Berliner Bärenfreunde e.V.

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Heiner Klös schrieb am 22. Oktober 2013
Sehr geehrte Frau Junge,

mit großem Interesse habe auch ich die Presseverlautbarungen zum Thema Schnute verfolgt.

Meine Meinung zu einer Umsetzung hat sich nicht geändert.
Die Bärin Schnute ist mittlerweile 33 Jahre alt. Die Anpassungsfähigkeit eines derart alten Bären an eine neue Umgebung ist stark eingeschränkt.

Eine Verlegung von Schnute ohne Kiste - also mit Narkose - ist völlig abzulehnen.

Ein Training als Gewöhnung an die Kiste ist sicherlich möglich aber angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit und dem jahreszeitlich bedingt angefressen Winterspeck nicht erfolgversprechend.

Meines Wissens nach werden die Bären in den sogenannten „Bärenwäldern“ in einer Eingangsuntersuchung auf „ Herz und Niere „ überprüft. Dazu wird eine Vollnarkose durchgeführt. Eine Narkose bürgt für ältere Tiere immer ein verstärktes Risiko, welches aus besagten Gründen nicht nur bei dieser Tierpersönlichkeit vermieden werden sollte. Danach leben die Neuankömmlinge in relativ unstrukturierten Kleingehegen zur Quarantäne.

Nach allen derzeit gültigen Gutachten ist die Haltung der Braunbärin Schnute akzeptabel aber natürlich nicht optimal.

Im Sinne des Tieres würde ich für einen Verbleib von Schnute plädieren - zumindest aber einen Transport auf das Frühjahr 2014 verschieben.

Die Politik täte gut daran jetzt nicht aus Gründen von Stellenplänen das Wohl des Tieres zu gefährden.

Mit freundlichen Grüßen


Dipl.- Biol. Heiner Klös
Zoologischer Garten Berlin AG
Deputy Director / Curator
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