Berliner Bärenfreunde e.V.

Freitag, 16. April 2021

Berliner Bär im Berliner Viertel in Mainz / Rheinland-Pfalz

Ein Stein mit Berliner Bär als Geschenk für die Berliner Siedlung

Berliner Siedlung, Einweihung 20. September 1969. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Schütz,und der Mainzer Oberbürgermeister Jockel Fuchs enthüllen den Berlin Stein in der 1964-1969 aufgebauten Berliner Siedlung.

1964 wurde die Berliner Siedlung in Mainz gegründet. Was hier zu Beginn der 1960er Jahre entstand, sollte vor allem neu und modern sein.
Das Berliner Viertel erzähle aber nicht nur die Geschichte vom Optimismus jener Jahre, sondern auch von den Bedrohungen des Kalten Krieges und wie die Mainzerinnen und Mainzer ihnen trotzten, als sie dieses neue Viertel so kurz nach dem Mauerbau „Berliner Viertel“ nannten. Es ist die Geschichte der Verbundenheit von Mainz mit der dann für sehr lange Zeit durch die Mauer geteilten Stadt Berlin.
Vor 50 Jahren, 1964, mitten im Kalten Krieg und gerade drei Jahre nach dem Bau der Mauer war Berlin ein Symbol des Freiheitswillens und des Widerstands gegen die kommunistische Diktatur. Typisch für die Siedlung ist die Form eines Hufeisens, ähnlich der in Berlin. Die Stadt Berlin hat sich inzwischen verändert, und noch immer steht die Berliner Siedlung in Mainz für die Verbundenheit von Mainzerinnen und Mainzern mit Berlin.

Im Dezember 1964 wurde als Geschenk des „Gesamtverbandes der Sowjetzonenflüchtlinge“ gegenüber der späteren Ladenzeile ein Sandstein mit der Darstellung des Berliner Wappens, den Bären, aufgestellt. Der Stein ist von drei Seiten beschriftet

Eine Inschrift auf dem Stein lautet: „IN EINER ZEIT DA FREIHEIT UND SELBSTBESTIMMUNG BEDROHT WAR BENANNTE DER MAINZER STADTRAT DIE WOHNSIEDLUNG NACH DER DEUTSCHEN HAUPTSTADT“.

Dann folgt die andere Seite mit der Inschrift: „BERLINER SIEDLUNG 1964“.

Wir danken  Manfred Simonis, Stadtarchiv und  Ursula Beyer, SPD-Ortsvorsteher in Mainz für Ihre freundliche Unterstützung.