Berliner Bärenfreunde e.V.

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Bernd Schildger schrieb am 24. Oktober 2013
Bei Betrachtung aus Distanz, mit Gefühl für und Kenntnis um Bären in Menschenobhut scheint mir, dass es in Berlin nicht um den Bär Schnute geht.

Die "Instrumentalisierung" des Bären für Partikularinteressen erscheint
offensichtlich und damit auch die nach Tierschutzgesetz verbotene
"Instrumentalisierung" von Tieren.

Das das Risiko einer sehr schwierigen Narkose unter dem einzigen Druck, nämlich dem der schnellen Befriedigung einer "Instrumentalisierung", von einer/m wirklich kundigen KollegIn
eingegangen wird, kann ich mir schlecht vorstellen.

Dass die Politik das Risiko eines "Todes durch Instrumentalisierung"
eingeht, dessen Negativresonanz auf sie selbst zurückfällt, wage ich zu bezweifeln.

Ich habe in einem Beitrag eine sehr treffende Umschreibung von Heiner Klös, Kurator Zoo Berlin, gelesen: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht".

Fachwissenschaftlich formuliert heisst dies: "Welche verifizierbaren Hinweise haben Sie, dass es dem Bärenspäter tatsächlich besser gehen wird? Wird er als 33 jähriger Bär mit sicher massiven Arthrosen durch Wälder jagen oder eher an Langeweile leiden, da ihm ja nun jeder
Anreiz durch Menschen, die ihn täglich besuchen und animieren fehlt".

mit freundlichen Grüssen
und Hoffnung auf die Vernunft des modernen Menschen

Prof. Dr. med.vet. Bernd Schildger
Direktor
Tierpark Dählhölzli, Bern und BärenPark Bern
Schweiz
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