Berliner Bärenfreunde e.V.

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Uwe Tiede schrieb am 17. November 2012
Hallo liebe Bärenfreunde,
ich habe als jemand der in der Nähe von Hamburg wohnt, weder den "Bärenzwinger" im Kölnischen Park, noch das angebotene Freigehege besichtigt.

Das Wort Zwinger sagt ja schon etwas von ZWANG" aus.

Die Bären müssen sich in dem Bärenzwinger ja irgendwie WOHLFÜHLEN, es bleibt ihnen ja nichts anders übrig, und vermutlich kennen sie nichts anderes.

Wenn eine für den Bezirk kostenfreie Umsiedelung in ein Freigehege angeboten wird, sollte man die Entscheidung nach dem Winterschlaf, den Bären überlassen, wo sie sich wirklich besser fühlen.

Einfach mal ausprobieren.
Sollten die beiden mit dem neuen Zuhause nicht zurecht kommen, sollte die Möglichkeit des Rückzuges gegeben sein.

Auch wenn der/die eine, oder andere sich darüber freute, die Bären mal wiedergesehen zu haben, glaube ich nicht, dass die Bären sich über den Besuch der Besucher/innen wirklich gefreut haben.

Einfach den menschlichen Egoismus mal weglassen.

Der reisserische Sarkasmus von Petra Niehoff ist wohl eher nicht Zielführend, da stark von Egoismus geprägt.
Zitat z.B.: Ich finde, unsere Bären...


Hier ein ebenfalls etwas sarkastischer Vorschlag meinerseits.

Während die Bären nach dem Winterschlaf ihr neues Zuhause testen, zieht Frau Niehoff in den Bärenzwinger ein.

Sollten die Bären zurück wollen, ist es für Fr. Niehoff nur vorübergehend, ansonsten darf sie sich bis ans Ende ihres Lebens in dem "Bärenzwinger" WOHLFÜHLEN, auch wenn dieser für Menschen vermutlich nicht artgerecht ist.

Frau Niehoff,
falls die Bären doch wieder in ihren Bärenzwinger zurück möchten,
testen Sie doch bitte während des Winterschlafs der Bären vorab schon mal die artgerechte Haltung älterer Berliner Bürger in einem der zahlreichen Berliner Altenpflegeheime.

Übrigens, die Burg die auf dem Hamburger Wappen abgebildet ist, gibt es seit über tausend Jahren nicht mehr, wobei bis heute keiner genau weiss, wo die Hammaburg überhaupt stand.

Man muß also keinen Bären im Zwinger halten, um das Wappentier zu rechtfertigen.

Grüße aus dem Bärenfreien Schenefeld...



Hallo Herr Tiede,

wir sind ein Verein, der sich für das Wappentier Berlin weltweit angergiert, die Berliner Bären Maxi und Schnute sind ein wichtiger Teil unserer ehrenamtlichen, gemeinnützigen Arbeit. Wir arbeiten eng mit dem Bezirksamt Mitte/ Tiergarten zusammen.

Der Name "Zwinger" ist irreführend. Das die Bären, wie in allen anderen Zoologischen Einrichtungen auch, in Gefangenschaft leben ist eine Tatsache.
Ein Zwinger vom Namen her, ist eine reine Betonhaltung, hinter Gittern und kaum genügend Wasser zum Baden, möglichst noch einen Graben, in dem die Tiere leben.

Davon kann bei dem Bärengehege im Köllnischen Park nicht die Rede sein. Die Bären bewegen sich in Augenhöhe der Besucher. Rechts und links befindet sich ein Wassergraben für die Bären. Sie können sich jederzeit zurückziehen, haben ein Fußbodenheizung und sie werden durch die Pflegerinnen beschäftigt.
Die Bären haben durch die Fußbodenheizung bis heute keine Arthrose. Viele Bären müssen leider in viel jüngeren Jahren wegen schwerer Arthrose eingeschläfert werden.

Die Bären haben eine Fläche von 480 m2 Fläche zur Verfügung, darunter zwei Wassergräben. Die aktuelle Säugetier-Verordnung verlangt für zwei Bären 320 m2! Alle Beteiligten wissen, dass das Bärengehege nicht ideal ist. Aber es sind ältere Tiere, die ihr Leben dort verbracht haben. Sie wurden immer mit viel Liebe und Sachverstand von ausgebildeten Tierpflegerinnen betreut.

Bei jungen Bären wären wir für eine sofortige Umsiedlung.

Vor kurzem ist gerade ein Bär durch die Presse gegangen, der mit 34 Jahren gestorben ist. Das zeigt wieder auf, wie endlich das Leben der Bären ist. Im Januar 2013 werden sie schon 32 und
27 Jahre alt. Bären in Gefangenschaft werden bis zu 40 Jahre alt, nicht wie in der Presse zu lesen war 50 Jahre.

Seit Mitte Oktober 2012 ist in der Presse zu lesen, das eine der Bärenpflegerinnen 2013 in Rente geht, später war zu lesen, beide Pflegerinnen hören im nächsten Jahr auf.
Das ist die Aussage.

Auf persönliche Nachfrage bei beiden Pflegerinnen, konnten wir erfahren, dass keine von ihnen in Rente geht! Beide haben noch einige Jahre bis zur Rente.

Das Bezirksamt Mitte/Tiergarten hat bis Ende Anfang Oktober zu seinen Bären gestanden und das auch der Öffentlichkeit gegenüber vertreten. Es gab einen Beschluss des Abgeordnetenhauses, das die Bären in Berlin bleiben und kein Grund für eine Umsetzung vorliegt.

Was bedeuten die Beschlüsse, wenn sie jedes Jahr erneut in Frage gestellt werden? Der Amtstierarzt Her Dr. Lindemann sieht keinen Grund für eine Umsetzung, er betreut die Bären regelmäßig.
An der Situation hat sich nichts geändert.


Zum Glück haben sich Maxi und Schnute schon in die Winterruhe zurückgezogen und bekommen von all dem nichts mit. Schade, dass sie nicht selbst entscheiden können!

Maxi und Schnute sind alte Bären, die einen ruhigen Lebensabend hier in Berlin verdient haben.

Die Entscheidung zur Bärenhaltung in Berlin soll in der BVV Sitzung Bezirksamt Mitte/ Tiergarten am 22. November 2012 getroffen werden.

Wir sind ein Verein, der sich seit 1994 von "außen" um die Bären im Köllnischen Park kümmert. Unser Verein und viele andere Berliner spenden Geld für Bären-Futter. Andere Freunde der Bären bringen frisches Obst, Fisch und Schweineohren (für Hunde - nichts Süßes) vorbei und geben alles bei den Pflegerinnen ab.

Es gibt Zoologen und Tierschützer, die die Meinung vertreten, dass es Maxi und Schnute in Berlin gut geht. Die Bärenhaltung soll nach Maxi und Schnute in Berlin aufgegeben werden.


Christa Junge

Vorsitzende des Vereins der Berliner Bärenfreunde e.V.
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