Berliner Bärenfreunde e.V.

Donnerstag, 24. Juni 2021

Bauzaun der U-Bahnlinie U5 mit dem Berliner Wappentier

Das Projekt „Lückenschluss U5“ verbindet die U-Bahnlinie U5 (Hönow bis Alexanderplatz) mit der U55 (Brandenburger Tor bis Hauptbahnhof). Der neue Streckenabschnitt wird drei neue Stationen erhalten: „Rotes Rathaus“, „Museumsinsel“ und „Unter den Linden“. Baubeginn war im Jahr 2012.

Die Bauarbeiten gehen kontinuierlich voran. Die Tunnelgrabungen und der Rohbau des U-Bahnhofs Rotes Rathaus wurden bereits abgeschlossen. Auch am U-Bahnhof „Unter den Linden“ geht es noch in diesem Jahr in den Ausbau. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2020 geplant. Die Kosten für die 2,2 Kilometer lange Strecke und die drei neuen U-Bahnhöfe betragen 525 Millionen Euro.

Seit Herbst letzten Jahres sieht man in Berlins Mitte die interessanten Motive mit Berliner Bär am Bauzaun der U5. Sie sind ein echter Hingucker für alle!

Die Gestaltung wurde von der Projektrealisierungs GmbH U5 (PRG U5) mit der Agentur Römer, Wildberger 2016 entwickelt und umgesetzt. Die BVG ist zwar Muttergesellschaft der PRG U5, hat aber mit der Gestaltung des Bauzauns im Einzelnen nichts zu tun.

Das Motto des Bauzauns lautet „U5 verbindet“.
Die Darstellungen sollen zeigen, dass mit der Verlängerung der U5 eine Verbindung hergestellt wird, die die Fahrgäste zusammenführen wird.

An den Bauzäunen fahren die U-Bahnen schon heute. Durch die verschiedenen Charaktere möchte man auf humorvolle Art und Weise darstellen, wem die U5 später zugutekommen wird. Dabei hat man auf eine bunte Mischung geachtet – so bunt, wie Berlins Mitte eben ist.

In den U-Bahnzügen und auf den Informationstafeln, die „Hintergleiswänden“ ähneln, findet man zahlreiche Informationen zur U5 und den Baustellen des Projekts „Lückenschluss U5″.

Der Bär als Wappentier Berlins wurde gewählt, um darzustellen, dass die U5 auch das politische Berlin – auf der Landesebene an das „Rote Rathaus“ anbindet. Das Pendant zum Berliner Bären ist der Bundesadler, der für die Anbindung des politischen Berlins auf Bundesebene steht. Schließlich hält die U55 bereits am Bahnhof Bundestag.

In Verbindung mit Estefania, der jungen spanischen Frau, wird symbolisiert, dass die Zuneigung zwischen Berlin und den Touristen aus aller Welt durchaus auf Gegenseitigkeit beruht.

Neue Bären gibt es auch im U5-Infowaggon am Nikolaiviertel, Rathausstraße zu bewundern: Seit dem 14. April 2017 gibt es hier wieder viele interessante Informationen zum Projekt „Lückenschluss U5“.

Der Bauzaun des Projekts besteht aus über 1.300 einzelnen Platten, sie sind je zwei Meter hoch und er geht über eine Fläche von 5.300 Quadratmeter. Der Zaun ist sechs Kilometer lang. Abhängig von den Bauphasen muss der Bauzaun immer wieder etwas umgestellt werden. Die größten Teile stehen dort seit Baubeginn für die U5, also seit 2012.

Der Bauzaun wird zurückgesetzt, sobald die Bauflächen nicht mehr benötigt werden. Am Brandenburger Tor, am Marx-Engels-Forum und am U-Bahnhof Rotes Rathaus verkleinern sich die Flächen schon in diesem Jahr. Aber ein Großteil der Flächen – und damit auch die Bauzäune mit Berliner Bär – werden voraussichtlich erst 2020 aus Berlins Mitte verschwinden.

Wer in Berlins Mitte den Bauzaun mit der U-Bahn entdeckt, sollte sich die Zeit nehmen alles genau anzuschauen und nicht nur dort vorbei gehen. Die erzählten Geschichten sollte man nicht verpassen und machen Lust auf mehr…..

Quelle – Projektrealisierungs GmbH U5