Berliner Bärenfreunde e.V.

Freitag, 19. April 2019

Der Berliner Bärenstein in Idar-Oberstein hat seinen neuen Standort vor dem Bahnhof

Der Bildhauer Hans Weber aus Idar-Oberstein fertigte den Berliner Bären in Relieftechnik aus Kupfer an. Bei der Enthüllung des Denkmals am               7. Oktober 1962 in der Mainzer Straße durch Oberbürgermeister Hoberg stand der Landesverband Rheinland-Pfalz-Saar des Bundes der Berliner und Freunde Berlins Pate.

Ihre Hauptsorge aber sei es, das Berlin erhalten bleibe. Man könne Berlin nicht aufgeben, ohne die Freiheit in der Bundesrepublik aufzugeben.

Heute steht der Gedenkstein in einer kleinen Grünanlage am ehemaligen Stadthaus, heute Polizeidienstgebäude, Ecke Hauptstraße/ Göttschieder Straße.

Ende August 2017 erfuhren wir durch Christine von der Burg, Bauamtsleiterin, das der Berliner Bärenstein in Idar-Oberstein durch den LBB (Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung) „entsorgt“ werden sollte. Wir als Verein der Berliner Bärenfreunde e.V. nehmen sehr am Schicksal des Berliner Bären-Stein Anteil. Es ist schon sehr verwunderlich, mit welcher Ignoranz mit der Geschichte vor der eigenen Haustür umgegangen wird.
Der Stein mit dem Berliner Bären war zu dem Zeitpunkt völlig überwuchert. Alleine schon durch den Rückschnitt des überwucherten Steines hätte der Standort des Steines wieder ins Auge der Betrachter geholt werden. Das ist sehr preiswert.

Wenn man nicht mehr den historischen Hintergrund kennt, sollte man sich zuvor informieren, aus welchem Grund der Stein dort aufgestellt wurde. Uns verwunderte folgende Aussage: „Die wollen den Gedenkstein nicht mehr und entsorgen ihn, wenn die Stadt ihn nicht zurück nimmt.“

Er gehört der Stadt seitdem er aufgestellt wurde und niemand anderem!
Auch das steht von Anbeginn fest, genau wie bei all den anderen BM und Berliner Bären die wir schon erforscht haben. Dieses Wort „entsorgen“ ist schon frevelhaft und schrecklich.

Unser Verein hat den Antrag auf Denkmalschutz am 30. Januar 2012 bei  der Landesdenkmalpflege, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz gestellt.

Der Berlin-Stein mit Bär ist Geschichte vor unserer Haustür. Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht Planen, der Satz ist von Heico Last, dem ehemaligen Präsidenten des BdBFB.

Am  Standort, Polizeidienstgebäude  Ecke Hauptstraße/ Göttschieder Straße soll statt des Gedenksteines mit Bär ein Behindertenplatz gebaut werden. Diese sind wichtig, aber der Standort ist dafür ungeeignet, wurde in der Sitzung des Bauausschusses festgestellt.

Inzwischen wurde endlich ein würdiger Platz für den Gedenkstein mit Berliner Bär gefunden. Er wird für jeden sichtbar sein: Der Berliner Bär bekommt seinen Standort auf dem Willy-Brandt-Platz. Willy-Brandt und Berlin, das passt!

Der LBB hat die Chance verpasst Sympathiepunkte zu sammeln. Weder hat man dort Gespür für den geschichtlichen Hintergrund des Gedenksteines mit Bär, noch ist man bereit trotz eines Millionen Budget für den Umbau,       1000 Euro für die Umsetzung des Gedenksteines zu bezahlen.

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz ist zum Ergebnis gekommen, dass der „Berliner Bär“ ein Kulturdenkmal ist.  Daher wurde von der GDKE das Verfahren zur Eintragung in die Denkmalliste eingeleitet (Stand 1.9.2017).

Der Gedenkstein mit Bär wurde Anfang November zur Versetzung freigegeben. Er war in einem Betonfundament mit einer Dicke von              ca. 30-40 cm befestigt, der Stein ist ein Meter breit. Die Vorbereitungen am Bahnhof wurden getroffen.

Die Umsetzung ging am Montag, den 19. November 2018  so schnell, dass niemand ein Foto von dem denkwürdigen Ereignis machte. Die Umsetzung erfolgte durch den Baubetriebshof. Kollege Gerhard Baum hat sich persönlich darum gekümmert und gemeint, der Bär würde in Richtung Berlin schauen und lachen!!!  Er scheint sich am neuen Standort sehr wohl zu fühlen.

Im nächsten Frühjahr wird das Beet um den Bären herum auch wieder passend gestaltet, so kommt er viel besser zur Wirkung.

Quelle: Christine von der Burg, Bauamtsleiterin, Stadtverwaltung             Idar-Oberstein

Christa Junge

Unser Vorschlag wäre eine Kunststofftafel neben dem Stein aufzustellen, auf der der historische Hintergrund zu diesem Stein hervorgehoben wird und Situation der geteilten Stadt Berlin und eines geteilten Landes darstellt, indem die Bevölkerung viele Opfer bringen musste und die Solidarität der Bundesrepublik mit Berlin grenzenlos war. Es entstanden viele Freundschaften, die bis heute andauern.  Auch die Wirtschaft Berlins wurde unterstützt.  Man hatte immer die Hoffnung, dass Berlin wieder Hauptstadt wird. Das ist mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 geschehen.

Rhein Zeitung, Idar-Oberstein 25. August 2017

Idar-Oberstein: Berliner Bär sucht ein neues Zuhause

Stefan Conradt

https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/nahe-zeitung_artikel,-idaroberstein-berliner-baer-sucht-ein-neues-zuhause-_arid,1694379.html

Rhein-Zeitung, Nahe Zeitung, Idar Oberstein, den 20. November 2018

Idar-ObersteinBerliner Bär hat endlich eine neue Bleibe

Vera Müller

https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/nahe-zeitung_artikel,-berliner-baer-hat-endlich-eine-neue-bleibe-_arid,1899626.htm