Berliner Bärenfreunde e.V.

Sonntag, 18. August 2019

Schülergruppen aus Reinickendorf am Bärenzwinger

Projekttage zum Thema „Berliner Bär“ –
Schüler der Gustav-Dreyer-Schule zu Gast im Köllnischen Park
am 14./15. Oktober 2008

Per Mail bat Frau Frist, Lehrerin an der Gustav-Dreyer-Schule in Reinickendorf, unseren Verein um Unterstützung bei den Projekttagen zum Thema „Berliner Bär“. Gerne erfüllten wir Ihre Bitte und so kamen am Vormittag des 14. Oktobers 2008 die Klasse A5, einen Tag später die Klasse A4 mit je 23 Schülern zu uns in den Köllnischen Park.

Herr Bathe und Frau Junge empfingen die Kinder nach einer langen Anfahrt aus Reinickendorf. Herr Bathe berichtete aus der Zeit, als die Stadt Berlin gegründet wurde. Die Kinder lauschten gespannt den Geschichten aus einer fast unvorstellbaren langen Zeit. So erfuhren sie zum Beispiel, dass an einer Urkunde, einem Gildebrief der Berliner Kürschner vom 22.03.1280, sich zwei aufrecht laufende Bären rechts und links als Schildhalter eines Wappens mit einem Adler befanden. Es ist das älteste bekannte Siegel mit Bären und seit dieser Zeit gehört der Bär bis heute ununterbrochen zu Berlin.

Herr Bathe erklärte den Kindern anhand von Siegeln und Wappen, wie sich im Laufe der Jahrhunderte die Stellung des Bären veränderte. 1460 hatte sich der Berliner Bär durch ein Halsband gegängelt und hatte den preußischen Adler auf seinem Rücken. Im Jahre 1839 erhielt er erstmals eine Mauerkrone und stand wieder aufrecht, aber war weiterhin mit einem Halsband versehen.

Seit 1883 geht der Berliner Bär ohne Adler auf dem Rücken aufrecht, ein freier Bär mit der Mauerkrone und den fünf Stadttoren. 1934 wurde der Bär moderner und sachlicher, aber er blieb aufrecht und mit Mauerkrone. Der aufrecht stehende Bär für West-Berlin wurde 1954 mit einer Laubkrone versehen und nach dem Mauerfall wurde dieses Wappen ab 1990 für ganz Berlin verwendet.

Die Kinder hörten ganz gespannt zu. Herr Bathe erzählte zudem noch etwas über das Leben von Braunbären und zum Abschluss erfuhren die Schüler etwas über die beiden Bärendamen im Bärenzwinger, Maxi und Schnute. Auch Frau Gnad und Frau Kutzner, unsere Bärenpflegerinnen, beantworteten ebenfalls Fragen der Kinder. Was fressen die Bären? Was mögen sie am Liebsten? Wie oft bekommen sie etwas zum Fressen? Wann gehen sie schlafen? Können sie gut hören und riechen? Gern haben wir die Fragen der Besucher beantwortet.

Zum Schluss gab es noch eine kleine Fütterung. Die Kinder konnten sehen, wie vorsichtig die Bären eine Apfelsine abschälten, die Bären sind dabei sehr geschickt. Es blieb nur die Schale übrig.

Ein besonderer Höhepunkt war, als die Kinder das Fell der Bären anfassen durften. Frau Junge hatte von Maxi und Schnute ein helles und ein dunkles Fellbüschel (ausgefallene Haare) und sie waren überrascht, wie weich sich das Bärenfell anfühlt. Schnute ist die dunklere von beiden, Maxi hat helleres Fell.

Danach ging es zum Spielplatz und nach soviel Aufmerksamkeit mussten sich die Kinder erst einmal wieder erholen.

Wir freuen uns, dass die Klassen von Frau Frist und Frau Moritz mit ihren Begleitern und den Kindern bei uns im Köllnischen Park waren und wir sie bei ihrer Projektwoche unterstützen konnten.

Bei einigen Fotos sind die Kinder bei der Werkstattarbeit zum „Berliner Bären“ dokumentiert. Am 16. Oktober bei der Präsentation waren unsere „Berliner Teddybären“ der Renner bei den Besuchern. „Kann man die hier kaufen?“ Das war wirklich eine ganz emotionale Arbeit für die Schüler.

Vielen Dank, dass uns diese Fotos zur Verfügung gestellt wurden.