Berliner Bärenfreunde e.V.

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Monika Schmidt schrieb am 17. März 2022
Liebe Bärenfreunde und Bärenfreundinnen in Nah und Fern, liebe Frau Junge,
heute las ich die Ausgabe 1/22 "Der Berliner Bär" und freue mich immer wenn ich diese Quartalszeitung in der Hand halten darf. Da gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. Erstmals war ich wohl 1968 am Bärenzwinger mit meiner damals in Berlin lebenden Freundin und ihrer kleinen Tochter... Im Jahr 1977 wurde Berlin (Ost) Heimat für mich und meine Familie. Aber erst zwischen 2004-2014 war der Bärenzwinger mit den dort lebenden Stadtbären Thilo, Schnute und Maxi ein häufiger Start für Spaziergänge an Wochenenden. Wenn ich ehrlich bin, beobachtete ich die Tiere gern in Ruhe und relativ arglos... Ich hatte eine andere Sicht als die, die man heute auf "Wildtiere in Gefangenschaft" hat, denn für mich waren die 3 (im fortgeschrittenen Alter) und von ihren Pflegerinnen/Pfleger liebevoll bereut. Heute herrscht sicher zurecht eine andere Auffassung über tiergerechte Unterbringung. Unlängst konnte ich auf der jetzt der Kunst/Kultur geweihten Anlage das Terrain der Tiere nachempfinden.
Der Verein "Berliner Bärenfreunde" widmet sich von Anfang an vielen Themen, die weit über die Geschichte des Bärenzwingers und der bis vor wenigen Jahren dort lebenden Tiere hinausgehen. Zu den vielfältigen Verbindungen von Städten und Gemeinden der alten BRD zu Berlin als Zeichen der Solidarität mit dem geteilten Berlin (hier v.a. Berlin-West ab 1961), die von der Einrichtung eines "Berliner Platzes" mit Aufstellung von Bären unterschiedlicher Darstellung bis zur Feriengestaltung für Kinder aus Berlin-West und kommunalen Beziehungen reichten, wusste ich kaum etwas. In der DDR groß geworden, war das für mich als Kind und junger Mensch "Kalter Krieg" und weit weg... Erst als ich in Berlin viele Stellen nahe der "Mauer" sah(wo wir nur nur im großen Abstand erahnen konnten, was dort ist, wurde ich neugieriger und auch nachdenklicher. Als 1989/90 die ersten Hürden des Zusammenkommens überwunden waren, konnten wir uns bei Interesse stärker der gesamtdeutschen Geschichte 1945-1989 zuwenden.
Der Bärenverein leistete und leistet m.E. durch seinen besonderen Focus auf das Wappentier unserer Stadt (mit dem wir Berliner uns seit 742 Jahren identifizieren) eine besonderen, außergewöhnlichen Beitrag zum Verständnis von Kunst, Kultur, Geschichte und Handwerk. Durch die engagierten Forschungen und die wunderbare Website entstand ein interessantes Netzwerk, dass nicht nur auf Berlin und Deutschland beschränkt ist, sondern weltweit Liebhaber und Aktive fand.
Dafür ganz herzlichen Dank, Ihnen, liebe Frau Junge und allen engagierten Bärenfreund:innen und der Zuruf "Weiter so" !!!
Monika Schmidt ("Freundin" der Berliner Bärenfreunde)
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