Berliner Bärenfreunde e.V.

Montag, 20. Mai 2019

Bao Bao, der Panda Bär aus dem Berliner Zoo ist tot

Bao Bao, der Publikumsliebling aus dem Berliner Zoo ist tot

Heute am Mittwoch, den 22. August 2012, ist der im Berliner Zoo lebende Pandabär Bao Bao im Alter von 34 Jahren verstorben.
Der Publikumsliebling Bao Bao lebte seit 1980 im Berliner Zoo. Pandabären werden in der Natur bis zu 20 Jahre alt. Bao Bao hat es durch die sehr gute Pflege im Berliner Zoo auf sagenhafte Alter von 34 Jahren gebracht. Er war der älteste in einem Zoo lebende männliche Bambusbär der Welt.

Bao Bao kam am 5. November 1980 zusammen mit Pandabär Tjen Tjen in den Berliner Zoo. Beide Pandabären sind 1978 in China geboren und waren ein Staatsgeschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Die Bären haben die Herzen der Berliner Bevölkerung schnell erobert. Im Februar 1984 starb Tjen Tjen, seitdem lebte Bao Bao allein in Berlin.

Im November 1991 kam er vorübergehend in den Londoner Zoo. Er sollte sich dort mit dem weiblichen Panda Ming Ming zu paaren. Der gewünschte Erfolg blieb aus. Bao Bao kam im Mai 1993 wieder zurück nach Berlin. Im Juli 1994 – zum Deutschlandbesuch des chinesischen Ministerpräsidenten Li Peng – wurde dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl ein weiblicher Pandabär als Leihgabe versprochen. Zu Ostern 1995 reiste Yan Yan, begleitet vom damaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU), von Peking nach Berlin.

Alle Versuche Bao Bao und Yan Yan zur Vermehrung zu bringen scheiterten. Yan Yan verstarb am 26. März 2007 im Alter von 22 Jahren.

In Berlin endet mit dem Tod des Pandabären Bao Bao eine Ära.
Die Berliner sind traurig, den liebeswerten Bao Bao zu verlieren, der im Berliner Zoo einer der Publikumslieblinge war.
In Europa werden die weltweit vom Aussterben bedrohten Tiere nur noch in wenigen Zoos gezeigt, unter anderem in Wien, Madrid und Edinburgh. Sie gelten als Einzelgänger und beschäftigen sich bis zu 16 Stunden am Tag mit Fressen. Die Tiere bevorzugen Bambusspitzen und verputzen täglich bis zu 30 Kilogramm der nährstoffarmen Pflanze.

Der erste Panda kam im August 1958 nach Ost-Berlin. Chi Chi lebte auf der Durchreise von Moskau nach London aber nur drei Wochen im Tierpark Friedrichsfelde. Die kurze Zeit dieser zoologischen Sensation reichte, um mehr als 500 000 Besucher anzulocken.

Die Aussichten, in Berlin einmal die Panda-Tradition fortzusetzen, sind gering. Die chinesische Regierung verlangt für die Überlassung der seltenen Art als „Leihgabe“ für pro Jahr mindestens eine Million Euro oder es gibt sie als Staatsgeschenk.
In ihrer ursprünglichen Heimat in den Bergregenwäldern Chinas sollen nur noch etwa 1.600 Pandas leben.

Quelle: Berliner Zoo, Wikipedia

Fotos:
Frau Stenwald, Frau Junge