinitiative ging mit der Zeit auf das ganze Haus \u00fcber. Nach und nach etablierte sich das Tacheles zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe in der Berliner Kunst- und Kulturszene. Zahlreiche Ateliers, Ausstellungsfl\u00e4chen, ein Kino, eine Bar und gr\u00f6\u00dfere R\u00e4ume f\u00fcr Konzerte, Lesungen usw. machten das Tacheles zu einem vielf\u00e4ltigen und innovativen Ort und zu einem Magneten f\u00fcr Berliner und Touristen.<\/p>\n<p>Das Kunsthaus Tacheles wurde am Morgen des 4. September 2012 endg\u00fcltig ger\u00e4umt, wobei es nur einen symbolisch-k\u00fcnstlerischen Protest gab.<\/p>\n<p>Beginn der Sanierung im Jahr 2016<\/p>\n<p>Das Tacheles steht im Jahr 2016 vor einer neuen Zukunft. Auf dem Gel\u00e4nde des seit vier Jahren leerstehenden Geb\u00e4udes begannen am&nbsp; 04. April 2016 die Vorarbeiten f\u00fcr den Bau eines neuen Stadtquartiers. Das Areal soll dabei saniert und sp\u00e4ter wieder kulturell genutzt werden.<\/p>\n<p>Das neue Tacheles<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstler lie\u00dfen das Tacheles neu entstehen: An der Neuen B\u00f6rse Marzahn und an der Marzahner Chaussee auf das Gel\u00e4nde des ehemaligen Magerviehhofs. K\u00fcnstler aus Frankreich, Italien, Indien und Lateinamerika haben St\u00e4lle und Baracken zu Ateliers umgebaut. Au\u00dferdem existiert die K\u00fcnstlerinitiative weiterhin im Netz<\/p>\n<p>Quelle: wikipedia, Christa Junge<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unser Dank gilt Sigmund Czech der Fotos aus seinem Privatarchiv zum ehemaligen PASSAGE-KAUFHAUS in der Berliner Friedrichstra\u00dfe aus den 80er Jahren zur Verf\u00fcgung gestellt hat.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der&nbsp;Friedrichstra\u00dfen-Passage, zu Wertheim, AEG, Haus der Technik, zum Tacheles, bis zum neuen Wohnquartier<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,36,23,59,12,96,49,51,3],"tags":[],"class_list":["post-8135","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berlin-bar","category-berliner-bar","category-bildhauer","category-fragen_und_antworten","category-jahr-2016","category-kunstler","category-stiftung-stadtmuseum-berlin","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8135","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8135"}],"version-history":[{"count":49,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8135\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8518,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8135\/revisions\/8518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}