Berliner Bärenfreunde e.V.

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Böhm schrieb am 31. Juli 2013
Kritische Meinungen werden eh nicht veröffentlicht.
Dieser Zwinger hätte schon vor Jahrzehnten aufgelöst werden müssen,
jetzt, wo es für beide Bären zu spät ist bringt es auch nix mehr.

Man hat einfach nur im eigenen Interesse gehandelt, tierschutzrechtliches Interesse würde einfach unter den Teppichboden gekehrt.
Ich hoffe inständig, dass dieser Zwinger nach dem Ableben beider Bären geschlossen wird und nie wieder jemand auf die Idee gekommt ihn mit neuen Bären weiterzuführen!

MfG

Hallo Frau Böhm,

ich bin überrascht, über Ihre Aussage. Es werden auch kritische Aussagen veröffentlicht, nur keine, die Beleidigungen enthalten.
Wer ist man?
Der Berliner Tierpark Friedrichsfelde, vom dem die Bären versorgt wurden, konnte die Bären nach der Wende aus finanziellen Gründen nicht weiter betreuen.
Was wäre mit Ihnen geschehen? Sie wären an andere Tierparks, Zirkusse weitergegeben worden oder gar getötet!
Es ging ein Aufschrei durch die Berliner Bevölkerung, es wurde Geld gesammelt und das Bärengehge umgebaut. Man schenkte die drei Bären der Stadt Berlin. So kam der Stadtbezirk Mitte/ Tiergarten nach der Wende zu den drei Bären Maxi, Schnute und Tilo, da sich das Bärengehege in Mitte befindet. Seitdem werden sie dort von zwei gelernten Tierpflegern betreut.

2005 stellte sich Vier Pfoten dort vor, da ein Bärenpark an der Müritz in Planung war. Nach offiziellen Aussagen von Zeugen wurde gesagt, euren Bären geht es gut, wir kümmern uns erst einmal um die rumänischen Tanzbären. Auch Christoph Eberharter, Projektleiter des Müritzer Bärenparks, war bei uns am Bärengehege und sagte zu der Pflegerin, Frau Klupsch und mir das gleiche.

Es gibt eine aktuelle Säugetierverordnung, die für einen Bären 100 m² und für zwei Bären 150 m² fordert. Dass das heute nicht mehr zeitgemäß und den Bären gerecht ist, wissen wir auch.
Das Bärengehege im Köllnischen Park hat 480 m² für zwei Bären. In der neuen Säugetierverordnung, sie ist noch nicht veröffentlicht, sollen für einen Bären 300 m² bereitgestellt werden, aber es wird Übergangsfristen geben.

Die Bären Maxi und Schnute sind inzwischen 32 und 27 Jahre alt, erst in den letzten vier Jahren wurde immer in den Sommermonaten für zwei Wochen die Tierschütze aktiv. Wo waren diese zuvor?
Jetzt sind die Bären zu alt, der Stress eines Umzuges würde sie "umbringen". Das will niemand!
Vier unabhängige Tierärzte haben das bestätigt, darunter ein Tierarzt, der regelmäßig für "Vier Pfoten" Bärentransporte begleitet.
Seit Jahren spricht das Bezirksamt, auch unser Verein davon, das die Bärenhaltung nach Maxi und Schnute aufgegeben wird.
Jetzt soll das Bärengehege nach Vorschägen von Vier Pfoten umgebaut werden.

Sie sollten alle Beiträge lesen, dann würden Sie auch manches kritische entdecken.


Christa Junge
Vorsitzende
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