Berliner Bärenfreunde e.V.

Dienstag, 18. September 2018

Ausstellung im Berliner Bärenzwinger „Habitat / Lebensraum“

Freitag, den 23.März 2018 eröffnete um 19:00 Uhr die Ausstellung „Habitat“ (Lebensraum) mit Arbeiten von Miriam Jonas und Andreas Greiner. Sie wurde von Nadia Pilchowsi und Marie-Christin Lender Kuratiert.

Es war schon Dunkel und man konnte auf der linken Freifläche ein Folienzelt erkennen und auf der rechten Freifläche einen großen Erdhügel. Die Besucher mussten sich im Inneren des Bärenzwingers erst an die Dunkelheit gewöhnen. Ins Auge sprangen förmlich die neu gestalteten Innenwände der Käfige mit farbigen Isolierplatten, in eine neue begehbare und durch die, nur für die Bären angelegten Durchgangsschleusen in eine bekriechbare Skulptur verwandelt wurde. Sie stammt von der Bildhauerin Miriam Jonas. Die Farbe entstand nach dem festgelegten Mischungsverhältnis des sogenannten „Baker-Miller-Pink“. Der Farbton wurde 1960-1980 auf seine Wirkung auf Körper und Psyche erforscht. Der rechte Ausgang für die Bären wurde mit bunten Neonröhren, einem Gitter ähnlich, verschlossen.

Dann wurde es Zeit und Frau Dr. Ute Müller-Tischler, Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur begrüßte die Besucher und Künstler. Leider war sie und auch die anderen Redner nur schlecht zu verstehen, weil der Generator für das Folienzelt zu laut war.
Aber das Interesse alles weiter anzuschauen ließ nicht nach und es waren ganz begeisterte Japaner und englisch sprechende Besucher vor Ort. Das  Folienzelt war ein besonderer Anziehungspunkt. Hier ging es um Algen, Wasser und den Ansatz für die intelligente Nutzung von Mikroalgen. Ein Fahrrad wird bei seiner Nutzung mit Hilfe einer Pumpe, Wasser durch ein Glasrohr, welches in dem Becken auf der Freianlage endet, fließen lassen.
Ivy Lee Fiebig arbeitet aktuell an neuen modularen Konzepten für die Gestaltung lebendiger Architektur. Zusammen mit Andreas Greiner, der selbst den Begriff der lebendigen Skulptur geprägt hat, setzt sie sich mit der Frage auseinander, wie eine Umgebung geschaffen werden kann, von denen Menschen profitieren, indem ihre natürlichen Lebensumstände aufrechterhalten werden kann.

In der ehemaligen Vorratskammer des Bärenzwingers entstand, durch ein maßgefertigtes System aus Glasrohren, die sich vom Boden empor Richtung Decke erstrecken, ein besonderer Lebensraum für Bioluminieszierende Algen. Luftblasen steigen auf. In diesem Lebensraum wird das Wachstum der Einzeller gefördert, obwohl sie gleichzeitig einer Störung ausgesetzt werden, die sie zum Leuchten bringen.
Viele kennen das Leuchten aus dem Meer, es führt uns gedanklich an den Ursprung allen Lebens.
Man kam wieder ins Gespräch mit den Besuchern und den Künstlern. Geschätzte Besucheranzahl – 70.
Da es schwer war zu fotografieren, besuchte ich die Ausstellung erneut und am Tage entstanden die anderen Fotos.

Ausstellung 24.03. bis 06.05.2018

Berliner Bärenzwinger
Im Köllnischen Park | 10179 Berlin
Eingang gegenüber Rungestraße 3
Tel. (030) 9018 37461

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr | Der Eintritt ist frei.

Der Bärenzwinger ist derzeit leider noch nicht barrierefrei erreichbar.
Gäste mit Kommunikations- bzw. Assistenzhilfebedarf melden diesen bitte unter der Rufnummer (030) 9018 37461 oder per E-Mail an info@baerenzwinger.berlin an.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich aufgrund der räumlichen Gegebenheiten maximal 25 Personen zeitgleich im Bärenzwinger aufhalten dürfen.

Verkehrsverbindungen
U8 Heinrich-Heine Straße, U2 Märkisches Museum,
U+S Jannowitzbrücke, Bus 165, 265, 248