{"id":9370,"date":"2017-05-12T11:31:11","date_gmt":"2017-05-12T09:31:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/?p=9370"},"modified":"2017-05-12T11:31:11","modified_gmt":"2017-05-12T09:31:11","slug":"feuerwache-von-ludwig-hoffmann-fischerkitz-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/feuerwache-von-ludwig-hoffmann-fischerkitz-5\/","title":{"rendered":"Feuerwache von Ludwig Hoffmann, Fischerkitz 5"},"content":{"rendered":"<p>Berliner B\u00e4r aus der Feuerwache von Ludwig Hoffmann gerettet<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em><strong>Neues vom Berliner B\u00e4ren, Fischerkitz 5<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ende Februar 2017 erhielten wir vom Retter des Berliner B\u00e4ren, Gerhard Olbrich, eine Nachricht.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderMit Freude habe ich den Beitrag \u00fcber \u201emeinen\u201c B\u00e4ren gelesen. Seit 25 Jahren wohne ich schon auf Teneriffa und jedes Mal wenn ich Berlin besuche, besuche ich auch \u201emeinen\u201c Berliner B\u00e4ren. In meiner Berliner Familie sind sehr viele Berufsfeuerwehrleute, die es als Kult ansehen bei besonderen Anl\u00e4ssen den Berliner B\u00e4ren zu besuchen. Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Gerhard Olbrich<\/p>\n<p>Ihr B\u00e4r ist einer unserer interessantesten Berliner B\u00e4ren. Er hat Ausstrahlung und ist auch einer der \u00e4ltesten B\u00e4ren, die es in Berlin gibt. Sie k\u00f6nnen stolz darauf sein, der Retter dieses wunderbaren B\u00e4ren zu sein.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcrden uns sehr freuen, wenn Sie uns vielleicht dar\u00fcber berichten, wie Sie sich gef\u00fchlt haben, als Sie die sch\u00f6ne B\u00e4renkartusche der alten Feuerwache entdeckt haben?<br \/>\nEs war sicherlich nicht einfach so ein gro\u00dfes St\u00fcck mit zu nehmen? Bei der B\u00e4rensuche des ND haben Sie sich ja gemeldet und den B\u00e4ren auch wieder an die Stadt Berlin \u00fcbergeben. Wie ist das vor sich gegangen? Wurde er erst eingelagert? Es musste ja auch noch beschlossen werden, wo er wieder angebracht wird. Das war damals sicherlich nicht einfach&#8230;.<br \/>\nDer Ort ist Ideal, aber er k\u00f6nnte noch mit einer kleinen Tafel versehen werden. Viele wissen nicht, warum dieser alte B\u00e4r an einem Neubau befestigt ist. Wir wissen das. Das es in Ihrer Familie viele Berufsfeuerwehrleute gibt, passt wunderbar dazu.<\/p>\n<p>Gerhard Olbrich kommt am 3. Mai von Teneriffa nach Berlin. Er besucht die IGA in Berlin-Marzahn und unten im Kienberg, ist ein Teil der IGA, liegt der gesamte Rest der alten Feuerwache, als einziges Teil wurde der Berliner B\u00e4r gerettet.<br \/>\nEr schrieb uns folgendes -1973 habe ich Schutt von der Fischerinsel nach Marzahn in die Senke der Wuhle gefahren, es war die erste Fuhre zur neuen Schuttkippe. Auf der Fischerinsel, zur Schleusenseite, war ein gro\u00dfer Torbogen und als Endstein der B\u00e4r (aber ohne Platte) ich hatte den Baggerf\u00fchrer gebeten diesen Stein auf einen bereitgestellten Anh\u00e4nger zu laden und noch einige alte Mauersteine f\u00fcr meinen Garagenbau dazuzulegen. Am Morgen fuhr ich nach Hause und beim Abkippen lag da die \u00dcberraschung, ein riesiger Stein von ca. 600 kg. Mit Freunden haben wir den aufgestellt bis zu dem Tag, als er von Stuck und Naturstein abgeholt wurde und die heutige Platte mit B\u00e4r abgeschnitten wurde, leider habe ich keine weiteren Infos \u00fcber den Verbleib erhalten und nur durch Zufall habe ich ihn wiedergefunden.<\/p>\n<p>-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-<\/p>\n<p><em><strong>1980 ND B\u00e4rensuche<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 1980, in einer einmaligen B\u00e4rensuche im Stadtbild von Berlin durch die Leser des Neuen Deutschland wurden \u00fcber 130 B\u00e4renskulpturen, Brunnen und Reliefs gefunden. Eines w\u00e4re aberheute sicherlich verschollen, h\u00e4tte nicht ein aufmerksamer Berliner diesen B\u00e4ren gerettet. Auf Grund dieser Suchaktion hatte er sich gemeldet und hier seine Geschichte.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholderHerr Olbrich, damals aus Berlin-Blankenfelde war in der 70iger Jahren Kraftfahrer im Tiefbaukombinat. Als er und einer seiner Kollegen bei Abrissarbeiten auf der Fischerinsel wieder eine neue Tour zur Schuttkippe fahren wollten, fand er ein Sandsteinrelief mit B\u00e4r auf seinem schweren Kipper. Er rettete den B\u00e4ren und bewahrte ihn auf seinem Grundst\u00fcck auf &#8211; bis zu der B\u00e4rensuche 1980 vom ND. Er war bereit diesen B\u00e4ren wieder der Stadt zur\u00fcckzugeben. Nach den Recherchen des ND thronte dieser B\u00e4r einst \u00fcber dem seitlichen Tor der Alten Feuerwache in der Fischerstra\u00dfe, ein Werk des Bildhauers E. Giesecke.<\/p>\n<p>Ludwig Hoffmann &#8211; von 1896-1924 Stadtbaudirektor &#8211; schrieb dazu: \u201eHier deuten in der T\u00fcrfasche kleine Fischer zwischen Flammen das Wasser, w\u00e4hrend inmitten eine gro\u00dfe Kartusche das Wappen von Berlin zeigt. Unter dem Schild mit dem B\u00e4ren erinnert ein kleiner Feuerwehrmann mit zwei Delfinen an die Bestimmung des Tores. Und man kann sich vorstellen, dass dieser B\u00e4r durch Kriegseinwirkungen zwar etwas ru\u00dfgeschw\u00e4rzt war, aber gewiss ein besonders \u201eorigineller\u201c Fund der B\u00e4rensuche ist. Er hat einen neuen Ruheplatz in unserer Stadt verdient.\u201c Soweit der Inhalt des damaligen Artikels von Dieter Bolduan. Wer heute mit offenen Augen durch unser sch\u00f6nes Berlin geht, kennt diesen B\u00e4ren schon l\u00e4ngst. Er ist am Giebel des Hochhauses Fischerkitz 5 in Mitte angebracht.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren wurde das Hochhaus saniert und wir verfolgten mit Argusaugen, dass dieser B\u00e4r dort bleibt.<\/p>\n<p><em><strong>Das Hochzeitszimmer aus dem Rathaus Pankow stammt aus der Alten Feuerwache in Berlin-Mitte<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Neu f\u00fcr unseren Verein ist, dass das Hochzeitszimmer im Rathaus Pankow aus der Alten Feuerwache in Berlin-Mitte<br \/>\nstammt. Das von dem Architekten Ludwig Hoffmann vor mehr als 100 Jahren entworfene Hochzeitszimmer befand sich nach Angaben des Bezirksamtes in seiner urspr\u00fcnglichen Form in der Alten Feuerwache des historischen Fischerkiezes. Hoffman entwarf auch den M\u00e4rchenbrunnen im Friedrichshain.<br \/>\nBeim Abriss des Kiezes in den 70er Jahren wurde die Alte Feuerwache in der Fischer Stra\u00dfe abgerissen. Das Hochzeitszimmer wurde im M\u00e4rkischen Museum zwischengelagert und im Rathaus Pankow an der Breiten Stra\u00dfe 1979 originalgetreu wieder aufgebaut. Das Jugendstilzimmer schm\u00fcckt eine h\u00f6lzerne Wandverkleidung des Bildhauers Josef Breitkopf Cosel.<br \/>\nEnde 2006, nach einer umfassenden Restaurierung wurde das bei Paaren seit Jahrzehnten beliebte Hochzeitszimmer des Standesamtes im Rathaus von Pankow wieder er\u00f6ffnet. Die Restaurierung kostete etwa 40.000 Euro.<\/p>\n<p>Quelle &#8211; Christian Bormann, Pankower Chronik<\/p>\n<p><em>Noch ein Nachsatz dazu.<\/em> Herr Olbrich berichtete uns bei einem Treffen auf der IGA in Berlin-Marzahn, dass das Hochzeitszimmer, im M\u00e4rkischen Museum eingelagert, f\u00fcr Devisen verkauft werden sollte. Das wusste der zust\u00e4ndige Kurator zu verhindern! Ansonsten w\u00e4re ein kulturhistorischer Schatz f\u00fcr immer verschwunden. Gl\u00fcckliche Umst\u00e4nde f\u00fchrten dazu, dass das Hochzeitszimmer statt Devisen zu bringen, vorzeitig in das Pankower Rathaus&nbsp; gebracht werden konnte und z\u00fcgig eingebaut wurde. So hatte man Tasachen geschaffen, die nicht r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden konnten.<\/p>\n<p><em><strong>Der Kienberg<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Im 19. Jahrhundert hat sich der H\u00fcgel mit gerade knapp 50 Meter kaum von der Landschaft abgehoben. In der Nachkriegszeit zwischen den Jahren 1945 und 1985, in gerade mal 40 Jahren, hat der Kienberg seine H\u00f6he auf 102 Meter mehr als verdoppelt. Der Grund f\u00fcr diesen Anstieg ist jedoch der Mensch. In diesem Gebiet wurden mehrere Tonnen Kriegstr\u00fcmmer, Bauschutt oder einfach nur M\u00fcll abgeladen. Als Anfang der 1980er Jahre mehrere Menschen in der unmittelbaren Umgebung des Berges niederlie\u00dfen, konnte der Berg nicht in diesem Zustand bleiben. Lastwagen lieferten hunderte Tonnen Erde um die Abf\u00e4lle darunter zu begraben. Ab 1985 wurde der Kienberg in mehreren ehrenamtlichen Bepflanzungsaktionen zu einem gr\u00fcnen Ort. Heute befindet sich auf dem Kienberg ein dichter und sehr nat\u00fcrlich wirkender Wald. 2017 ist er ein Teil der Internationen Gartenbau Ausstellung (IGA) in den G\u00e4rten der Welt in Berlin-Marzahn. Gondeln f\u00fchren zuerst auf den 102 Meter hohen Gipfel des Kienbergs, in die N\u00e4he des Aussichtsbauwerkes Wolkenhain. Nach insgesamt 1,5 km, die in rund 5min. Fahrzeit \u00fcberbr\u00fcckt sind, endet die Panoramafahrt am Blumberger Damm, an der Seilbahnstation \u201eG\u00e4rten der Welt\u201c.<\/p>\n<p>Quelle &#8211; Bezirksamt Marzahn<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berliner B\u00e4r aus der Feuerwache von Ludwig Hoffmann gerettet<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,134,146,23,59,152,143,12,145,148,107,149,141,144,151,147,3,47],"tags":[],"class_list":["post-9370","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-berlin-mitte","category-berlin-pankow","category-berliner-bar","category-bildhauer","category-der-kienberg","category-fischerkitz-5","category-fragen_und_antworten","category-hochzeitszimmer","category-iga-berlin-marzahn","category-jahr-2017","category-josef-breitkopf-cosel","category-ludwig-hoffmann","category-maerkisches-museum","category-pankower-chronik","category-rathaus","category-topthema","category-wappentier"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9370"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12324,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9370\/revisions\/12324"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berliner-baerenfreunde.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}